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Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 54, 1898)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 54, 1898)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1530689129952
Titel:
Personal- und Vorlesungsverzeichnisse der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart
Erscheinungsort:
Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1530689129952_1877_1
Titel:
Programm des Königlich Württembergischen Polytechnikums zu Stuttgart für das Jahr 1877 auf 1878
Jahrgang/Band:
1877
Verleger/Verlag:
J. B. Metzler'sche Buchdruckerei
Erscheinungsjahr:
1877
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
UniversitätsarchivStuttgart
Signatur:
UASt-DD1-016
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Kapitel

Titel:
VIII. Lehrgegenstände
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
2. Naturwissenschaften
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart
  • Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 54, 1898)
  • Titelseite
  • Inhalt
  • I. Angelegenheiten des Vereins
  • Bericht über die zweiundfünfzigste Generalversammlung am 24. Juni 1897 in Reutlingen (Kurt Lampert)
  • Nekrolog des Direktors Dr. Oscar v. Fraas
  • Nekrolog des Wilhelm Möricke
  • Nekrolog des Buchhändlers Eduard Koch
  • Vorträge bei der Generalversammlung
  • Sitzungsberichte
  • Wissenschaftliche Abende des Vereins in Stuttgart
  • Oberschwäbischer Zweigverein
  • Schwarzwälder Zweigverein
  • II. Abhandlungen
  • Tafel I
  • Tafel II
  • Tafel III
  • Tafel IV
  • Tafel V
  • Tafel VI
  • Tafel VII
  • Tafel VIII
  • Tafel IX

Volltext

— LXX — 
Herrn J. Scheiffele, dessen Hinganges der Vorsitzende mit warmen 
Worten gedachte. 
Den ersten Vortrag hielt sodann Prof. Dr. Fraas über das 
Thema: „Krankheitserscheinungen an fossilen Crinoiden“. 
An den längst ausgestorbenen Gattungen und Arten der Seelilien oder 
Crinoiden, welche einst Bewohner unserer Trias- und Jurameere waren, 
beobachten wir nicht selten krankhafte Veränderungen sowohl des 
Stieles wie der Krone, welche meist in eigenartigen Auftreibungen be- 
stehen. Eine Erklärung hierfür liefern uns die heute lebenden Seelilien, 
wie sie besonders durch die weltberühmte Expedition des „Challenger‘“ 
in grösserer Anzahl aus den Tiefen der Meere bekannt geworden sind. 
Wir finden nämlich häufig, dass ein Parasit, der den Namen Myzostoma 
führt, an den Crinoiden schmarozt. Bald sitzt er dem Kelch, bald den 
Fangarmen auf, bald auch gräbt und bohrt er sich in die kalkigen 
Hartgebilde der Seelilien ein. Der eigenartige Parasit ist jedenfalls 
— geologisch gesprochen — uralt und damit hängt es sicher zusammen, 
dass er auch im zoologischen System eine unsichere Stellung einnimmt, 
indem der Parasitismus seine ursprünglichen Beziehungen zu anderen 
Gruppen verwischt hat. An fossilen Crinoiden können wir natürlich 
nur die Wirkungen diesen Parasiten in Gestalt verschiedenartiger Auf- 
blähungen mit wurmförmigen Gängen im Innern der Kalkteile erkennen. 
Besonders häufig finden wir diese Auftreibungen an den Apiocriniten 
des oberen Weiss-Jura, sehr selten an den Enecriniten des Muschel- 
kalkes, gar nicht an den Pentacriniten des Lias. Die letztere Erschei- 
nung erklärt der Redner aus der Thatsache, dass die Pentacriniten, 
wie die schönen Stücke im Naturalienkabinett beweisen, an schwimmen- 
dem Treibholz ansassen, also ein pseudopelagisches Leben führten, die 
Apiocriniten dagegen auf dem Boden festsassen. Ein reiches, auch 
sonst palaeontologisch interessantes Material verdankt das Naturalien- 
kabinett Lehrer Wagner in Sontheim a. Br., einem trefflichen Sammler 
im oberen weissen Jura. Besonders sind die von Parasiten aufgetrie- 
benen und in ihrem Wachstum gestörten Kelche von Apiocriniten von 
Interesse, weil sie durch die abnorme Verkalkung auch eine Erhaltung 
von Skelettteilen aufweisen, welche sonst meist abgefallen sind, so dass 
der Parasit hier dem Palaeontologen einen Dienst erweist. Im Anschluss 
an den durch reiches Demonstrationsmaterial erläuterten Vortrag gab 
Prof. Dr. Lampert eine kurze Schilderung der zoologischen Stellung 
des in seiner Gestalt scheibenförmigen Myzostoma, welches meist anhangs- 
weise zu den Spinntieren gestellt wird, und legte von dem grossen 
Challenger-Werk den betreffenden Band vor, welcher eine monographische 
Bearbeitung dieser Gattung enthält. 
Den zweiten Vortrag hielt Prof. Dr. Klunzinger über das 
Formalin und seine konservierenden Eigenschaften. Das 
Formalin, ein Fabrikname für die wässerige 40 °ige Lösung des gas- 
förmigen Formaldehyds, gehört zu den Methylverbindungen und wird 
im grossen besonders von der „Chemischen Fabrik auf Aktien, vormals 
Schering in Berlin‘, dargestellt, indem Holzgeistdämpfe über glühendes 
Platin geleitet werden und das sich entwickelnde Gas in Wasser auf-
	        

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