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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

Zugriffsbeschränkung

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Bibliografische Daten

Inhalt / Download: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)

Zeichnung

Persistenter Identifier:
1493202251151
Titel:
Ornamentdetails von Prunkschwertern
Künstler/Illustrator:
Beisbarth (?), Karl
Inhalt / Darstellungsart:
Detailansichten
Technik:
Bleistift auf Transparentpapier
Datierung:
zweites Drittel 19. Jahrhundert
Maße:
28,8 x 744,3 cm
Funktion (Zeichnungstyp):
Skizze
Beschriftung:
in den Darstellungen: zahlreiche Farbangaben und Beschriftungen
Provenienz:
1963.3483, Klinckerfuß
Inventarnummer:
Beis283
Besitzende Institution:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1985, Jg. 18, H. 79-83)
  • Heft 79: Abschied vom modernen Grundriss
  • Heft 80: Lust auf Lehm
  • Inhaltsverzeichnis
  • Arch+-Zeitung
  • Lehmbauten in Deutschland
  • Architecture de terre. Patrice Doat von Craterre (Grenoble) im Gespräch mit Hans-Jürgen Serwe
  • Die experimentelle Lehmbausiedlung "L'isle d'Abeau"
  • Das centre de terre bei Toulouse
  • Perspektiven des Lehmbaus in Deutschland. Klaus Eckert und Franz Volhard im Gespräch mit Nikolaus Kuhnert
  • Leichtlehm - Unübertroffen, trotzdem billig
  • Liegt die Zukunft des Lehmbaus in seiner Mechanisierung? Gernot Minke im Gespräch mit Günther Uhlig
  • Ökologische Siedlung Kassel
  • Werkzeuge und Maschinen zur Erleichterung des Lehmbauens
  • Vom Armeleutehaus zur Kaiservilla
  • Kleines Glossar zur Geschichte des Lehmbaus in Deutschland
  • Arch+-Baumarkt
  • Heft 81: Vom landschaftsgebundenen zum ökologischen Bauen
  • Heft 82: Gut Holz
  • Heft 83: Raum, Zeit und CAD-Architektur

Volltext

Schinkelplatz, Berlin 1977-81 
Den hier angewendeten schiedenen Innenraumgeo me- 
Wohnungstyp habe ich in den trien erinnern darüber hinaus 
letzten Jahren immer wieder an für Berlin typische Platz- 
zu interpretieren versucht geometrien; ich denke an den 
(Haus Kolbeinsson, Weide- viereckigen Pariser Platz, den 
mann, Brücke in der Ritter- achteckigen Leipziger Platz, 
straße, Spandau, Prager Platz, den runden Mehring-Platz oder 
etc). Der zentrale Wohnraum, den halbkreisförmigen 
um den sich alle anderen Mariannenplatz. 
Räume gruppieren, wird von 
beiden Seiten belichtet. So 
läßt er sich allen Himmels- 
richtungen anpassen. Man 
braucht nur jeweils das Kinder: 
zimmer an die beste Sonnen- 
lage situieren. Dieser Grundriß 
ermöglicht die Orientierung 
der Wohnung ebenso zum 
Platz, zur Straße oder zum Hof 
hin. Je nach Himmelsrichtung 
sind dem Wohnraum, Loggia 
oder Wintergarten vorgelagert. 
Der zentrale Wohnraum 
wird in verschiedenen 
Geometrien variiert, um so bei 
gleichem Typus jeder Wohnung 
einen unverwechselbaren 
Charakter zu geben. Die ver- 
verdammt noch mal, noch ein Fest feiern kann, einen Tisch von 5 Dieser Grundriß ist einer der besten, die mir jemals gelungen sind. 
oder 7 Metern aufstellen kann. Und da ist es mir auch gelungen, im Erdgeschoß 3 Meter lichte 
D. S.: Der Raum für das „Fest”, also wieder die Zelebrierung des Raumhöhe zu erwirtschaften. Und das ist etwas enorm Wertvolles. 
Wohnens, und damit einhergehend auch die Erinnerung an die gro- Und die Nischen, die in den Wänden eingebaut sind, so Wandni- 
ße „Altbauwohnung”, mit ihrer Handgreiflichkeit, den Spuren der schen, wo die Bilder hängen können, die sind hier gebaut worden. 
Vorbenützer. Zwar nicht schön, weil sie ruppig ausgeführt sind, und die Nischen 
R. K.:Ich empfinde die Arbeit im sozialen Wohnungsbau wie einen oft auf verschiedenen Höhen sind, da ist alles gar nicht perfekt. Zu 
Sport an den minimalen Bedingungen zur Optimierung der Wohn- meinem Arger, aber ich konnte es nicht korrigieren. Aber es gibt 
qualität. Es ist nicht die ästhetische Attitude, es ist der Spaß, denich sie, und das ist schon sehr viel. 
den Leuten gerne machen möchte. Ich habe den Spaß in meinem D. S.: Wie siehst du eigentlich die Entwicklung deiner eigenen 
Beruf, und glaube auch, daß die Leute Spaß am Genuß der Woh- Grundrisse. Das formale Repertoire der zentralen Wohnräume ist 
nung haben. Da bin ich mir ganz sicher. Ich habe eine ungetrübte doch inzwischen mehr oder weniger durchgespielt, der allgemeine 
Hoffnung, daß du mit deiner Anstrengung als Architekt den Leuten Typ für dich gefunden. 
ganz einfach das Leben verschönerst. Zum Beispiel den unheimli- R.K.: Es gibt noch ein paar Varianten die man versuchen sollte. 
chen, fast wollüstigen Genuß, den ich an meiner Wohnung habe, Aber in der Rauchstraße ist mir etwas gelungen, was ich zuvor nicht 
wie trottelig die auch im Detail ist. Wenn du hier auf die Balken geahnt habe. Ein Grundriß, der unter dem Zwang der Korrektur der 
guckst, wie blöd sich die aus den Bedingungen des Bestandes arti- Behörde zustande kam, wo ich mich ungeheuer gequält habe, und 
kulieren. Aber die Gemütlichkeit, die da produziert wird, die erfüllt furchtbar geschimpft habe. Da ist ein Grundriß entstanden, wo von 
mich mit einem derartigen Hochgenuß, daß ich am allerliebstenda der ovalen Diele eine Diagonale entsteht, bis hin zur Spitze der Ter- 
gar nicht mehr faus möchte. rasse. Wo eine minimale Wohnung plötzlich eine Blicklänge von 17 
D. S.: Und dieses Gefühl, das versuchst du zu vermitteln. Metern entfaltet wenn du die Tür aufmachst. Über eine Glastür im 
R. K.: Aber ganz bestimmt. Ich versuche im Rahmen des Finanzier- Foyer, über die Glastür der Loggia, siehst du plötzlich die Endsäule 
baren, den Leuten das anzubieten. Ich hab ja keine Gesprächspart- der Terrasse. Mit geometrischer Artikulierung des Eßbereichs in 
ner, die mir das abverlangen, aber ich verstehe diese Anstrengung Halbkreisform, und dann kommt dieses Sechseck als Wohnraum, 
als Pflicht des Architekten. Und die Variation der Räume ist ja ein das Dreieck der Terrasse. Diese Sequenz, die von der sehr engen 
ganz geringer Mehraufwand. Die Sonderstellung von Wänden, ob Diele, über diese Raumfiguren bis zum Außenbereich sich ent- 
sie jetzt rund, polygonal, oder wie auch immer von der Norm desre- wickelt, das ist das Beste was mir bisher gelungen ist. Bis zur Licht- 
gelmäßigen Rechtecks abweichen, diese Mehrkosten sind praktisch führung und den Raumschichten, die du durchschreitest. Das hatte 
nicht bezifferbar. Es hängt nur vom Geschick des Poliers ab, wie er ich nicht geahnt. Ich dachte immer, das ist ein Verzweiflungsgrund- 
diese Raumfiguren realisiert. Bei der Rauchstraße hatte ich einen riß, und jetzt ist er der beste. Diese Erfahrung, ausgehend von der 
genialen Polier, der hat für diese Räume Schablonen bauen lassen. Geometrisierung der einzelnen Bereiche, über die Komposition 
Das waren Wände aus Holz, die wurden aufgestellt und dagegen der Räume, in einer „Sequenz” organisiert, das ist eigentlich der 
wurde gemauert. Das heißt, der Maurer hatte nichts auszuloten, der Lernvorgang. Nicht nur einzelne individuelle Zellen addieren, son- 
hat einfach gegen die Schalung geklatscht. Diese Schalung wurde dern Wege, die durch die gesamte Wohnung laufen. Also diese 
dann rausgezogen und im nächsten Geschoß weiterverwendet. Organisation von Sequenzen, das ist sicherlich der Punkt wo man 
Diese Art von Rationalisierung war sogar sparsam, denn er mußte noch weitergehen könnte. 
den Grundriß auf der Decke nicht einmal neu aufreißen. Erhatein- DD. S.: Aber die prinzipielle Frage, ob deine ästhetischen und kultu- 
fach mit ein paar Merkpunkten die Schalung wieder aufgestellt und rellen Vorstellungen als Architekt mit den Vorstellungen von 
schon wurde weitergemauert. Oder bei diesem Haus in Spandau. Sozialbaumietern übereinstimmen, diese Frage stellst du dir nicht? 
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