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Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 49, Bd. 8, 1889)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 49, Bd. 8, 1889)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1529487027376
Titel:
Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks
Erscheinungsort:
Berlin
Erscheinungsverlauf:
42.1882-58.1899
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1529487027376_1889
Titel:
Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks
Jahrgang/Band:
Jg. 49, Bd. 8, 1889
Erscheinungsjahr:
1889
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/135.2-8,1889
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
49. Jahrgang. Nr. 34.
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Volksschulbauten in der Schweiz und in Italien.
Autor:
Hinträger, Carl
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks
  • Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 49, Bd. 8, 1889)
  • Einband
  • Leerseite
  • Titelseite
  • Inhalts-Verzeichnis des Jahrgangs 1889.
  • 49. Jahrgang. Nr. 1.
  • 49. Jahrgang. Nr. 2.
  • 49. Jahrgang. Nr. 3.
  • 49. Jahrgang. Nr. 4.
  • 49. Jahrgang. Nr. 5.
  • 49. Jahrgang. Nr. 6.
  • 49. Jahrgang. Nr. 7.
  • 49. Jahrgang. Nr. 8.
  • 49. Jahrgang. Nr. 9.
  • 49. Jahrgang. Nr. 10.
  • 49. Jahrgang. Nr. 11.
  • 49. Jahrgang. Nr. 12.
  • 49. Jahrgang. Nr. 13.
  • 49. Jahrgang. Nr. 14.
  • 49. Jahrgang. Nr. 15.
  • 49. Jahrgang. Nr. 16.
  • 49. Jahrgang. Nr. 17.
  • 49. Jahrgang. Nr. 18.
  • 49. Jahrgang. Nr. 19.
  • 49. Jahrgang. Nr. 20.
  • 49. Jahrgang. Nr. 21.
  • 49. Jahrgang. Nr. 22.
  • 49. Jahrgang. Nr. 23.
  • 49. Jahrgang. Nr. 24.
  • 49. Jahrgang. Nr. 25.
  • 49. Jahrgang. Nr. 26.
  • 49. Jahrgang. Nr. 27.
  • 49. Jahrgang. Nr. 28.
  • 49. Jahrgang. Nr. 29.
  • 49. Jahrgang. Nr. 30.
  • 49. Jahrgang. Nr. 31.
  • 49. Jahrgang. Nr. 32.
  • 49. Jahrgang. Nr. 33.
  • 49. Jahrgang. Nr. 34.
  • Eigenschaft und Konservierung der Dachziegel.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Volksschulbauten in der Schweiz und in Italien.
  • Erfindungen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 49. Jahrgang. Nr. 35.
  • 49. Jahrgang. Nr. 36.
  • Leerseite
  • Graukeil
  • Einband

Volltext

Volksschulbauten in der Schweiz und in Italien. 
53 
assenen Vorschriften. Er prüfe zunächst sich selbst, ob er fähig 
st, ein Lehrverhältniß pflichtgemäß durchzuführen, denke an seinen 
Tharakter, seine Familienverhältnisse, an Zustand und Umfang 
seines Betriebes und ob der Lehrling geistig und koörperlich (in 
etzterer Beziehung scheint auch ärztliche Untersuchung nöthig) 
Jeeignet ist. Der Lehrherr soll ein väterliches, freundlich-ernstes 
Verhältniß zu seinem Lehrling gleich anfangs herstellen, ihm 
direkte Fragen gestatten und durch eigene Arbeitsfreudigkeit und 
vohlgeordnetes Familienleben gutes Beispiel geben. Er ver— 
äume nicht, ihn später, wenn er die Anfertigung von Theil— 
zegenständen erlernt hat, in das Zusammenarbeiten derselben ein— 
suweihen. Er überlasse dem Lehrling dessen unbrauchbare An— 
ängerarbeiten eigenthümlich, damit dieser sie mit den späteren, 
desseren Erzeugnissen vergleichen kann. Er beobachte seine Fort— 
chritte in der Fachschule und fördere sie nach Kräften, betraue 
den Heranreifenden auch thunlich mit schriftlichen und rechnerischen 
Arbeiten. Bei Ueberweisung des Zöglings an einen Vertreter 
des Meisters beachte er dessen Charakter und Sittlichkeit und 
zulde nicht, daß diesem Geschenke gegeben werden. Keine der 
drei Grundlagen der Lehrlingsausbildung, die gesetzliche, die 
zewerbetechnische und die sittliche, darf hintangesetzt werden. 
Empfohlen wird, den Lehrling die vom Meister empfangenen 
Anterweisungen in ein Heft einschreiben zu lassen, damit dieser 
sich überzeugen kann, daß Alles verstanden und behalten wurde. 
Alle Lehrlinge werden dazu freilich nicht im stande sein, so daß 
»em Lehrherrn nur übrig bleibt, dies an den Leistungen des 
ungen Menschen und durch Fragen zu prüfen, noöthigenfalls 
urch Wiederholungen nachzuhelfen. Die Unterweisung geschieht 
im besten nach Art des Fachschulunterrichts durch Veranschaulichung 
und begleitende Erklärungen. — Auf den Lebenswandel des 
Lehrlings und seinen Umgang, ganz besonders, wenn er die Häus— 
ichkeit des Prinzipals nicht theilt, hat dieser stets sein Augen— 
merk zu richten, auch im beiderseitigen Interesse thunlich zu 
vachen, daß jenem angemessene geistige und körperliche Erholung 
zu theil werde und daß in Werkstatt, Haus und außerhalb nichts 
zeschehe, was der guten Sitte oder den Forderungen der Ge— 
undheitspflege zuwider läuft. Einem gewissenhaften Lehrherrn 
dird ndcht an Zeit, gutem Willen und offenen Nugen feklen 
iationalen Entwicklung, sie ist das Mittel zur Hebung der allgemeinen 
ind der beruflichen Bildung und zur Sicherung des inneten und 
iußeren Gedeihens eines Staates. Zu dieisem Bewußtsein sind alle 
Bölker gelangt, welche sich freie Institutionen errungen haben, welche 
die Erkenntniß besitzen, daß die richtige Pflege der Schule das wichtigste 
Mittel ist, um im Konkurrenzkampfie mit den Nachbarvölkern zu be— 
tehen, und welche die Erziehung nicht als Weblthat, sondern als das 
Recht Aller ansehen. Wollen wir heute die Intelligenz, den Fleitz, 
die Schaffenskraft und den Weblitand eines Volkes richtig erkennen, 
o betrachten wir die öffentlichen Bauten des Landes; sie sind 
das große offene Buch, wo mit großen Lettern geschrieben stebt, wie 
veit der Forischritt und die Bildung gediehen ist, und das erste und 
vichtigste Blatt in diesem Buche ist das der Schule geweihte. 
Es giebt wohl kaum eine Gebäudegattung, bei der so viele be— 
ufene und auch minder berufene Berather dem Architekten zur Seite 
tehen, wie gerade beim Schulbau. Es sind dies außer den Padagogen 
ind Hygienikern auch die Gemeinden und Schulbebörden und zuletst 
die Eltern der Schuljugend. Alle Stimmen müssen gehört werden, 
doch allen Wünschen und Forderungeu gleichzeitig zu entsprechen, ist 
ein Ding der Unmöglichkeit, denn wir treffen in den Anschauungen 
ind Vorschlägen, in der Idee und Praxis so ausgesprochene Gegensäße, 
daß sich weder Wissenschaft noch Erfahrung zu einer bestimmten Norm 
einigen kann, und scheint es mir sehr fraglich, ob es jemals gelingen wird, 
ein Idealschulhaus zu bauen, das in seiner baulichen und inneren Ein. 
ichtung allen Anforderungen vollkommen entspricht. Immerhin haben 
ich auf Grund theoretischer Studien und praktischer Erfahrungen in 
den verschiedenen Ländern einzelne Typen ausgebitdet, die den gestellten 
»ädagogischen und hygienischen Anforderungen möglichst entsprechen 
ind den ökonomischen und lekalen Verhältnissen, sowie den Sitten und 
Hewohnheiten Rechnung zu tragen suchen. 
Die Volksschule im Sinne der Neuzeit ist ein Institut, dessen 
illgemeine Verbreitung erst unserem Jahrhundert vorbehalten war und 
»essen richtiger Pflege erst die Gegenwart das verdiente Interesse ent— 
gegenbringt. Es dürfte für Pädagogen, Schulhygieniker uund Bau— 
echniker von Interesse sein, zu erfabhren, wie ein deutsches Schulhaus 
»or 250 Jabren beschaffen war. Nicht allein das Historische im All— 
gemeinen dünkt mir wissenswerth, sondern namentlich auch die That— 
ache, daßz schon zu jener Zeit gewisse Prinzipien in Bezug auf Unter— 
richt, Gesundheitspflege und bauliche Einrichtung der Schulen maaß— 
jebend waren, die heute noch gelten. Lernen wir auch nicht viel 
denes und Nachabhmenswerthes kennen, was wir bei den großen Fort— 
chritten der jungen hygienischen Wissenschaft heutigen Tages noch ver 
venden könnten, se bleibt zum mindesten unsere Neugierde nicht un— 
»efriedigt, wenn wir einen Blick auf die Verhältnisse des Schulwesens 
ener Zeit zurückthun. 
Der dreißigjährige Krieg hatte so manche blühende Stadt des 
deutschen Reiches in Schutt und Asche gelegt; Kirchen und Schulen 
vurden zerstört, und recht schlimm war es um die Erziehungs- und 
Unterrichtsstätten jener Zeit bestellt. Der westphälische Friede im 
Fahre 1648 brachte endlich die lang ersehnte Erhelung und kaum 
teckte das Schwert in der Scheide, so entstanden schon neue Schulen 
ils Stätten der Veredelung und Bildung des Volkes. 
Gelehrte Baumeister und erfahrene Stadtväter gaben dabei ihren 
Rath ab, und Mancher sammelte wohl gar seine Erfaährungen in einer 
ꝛigenen Druckschrift, die er, mit Normalplänen für derartige Anlagen 
bereichert, seinen Mitbürgern zur Verfügung stellte. 
Ein solches Schulhaus nun stand in der alten Reichsstadt Ysni 
dem heutigen schwäbischen Städtchen Isny), und der Führer, der uns 
dasselbe zeigt, ist Joseph Furttenbach der Jüngere. (Fig. 1.) 
Im Jahre 1631 wurde die Stadt durch eine große Feuersbrunst 
zerstört und hierbei unter anderen öffentlichen Gebäuden auch das 
Schulhaus eingeäschert. 
Jenes Schulbaus nun be— 
chreibt uns Furttenbach 
ius der Erinnerung und 
tbeilt uns dabei zugleich 
seine Erfahrungen und 
seine Bedenken mit, die 
er bei dem Aufbau eines 
neuen Schulgebäudes be— 
rücksichtigt wissen will. — 
In unserer Zeit des 
raschen Fortschrittes auf 
allen Gebieten menschli— 
chen Schaffens, in denen 
die Kräfte der Lernenden 
auf's Höchste gespannt 
verden, ist es gerade die Aufgabe der Schule, nicht blos die geisti— 
gen, sondern auch die körperlichen Kräfte ihrer Schutzbefohlenen 
ür diesen hohen Zweck vorzubereiten. Daher hat sich auch als be— 
onderer Zweig der allgemeinen Gesundheitslebre die Schulbygiene aus— 
ildet und bereits durch zahlreiche Beobachtungen und Publikationen 
ennenswerthe Fortschritte und Erfolge erzielt. 
Volksschulbauten in der Schweiz und 
in Italien. 
Vortrag von Herrn Carl Hinträger, Architekt. 
(Hierzu 20 Abbildungen.) 
Zu einer der lohnendsten Aufgaben für den Architekten gehört 
jzewiß das Studium jener Gebäude, welche dem Zwecke der Erziehung 
uind des Unterrichtes gewidmet sind. Mit besonderer Vorliebe wählte 
ch daher den Bau und die Einrichtung dieser Anstalten zu meinem 
Spezialfach und fand Gelegenheit, sowohl an selbstausgeführten Bauten 
zraktische Erfahrungen zu sammeln, als auch auf einer eigens zu diesem 
Zwecke unternommenen Studienreise in den einzelnen Staaten Europas 
ziele wissenswerthe Fortschritte und Neuerungen auf diesem Gebiete 
sennen zu lernen. 
Unterstützt durch Empfehlungsschreiben an die ausländischen Re— 
zierungen, wurde es mir ermögalicht, sowohl die verschiedenen derartigen 
Bebäude zu besuchen, de— 
ten Ban und innere Ein— 
richtung genau kennen zu 
ernen, als auch das We— 
en dieser Anstalten, die 
iesbezüglichen gesetzlichen 
Bestimmungen und die 
Organisation der Schulen 
uind Schulbehörden zu 
tudiren. Mir vorbehal—⸗ 
end, in folgenden Vor— 
35 die anderen Länder 
—— 
neiner heutigen Erörte— 
rzung die Schweiz und 
Italien. 
Mir dünkte es wichtig, auch als Architekt nicht allein alle bau— 
ichen Einrichtungen und Vorschriften kennen zu lernen, sondern auch 
nit dem Zwecke dieser Institute und deren Organisation vertraut zu 
verden. Ich erlaube mir daher, einige Worte vorauszusenden, welche 
allgemein auf das Wesen der Volksschule Bezug haben: 
Die Schule ist der Grundpfeiler und der Stützpunkt jeglicher 
Fig. 1. Ein Schulhaus vor 250 Jahren.
	        

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