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Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1922, Bd. 17, Heft 1/12)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1922, Bd. 17, Heft 1/12)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1499766280559
Titel:
Bauzeitung für Württemberg: Wochenschrift für Architektur und das gesamte Baugewerbe
Weitere Titel:
Württembergische Bauzeitung : Wochenschrift für Architektur, Baugewerbe u. Ingenieurwesen
Württ[em]b[ergische] Baubeamten-Zeitung
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1499766280559_1907
Titel:
Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen
Weitere Titel:
Organ des Stuttgarter Architektenklubs, des Baugewerkevereins Stuttgarts und des Württ. Baubeamtenbereins
Jahrgang/Band:
1907
Verleger/Verlag:
Deutsche Verlags-Anstalt
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1907
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/1085.4-4,1907
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Vierter Jahrgang. No. 1
Strukturtyp:
Ausgabe

Illustration

Titel:
Historisches Museum der Pfalz in Speyer von Prof. Gabriel von Seidl. Perspektivische Ansicht.
Strukturtyp:
Illustration

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bauplatz und Werkstatt : Monats-Zeitschr. d. Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe / hrsg. vom Württembergischen Landesgewerbeamt
  • Für Bauplatz und Werkstatt / Mitteilungen der Württemberg. Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1922, Bd. 17, Heft 1/12)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Heft Nr. 1
  • Heft Nr. 2
  • Heft Nr. 3
  • Heft Nr. 4
  • Heft Nr. 5
  • Amerikanische Bauweisen [II]
  • Buchbesprechung
  • Mitteilung
  • Flia
  • Mitteilung
  • Heft Nr. 6
  • Heft Nr. 7
  • Heft Nr. 8
  • Heft Nr. 9
  • Heft Nr. 10
  • Heft Nr. 11
  • Heft Nr. 12
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

und Z, der letztere senkrecht zur Balkenrichtung nach Figur 5. 
— Um das Holzgerippe zu versteifen, werden auf der inneren 
Seite der Außenwände einige Bretter schräg über die senk. 
rechten Hölzer genagelt, die als Streben wirken, jedoch später 
wieder entfernt werden. Auf den Dachstockboden werden 
nach Figurd die Schwellen aufgenagelt, welche der Sparren⸗ 
lage, beftehend aus Hölzern von 41/2/141/0 cm, als Fuß 
dienen. Hierauf wird das Dach eingedeckt. 
Ist der Bau soweit 
vorgeschritten, werden 
die Außenseiten mit 18 
bis?0 mmn starken Bret⸗ 
tern horizontal verschalt 
und zwar so, daß Brett 
dicht auf Brett sitzt. Der 
Bau ist nunmehr, abge⸗ 
sehen von den Tür und 
Fensteröffnungen, ge⸗ 
schlossen. 
Die Folge der Bau 
arbeiten geht nun folgen 
dermaßen vor sich: 
Die Bretterschalung 
der Außenflächen wird 
mit dünner Dachpappe 
oder einer Papierlage 
mit daraufgelegtem Oel 
papier verkleidet, so daß 
der ganze Bau gegen 
Feuchtigkeitseinwirkungç 
oon außen geschützt ist 
Auf diese Isolierlage 
werden senkrecht in den 
den Holzstützen entspre⸗ 
chenden Abständen Dach 
latten aufgenagelt, wel 
che mit horizontal liegen⸗ 
dem Holzstabgewebe be⸗ 
nagelt werden, desglei⸗ 
chen wird Holzstabge⸗ 
webe auf der Innenseite 
der Holzstützen der Au⸗ 
zenwände sowie beider⸗ 
seits auf den Holzstützen 
der Innenwände aufge⸗ 
bracht. Dieses Holzstab 
gewebe dient als Putz 
träger für Innen und 
Außenputz. Die nichtbe⸗ 
lasteten Innenwände 
werden gleichfalls aus 
Hölzern von 492/91m 
mit beiderseitigem Holz⸗ 
stabgewebe gebildet, je⸗ 
doch die Hölzerbreitseitig 
ersetzt. 
Es besteht demnach: 
Eine Außenwand von außen nach innen aus: 
2 cm Außenputz auf Holzstabgewebe, 
2l/23, Luftraum GMachlattenstärke), 
Dachpappe oder Papier und Oelpapier, 
2 Holzverschalung, 
A2 Luftraum (tärke der Holzstützen), 
2„Innenputz auf Holzstabgewebe 
zus. 1815 em stark. 
Eine belastete Innenwand aus: 
2 cm Verputz auf Holzstabgewebe, 
Ou /20, Luftraum (Stärke der Holzstützen), 
2 „Verpuzt auf Holzstabgewebe 
zus. 1310 em stark. 
Eine unbelastete Scheidewand aus: 
2 cm Verputz auf Holzstabgewebe, 
41/3 , Luftraum (Stärke derflachgestellten Holzstützen) 
2Verput auf Holzstabgewebe 
zus. 81/2 em stark. 
Wie die Beschreibung und die Zeichnungen zeigen, sind 
sowohl die Außen- als Innenwände hohl und ist es gerade 
diese Tatsache, welche 
unseren Begriffen einer 
soliden Bauweise ent⸗ 
gegengesetzt sind. Bei den 
Außenwänden kann ein 
Zweifel auftreten, ob sol· 
che Wände in wärme⸗ 
technischer Beziehung 
einwandfrei sind. Es 
liegen allerdings keine 
amtlichen Versuche über 
Wärmedurchlässigkeit 
vor, doch läßt der Um⸗ 
stand, daß zwei hinter⸗ 
einanderliegende abge⸗ 
schlosseneLufträume vor⸗ 
handen sind, eine günstige 
Wirkung in dieser Be—⸗ 
ziehung erwarten, um so 
mehr, als in Amerika 
tausende solcher Bauten 
seit vielen Jahrzehnten 
selbst in rauhen Gegen⸗ 
den ausgeführt sind und 
dort die Wärmehaltung 
solcher Wandungen an⸗ 
scheinend zu keinen Bean⸗ 
standungen geführt hat. 
Bei Beschreibung der 
Balkenlagen wurde er⸗ 
wähnt, daß sofort nach 
Verlegen der Balken ein 
Blendboden aufgebracht 
wird, welcher den Bauar⸗ 
beitern als Arbeitsboden 
dient. Dieser Boden, 
welcher dem Arbeiter ei⸗ 
nen sicheren Stand bietet, 
hat den Vorteil, daß nach 
angestellten Berechnun⸗ 
gen viel Arbeitslohn ge⸗ 
spart wird. Es ist ohne 
weiteres einzusehen, daß 
ein Arbeiter, da er einen 
geschlossenen Boden un⸗ 
ter den Füßen hat, mehr 
leistet, als ein solcher, 
der sich von Balken zu 
Balken bewegenund stets 
darauf acht geben muß, daß er keinen Fehltritt begeht. Auch 
für den Transport und das Aufstellen der Gerüste und 
Baumaterialien im Bau bietet der geschlossene Boden 
wesentliche Vorteile. 
Die Decke erfährt durch das sofortige Aufnageln des 
Blendbodens beim Errichten des Holzgerippes eine andere 
Ausbildung als die bei uns gewohnte. Lattung und Schlacken⸗ 
auffüllung fällt weg; an der Unterseite der Balken werden 
Holzstabgewebe oder Gipsdielen aufgenagelt, die dem Decken⸗ 
putz als Träger dienen; der Hohlraum zwischen dieser Unter⸗ 
konstruktion und dem Blendboden bleibt unausgefüllt. 
Als letzte Arbeit im Bau, nachdem die Malerarbeiten 
fertiggestellt sind, wird der Blendboden mit Papier belegt 
and der richtige Fußboden, bestehend aus Langriemen oder 
Parkett, aufgebracht. Dies hat den Vorteil, daß der fertige 
Figur 2 
l[yjoon — —, 
— — 
ENLAMAGE 
——
	        

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