digibus Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1982, Jg. 14, H. 61, 62, [63/64], 65, 66)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Dieses Objekt ist durch das Urheberrecht und/oder verwandte Schutzrechte geschützt. Sie sind berechtigt, das Objekt in jeder Form zu nutzen, die das Urheberrechtsgesetz und/oder einschlägige verwandte Schutzrechte gestatten. Für weitere Nutzungsarten benötigen Sie die Zustimmung der/des Rechteinhaber/s.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1982, Jg. 14, H. 61, 62, [63/64], 65, 66)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1530689129952
Titel:
Personal- und Vorlesungsverzeichnisse der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart
Erscheinungsort:
Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1530689129952_1865_1
Titel:
Programm der königlich Württembergischen Polytechnischen Schule zu Stuttgart für das Jahr 1865 auf 1866
Jahrgang/Band:
1865
Verleger/Verlag:
J. B. Metzler'schen Buchdruckerei
Erscheinungsjahr:
1865
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
UASt-DD1-004
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Kapitel

Titel:
Personalbestand
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1982, Jg. 14, H. 61, 62, [63/64], 65, 66)
  • Heft 61: Anders leben, arbeiten, bauen, wohnen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Freie Sicht - Kommentare
  • Hin-Sicht - Neue Bücher und Zeitschriften
  • Ab-Sicht
  • Architektur aktuell
  • IBA: Vom Umgang mit den Stadtgrundriß
  • Beispiele für anders leben, arbeiten, bauen und wohnen
  • ARCHblues
  • 1. Beispiel: Leben und Kämpfen à la Muthesius. Landhausbesetzer in Berlin-Tehlendorf
  • 2. Beispiel: Leben in instandbesetzten Häusern. Radikales Wohnen und Planen in der Gruppe
  • 3. Beispiel: Gemeinsam planen, bauen, wohnen. Oder auch: Projektstudium - ernstgenommen. Baustelle Wassertorplatz, Berlin-Kreuzberg
  • Modelle für alternative Wohnungsträgergesellschaften: Selbstverwaltung statt Bürokrakulantentum
    Modelle für alternative Wohnungsträgergesellschaften: Selbstverwaltung statt Bürokrakulantentum
  • ARCH+ EXTRA: Die Postmoderne zwischen Reform und Restauration (1)
  • Serie: Planerroman
  • Buchtips
  • Heft 62: ÖkoLogisch Planen und Bauen (2)
  • Heft 65: Hausbau
  • Heft 66: IBA

Volltext

3. Beispiel 
Gemeinsam planen, bauen, wohnen. 
Oder auch: Projektstudium - ernstgenommen. 
Baustelle Wassertorplatz, Berlin-Kreuzberg 
Seit 4 Jahren wird am Wassertorplatz geplant und gebaut. Am Anfang, im Oktober 1977, stand die Rettung der Häuser vor dem Abriß und die praktische 
Architektenausbildung von TU-Studenten im Vordergrund. Das politische, finanzielle, organisatorische und planerische Konzept wurde in Zusammenarbeit mit 
allen. Beteiligten entwickelt und verändert: StuK e.V. (Studenten und Kreuzberger planen und wohnen zusammen) als Bauherr, Architektengruppe 
Wassertorplatz in Abstimmung mit Bezirk, Senat, TU und Studentenwerk. 
Wenn auch unterschiedliche Interessen zu einer Rollenverteilung bei der Verfolgung von Einzelzielen führten, ist das allgemeinverbindliche Projektziel klar: 
Neue Nutzung in alten Häusern: dazu folgen Aussagen zur Problematik einzelner Schwerpunktthemen von Nutzern und Architekten. 
Verfasser: 
Klaus Kittel (Studentenwerk Berlin) Inge Hübener-Gosau, Peter Kempin, Martin Mohr (STUK e.V.) 
Uwe Evers. Wolfgang Göschel. Herbert Rebel, Joachim v. Rosenberg (Architekten) 
pP 
schmaler Laufsteg 
Ansicht vom Wassertorplatz. Absicht: die Fassade erzählt die Geschichte der Gebäude (Gründerzeit Risalit: Rankgerüst mit Fensterwintergärten 
bis jetzt). So bleibt der noch vorhandene Stuck teils fragmentarisch erhalten. Für fehlenden Stuck Glasvordach: Regenschutz, Rankgerüst u. Reklameträger im Erdgeschoß 
werden neue Bauteile hinzugefügt, die nicht nur Schmuck sondern auch benutzbar sind: Fensterband über dem Drempel: Belichtung der Dachgemeinschaftsräume 
— Fenstererker: zum Umdieeckeschauen, für Blumen oder als Arbeitsplatz Studenten- u. Aussichtsturm: Gemeinschaftsräume für die Gäste 
Wir!? erklärung wird ein Spekulationsgewinn bei Wieder- setzung der Wahnidee, „Wohnen sei nicht nur 
Das Projekt Wassertorplatz entstand 1977 auf Initi- verkauf der Wohnungen ausdrücklich ausgeschlos- Ware!“ 
tive des Fachgebiets Baukonstruktion, Baupraxis sen. Bei der Entscheidung, ob Eigentum oder Miete, zeitweise legalisierte Schwarzarbeit im Bereich 
und Entwerfen der TU Berlin in Zusammenarbeit war letztendlich der finanzielle Aspekt ausschlagge- des Reihenhaus- u. Laubenhausbaues zwecks 
mit dem Studentenwerk Berlin: 5 weitgehend leer- bend, da eigentumsbildende Maßnahmen z.Zt. temporärer Stabilisierung des Wohnungs- u. 
stehende Mietshäuser der GSW am Wassertorplatz großzügiger gefördert werden. Baustoffmarktes. 
in Kreuzberg sollten nicht - wie ursprünglich geplant Ein großer Teil der derzeitigen Vereinsarbeit ist im Allgemeinen, (unter fast allen Umständen) 
- abgerissen, sondern für Kreuzberger Bürger und z.Zt. der Bauvorgang und die Selbsthilfearbeiten. auch Eigenheimideologie als systemkonstituie- 
Studenten instandgesetzt und modernisiert werden. Die besondere Problematik, die der Name des render Faktor besitzorientierter Benutzungsver- 
Vereins beschreibt, wird sich erst nach Einzug der hältnisse. 
Studenten zeigen. Bisher gehen wir davon aus, daß 
die Mischung von Kreuzbergern und Studenten, die 
ja nach Abschluß des Studiums wieder ausziehen, 
also oft wechseln, sehr belebend sein wird. 
Im gesamten Ablauf des Projektes hat sich die 
Mitarbeit des Studentenwerks als sehr positiv erwie- 
sen, wenn dadurch auch manchmal zu viel Bürokra- 
tismus in das Projekt gekommen ist. 
Der hohe Anspruch, möglichst viele Ausländer 
(wir haben eine türkische Familie und eine türkisch- 
deutsche Familie) und „Sanierungsbetroffene“ am 
Verein zu beteiligen, konnte wohl auch wegen der 
langen Dauer des Projekts nicht verwirklicht 
werden. 
Durch Selbsthilfe kann jedes Vereinsmitglied 
seine spätere finanzielle Belastung senken. Es wird 
in Kollektiven gearbeitet: Elektro, Abriß, Beton, 
Mauern, Malen, Holzschutz, Sicherungsarbeiten, 
Verwaltung u.a. Die Abrechnung erfolgt einheitlich 
nicht nach Leistung,‚sondern nach Stunden und erst 
nach der Schlußrechnung. Jeder Teilbereich der 
Selbsthilfe ergibt entspr. der Ausschreibung des Ge- 
werks einen Betrag, der auf das Selbsthilfe-Konto 
eingezahlt wird. Jeder Nutzer schreibt seine 
Stunden auf. Aller Gewinn wird durch die Gesamt- 
zahl der erarbeiteten Stunden geteilt - daraus ergibt 
sich der Stundensatz. Auch Arbeiten wie Kinderbe- 
treuung und Essenkochen werden so bezahlt. Bisher 
wurden 12.000 Stunden geleistet - erst etwa 1/3 der 
Baumaßnahmen sind fertig. 
Seit 1977 finden Nutzerversammlungen statt, die 
am 13.11.1978 zur Gründung des Vereins führten. 
Erst ein weiteres Jahr später wurde der Modernisie- 
rungsvertrag mit dem Land Berlin geschlossen. 
Die Zusammensetzung der Vereinsmitglieder ist 
dadurch gekennzeichnet, daß man über ein langes 
Durchhaltevermögen verfügen muß. Alle Mitglie- 
der gehören zur Einkommensklasse entspr. Wohn- 
berechtigungsschein. Da viele angehende Akademi- 
ker sind, wird sich das ändern. Dabei muß darauf 
hingewiesen werden, daß es sich fast ausschließlich 
um Absolventen des 2. Bildungswegs handelt. 
Von Anfang an war die Mitgliedschaft im Verein 
mit einem hohen Einsatz an Energie und Zeit ver- 
bunden. Zeitweilig waren fast wöchentlich Mitglie- 
derversammlungen. Zusätzlich tagten die Ausschüs- 
se (Verwaltungsrat, Bauausschuß, Selbsthilfeaus- 
schuß, Wartelistenausschuß usw.) Ab Sommer 1979 
wurden Aufräum- und Sicherungsarbeiten von uns 
durchgeführt. Ab 1980 begann die bauliche Selbst- 
hilfe. 
Da bis heute noch keine Mitglieder einziehen 
konnten - es wird voraussichtlich erst Juni 1982 
möglich sein - haben nicht alle durchgehalten. Die 
Fluktuation fand insbesondere bei den Großfami- 
lien und Wg’s statt, die meist schneller Wohnraum 
brauchten. 
Die Wohnungen wurden nach einem sog. 
„Mercedesstern“ aufgeteilt: 1/3 Studentenwerks- 
wohnungen für Studenten, die anderen 2/3 geteilt in 
3 Teile (je 1 Teil Großfamilien, 1 Teil Kleinfamilien 
und Paare und 1 Teil Wohngemeinschaften). 
Nach langwierigen Diskussionen (Miete oder 
Eigentum?) entschied sich der Verein für das Eigen- 
tumsmodell (Mietkauf). Die einzelnen Nutzer 
zahlen 15% der Gesamtkosten in Form eines Anteils 
am Nutzungsentgeld. In der zukünftigen Teilungs- 
Hier, am Wassertorplatz, was ganz anderes; 
ein Querschnitt Kreuzberger Bürger; 
Wer will schließlich, so er / sie Sie / Er nicht muß, 
hier in Krützbürg wohnen; außer Türken und 
Chaoten, versteht sich. 
Jedenfalls und immerhin hat hier ein Verein, aus 
welcher persönlichen Motivation der einzelnen Mit- 
glieder heraus auch immer, mit Hilfe der TU Berlin 
über fast ein halbes Jahrzehnt eine abweichende 
Form von Stadtsanierung geplant, durchgesetzt und 
realisiert, die ihrer Qualität und Anmutung nach 
wenigstens den Aufwand rechtfertigt. 
Und alle, jeder nach seinen Fähigkeiten, arbeitet 
mit, und ärgert sich, und .... 
Jedenfalls streiten wir uns noch! 
Das Ganze nennt sich aber auch „Modellversuch“ - 
für Selbsthilfe! - 
Sowohl das Beharrungsvermögen, das allen 
Nutzern und Mitbesitzern im Zeitalter der „Mobili- 
tät“ nur zum Selbstlob gereicht, als auch das den 
jeweiligen Berliner Senaten eigene Entscheidungs- 
tempo machten es möglich, einen relativen Konsens 
im Verein der zukünftigen Bewohner zu erarbeiten. 
Was schließlich um so notwendiger war, da der 
Wohnblock WTP zwecks Autobahnschleife von der 
GSW schon fast gänzlich entmietet worden war. 
Wir alle haben uns auch betroffen! 
Und „Block“ ist zwar als Wohneinheit hinrei- 
chend bekannt, hier als Wohneinheit für 150 Perso- 
nen, also ca. 45 Parteien, auch angemessen. 
Der angestrebte soziologische Querschnitt über 
alle (meist nicht handwerklich qualifizierten Berufs- 
und Sozialgruppen) hin jedoch verbindet nicht so 
ohne weiteres mit dem Anspruch, Selbsthilfe- Bau- 
arbeit auch noch als emotionale Bereicherung zu in- 
stutionalisieren, d.h. in Einklang zu bringen. Trotz 
des wohl allseitigen Bemühens, zwischen Spaß und 
Selbsthilfe, gemeinhin auch Nachbarschafts- 
hilfe ... 
® im Zeitalter der Spezialisierung anachronisti- 
sche, u.U. auch anarcho-syndikalistische Um- 
4 
ı 
ö
	        

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

METS METS (Gesamtwerk)
TOC
Mirador

Diese Seite

Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Formate

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core

Links

DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Diese Seite

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Suchtreffer

Suchtreffer

Glasdiakasten
1 / 1.716
zwei Zierkeramikplatten
Zurück zur Trefferliste Zurück zur Trefferliste

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Welches Wort passt nicht in die Reihe: Auto grün Bus Bahn:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.