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Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 51, Bd. 10, 1891)

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Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen : Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 51, Bd. 10, 1891)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1530689129952
Titel:
Personal- und Vorlesungsverzeichnisse der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart
Erscheinungsort:
Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Persistenter Identifier:
1530689129952
Titel:
Personal- und Vorlesungsverzeichnisse der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart
Erscheinungsort:
Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1530689129952_1936_1
Titel:
Technischen Hochschule Stuttgart. Personal- und Vorlesungsverzeichnis für das Studienjahr 1936/37
Jahrgang/Band:
1936
Verleger/Verlag:
Buchdruckerei Karl Scharr Vaihingen a. d. F. Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1936/37
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
UASt-DD1-075
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Persistenter Identifier:
1530689129952_1936_1
Titel:
Technischen Hochschule Stuttgart. Personal- und Vorlesungsverzeichnis für das Studienjahr 1936/37
Jahrgang/Band:
1936
Verleger/Verlag:
Buchdruckerei Karl Scharr Vaihingen a. d. F. Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1936/37
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
UASt-DD1-075
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Einband

Strukturtyp:
Einband
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks
  • Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 51, Bd. 10, 1891)
  • Einband
  • Leerseite
  • Titelseite
  • Inhalts-Verzeichniß des Jahrgangs 1891.
  • 51. Jahrgang, Nr. 1.
  • Zum neuen Jahre.
  • Unsere Handwerkerschulen.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Sparkassengebäude und Rathhaus der Stadt Neunkirchen.
  • Schwedische Cokes-Ofen "Busqvarna".
  • Entscheidungen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 2.
  • Ueber Dachbedeckungen.
  • Baupolizeiliche Pflichten.
  • Arbeiterfürsorge.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Entscheidungen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 3.
  • Zur Errichtung von Arbeiter-Miethshäusern in Berlin.
  • Zur Errichtung von Arbeiter-Miethshäusern in Berlin.
  • Muß ein Haus einen Hof haben?
  • Die Steinbrech-Maschine von Brennan.
  • Die Straßenkehrmaschine "Barnard-Castle".
  • Besteigen von Senkgruben, Brunnen und dergl.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 31.
  • Der Bau von Gewächshäusern.
  • Die vier Elemente der Dekorationskunst.
  • Siechenhaus in Klagenfurt.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 4.
  • Unser Bauwesen und das Gesetz.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Die neue Schule in Massersdorf bei Reichenberg.
  • Eine praktische Mörtelmischmaschine.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 5.
  • Die Bedeutung des Zeichnens für die Gewerbe und die allgemeine Bildung.
  • Die Wasserleitung bei Frost.
  • Ausstellung der architektonischen Liga in New-York.
  • Der Dachdeckungsstoff Anti-Elementum.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 6.
  • Die Bedeutung des Zeichnens für die Gewerbe und die allgemeine Bildung.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Die Kirche zu Nutzbach im Traunkreide.
  • Asphalt gegen Feuchtigkeit in den Mauern.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 7.
  • Die Bedeutung des Zeichnens für die Gewerbe und die allgemeine Bildung.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Baugewerbe und Neubauten in Hamburg.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 8.
  • Hausbrunnen.
  • Die Stylverirrungen unserer Zeit.
  • Villa Sevbon Semmering.
  • Ueber Heiz- und Ventilationssysteme.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 9.
  • Wie sind überschwemmt gewesene Wohnungen zu behandeln?
  • Die Wahl des Berufs.
  • Gewölbe-Rüsthaken und deren Verwendbarkeit in der Praxis.
  • Die Verwendung von Glas zur Herstellung von Baumaterialien.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 10.
  • Verwendung der Hohlbacksteine im Bauwesen.
  • Wohn- und Geschäftshaus dem Norden Berlins.
  • Die Wahl des Berufs.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 11.
  • Die Wahl des Berufs.
  • Verwendung der Hohlbacksteine im Bauwesen.
  • Fabrikate von Ludwig Scherr in Pfungstadt bei Darmstadt.
  • Entscheidungen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 12.
  • Regenerativ-Gasheizöfen und Wasserstrom-Heizapparate.
  • Wohn- und Geschäftshäuser aus dem Norden Berlins.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 13.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Ueber Honorirung architektonischer Arbeiten.
  • Wie sind die Streiks zu verhüten?
  • Die Architektur hannoverschen Schule.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 14.
  • Zum Kapitel künstlicher Lüftung.
  • Waschbare Tapeten.
  • Ein unzerbrechlicher Ersatz für Fensterglas.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 15.
  • Beitrag zu der Entwicklung der technischen Fachschulen in Preußen.
  • Ueber Korksteine zu Bauzwecken.
  • Doppelwandige Kachelöfen mit Luftzirkulation.
  • Amerikanische Hochbauten. Ein modern-amerikanisches Holzbauhaus. Villa für einen Arzt.
  • Zur Hausschwammfrage.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 16.
  • Beitrag zu der Entwicklung der technischen Fachschulen in Preußen.
  • Die Columbus-Weltausstellung in Chicago.
  • Entscheidungen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 17.
  • Ueber die Dauer des Holz-Pflasters.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Ueber Schutz gegen Blitzgefahr.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Ueber den Einfluß der Witterung, Jahreszeiten und des Klimas auf die Gebäude und die betreffenden Maaßnahmen in der Praxis.
  • Mittheilungen über Schulwesen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 18.
  • Praxis und Theorie.
  • Ueber runde Dampfschornsteine aus radialen Faconsteinen.
  • Die neue Turnhalle in Hussig.
  • Ueber den Einfluß der Witterung, Jahreszeiten und des Klimas auf die Gebäude und die betreffenden Maaßnahmen in der Praxis.
  • 51. Jahrgang, Nr. 19.
  • Surrogate im Hochbauwesen.
  • Metalldachplatten, System Leineweber.
  • Amerikanische Central-Markthallen Minneapolis (Staat Minnefota).
  • Zur Frage des Studiums an technischen Hochschulen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 20.
  • Surrogate im Hochbauwesen.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Zur Haftpflicht des Bauherrn.
  • Eine empfehlenswerther Schornstein-Aufsatz.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 21.
  • Surrogate im Hochbauwesen.
  • Ein neues System der Ueberdachung.
  • Gebäude für Volks- und Bürgerschulen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 22.
  • Surrogate im Hochbauwesen.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Zur Frage der Lohnerhöhungen und des Normal-Arbeitstages.
  • Zwei sanitäre Neuerungen im Baufache.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 23.
  • Die Denkschrift des kgl. preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe über die Entwicklung der Fortbildungsschulen und der gewerblichen Fachschulen in Preußen während der Jahre von 1883 bis 1890.
  • Die neuen Anlagen der "Isabella-Heimath" in Fort George.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 24.
  • Die Denkschrift des kgl. preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe über die Entwicklung der Fortbildungsschulen und der gewerblichen Fachschulen in Preußen während der Jahre von 1883 bis 1890.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Rathaus der kgl. Kreisstadt Oedenburg.
  • Die neuen Anlagen der "Isabella-Heimath" in Fort George.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 25.
  • Die Denkschrift des kgl. preußischen Ministeriums für Handel und Gewerbe über die Entwicklung der Fortbildungsschulen und der gewerblichen Fachschulen in Preußen während der Jahre von 1883 bis 1890.
  • Frankfurt a. M. als Vorbild einer musterhaften Stadtentwicklung.
  • Die Invaliden- und die Altersrente.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 26.
  • Frankfurt a. M. als Vorbild einer musterhaften Stadtentwicklung.
  • Die neue Schlacht- und Viehhofanlage in Mainz.
  • Ueber die Pflicht der Gewerbetreibenden, Bücher zu führen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 27.
  • Der Arbeiter von heute.
  • Die neue Schlacht- und Viehhofanlage in Mainz.
  • Die Auskunftei von W. Schimmelpfeng in Berlin.
  • Ueber die Pflicht der Gewerbetreibenden, Bücher zu führen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 28.
  • Der Arbeiter von heute.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Mißstände im Submissionswesen.
  • Volks- und Bürgerschule in Rudolfsheim.
  • Das Berliner Kaufhaus der Gegenwart.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 29.
  • Mißstände im Baugewerbe.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Das Berliner Kaufhaus der Gegenwart.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 30.
  • Mißstände im Baugewerbe.
  • Die Architektur des Hannoverschen Schule.
  • Ueber Treppenverhältnisse.
  • Arbeiterwohnungen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 32.
  • Zur Berechnung des steuerpflichtigen Einkommens der Baugewerksmeister.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 33.
  • Von der Austrocknung feuchten Mauerwerkes.
  • Regeln bei'm Einkauf und Aufbewahrung von Nutzhölzern.
  • Neubau oder Umbau?
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 34.
  • Beseitigung des Rauches der Schornsteine und Zimmeröfen.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Vorrichtung zum Aufthauen der Abflußrohre von Spülsteinen und Dachrinnen.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 35.
  • Ueber Drahtglas und seine Verwendung für Dach und Fußböden.
  • Ueber das Schwinden und Quellen des Holzes.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Die Leimfarbe in Neubauten.
  • Bautechnische Notizen.
  • 51. Jahrgang, Nr. 36.
  • Ueber das Schwinden und Quellen des Holzes.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Die Architektur der Hannoverschen Schule.
  • Neue Materialien zur Facadendekoration und Innwandbekleidung.
  • Bautechnische Notizen.
  • Leerseite
  • Graukeil
  • Einband

Volltext

Verwendung der Hohlbacksteine im Bauwesen.

verwendung der Pohlbacksteine im Bauwesen.
Von W. Wagner, Architekt in Mainz.
die die der europäischen Gewerksleute bei Weitem übertreffe,
und wie um die 40er Jahre schon in allen Theilen des
„Reiches der Mitte“ Hohlziegel fabrizirt wurden, die merk—
vürdigerweise aus zwei gesonderten Hälften geformt
ind am Rande miteinander vereinigt waren. Die Vorzüg—
ichkeit des Thones aus dem tertiären Becken von Canton
m Verein mit trefflichstem Brennereibetrieb lieferte ein ganz
usgezeichnetes Baumaterial von großer Dauerhaftigkeit
ind Festigkeit. Bei der 1846—–1853 nach Veit's Plänen
erbauten neuen Pinakothek in München scheinen die Hohl—
iegel noch nicht genügend gekannt oder gewürdigt worden
in sein, denn die leicht sein sollenden Gewölbe der großen
IOberlichtsäle sind hier noch in sehr mühsamer Weise so
jebildet, daß einzelne quadratische Ziegelplatten zu einem
dohlkasten in einer Art Schornsteinverband zusammengefügt
ind, sodaß das ganze Gewölbe schließlich aus lauter solchen
einzelnen Zellen bestand. Die Platten sind mit Nasen und
Löchern versehen, die ineinandergreifend den Verband her—
tellen und genügende Festigkeit gegen Verschieben bieten.
Erst auf der ersten Londoner Weltausstellung
1851 traten Hohlbacksteine im Sinne unserer heu—
igen Fabrikate und mit voller Würdigung ihrer
sohen hygienischen und statischen Eigenschaften
nuf, und zwar bei Erbauung des durch den Prinzen Albert
eranlaßten, vom Architekten H. Roberts ausgeführten
Muster-Arbeiterwohnhaus“, bei welchem sämmtliche Um—
assungswände, die gewölbten Zwischendecken und Fußböden
rus dem Roberts im Juni 1850 patentirten „patent-bonded-»rickwork“
 bestanden. Die aus solcher Verwendung sich
ergebenden bedeutenden hygienischen Vortheile der Hohlziegel,
die im folgenden Abschnitt eingehender besprochen werden
'ollen, scheinen nun erst recht allseitige Würdigung gefunder
zu haben.
Die Franzosen haben sich sehr rasch dieses neuen Bau—
naterials für den Hochbau bemächtigt, denn bereits 1856
inden wir bei der ersten Pariser Ziegelei von Borie eine
HYeenge der verschiedenartigsten Formen von Hohlziegeln
hertreten.
In Deutschland steht merkwürdigerweise Norddeutsch
and, das Mutterland des Ziegelrohbaues, in der Hohlziegel—
abrikation gegen Süddeutschland zurück. Die Priorität
in der Anfertigung der Hohlbacksteine in Deutsch—
sand gebührt unserem Landsmanne, dem nunmehr
»or wenigen Monaten verstorbenen Ziegeleibesitzer Ludwig
Scherrer in Pfungstadt bei Darmstadt. 1854 hatte
LTug. Weinberg in Geisenheim ganz leichte poröse
Backsteine aus Thon, Gerberlohe, Weintrestern, Repsstroh,
Tannennadeln, Abgängen von Hanf, Flachs und Braunkohlen
abrizirt, die vielfach zu Schornsteinen, Spiegelgewölben, Fach—
vandausmauerungen damals gerne genommen wurden, da sich
namentlich auch der Mörtel mit denselben sehr gut verband.
L. Scherrer machte um dieselbe Zeit ähnliche Versuche zur
Zerstellung leichter Steine; da dieselben jedoch nicht fo gut
jelangen, kam er auf den Gedanken, mit Hülfe ähnlicher
Maschinen, wie die bisher bei ihm gebrauchten Drainröhren—
naschinen hohle Backsteine zu formen; der Versuch gluͤckte.
Wie mir Herr Scherrer mit Schreiben vom 12. September
1881 mittheilte, wurde er damals bei seinen Versuchen und
ei Feststellung seiner Profile in dankenswerthester Weise
zurch den Generalsekretär des Landesgewerbevereins, nun—
nehrigen Herrn Geheimrath Fink und durch Herrn Baurath
darres in Darmstadt mit Rath und That unterstützt.
858 wurden die ersten Hohlbacksteine in Pfungstadt fabrizirt,
859 zum erstenmal in Darmstadt durch Harres verwandt.
Bei der Hessischen Gewerbeausstellung 1861 wurden die
Zcherrer'schen Hohlbacksteine (12 bis 15 verschiedene Formen
ereits) prämtirt. Im Fruͤhjahr 1862 lieferte Scherrer
eine Hohlsteinfabrikate Herrn Bauunternehmer F. J. Usinger
n Mainz zum Neubau der Artilleriekaserne in Kastel, hei

a) Geschichtliches.
Das Bestreben, bei Gewölbekonstruktionen durch Ver—
vendnug leichten Baumaterials auf geringen Seitenschub
ind schwache Widerlager hinzuarbeiten, ist bereits an Bau—
verken aus dem frühesten Alterthum zu konstatiren. Schon
nit Beginn des 3. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung
inden wir bei'm Cirkus des Caracalla (211-217) in Rom
Jjebrannte Thontöpfe in Gestalt der antiken „Hydrae“
Wassergefäße) zu den Tonnengewölben der amphitheatralisch
insteigenden Sitzreihen für die Zuschauer angewandt. Bei'm
uppelbau der um die Mitte des 4. Jahrhunderts in der
Lampagna entstandenen Grabeskirche der heiligen Helena,
der Mütter von Konstantin dem Großen, finden wir die
Anwendung kurz gedrungener Hohlsteine mit schlanker Spitze
ils Boden aus gebranntem Thon an Stelle der üblichen
Wölbsteine verwandt. Die 526—547 n. Chr. erbaute alt—
hristliche Kirche San Vitale in Ravenna hat ein Kuppel—
Jewölbe von 15,30 m Spannweite, das aus lauter 36 em
angen, 15 em dicken, außen spiralförmig gerieften, oben
»ffenen, unten trichterförmig zugespitzten Thonrohrstücken
»esteht, die spiralförmig vom Kämpfer bis zum Scheitel des
Hewölbes, Stück für Stück ineinandergesteckt und satt mit
Mörtel ausgegossen, verlegt sind. Die Stärke des Gewölbes
jetzt sich am Kämpfer aus 3, gegen den Scheitel zu aus solchen
2 übereinanderliegenden mächtigen Spiralen zusammen,
vährend die Gewölbezwickel-Hintermauerung aus senkrecht
gestellten wirklichen 66em langen, 24 em dicken cylindrischen
Hohlgefäßen in Form der römischen „Amphoren“ hergestellt
st. Eine ähnliche Gewölbeausführung ist uns noch in der
dirche St. Stephanus, dem früheren Tempel des Fauns
n Rom, erhalten; ebenso ist bekannt, daß die auf der Insel
Rhodus hergestellten Wölbsteine zur zweiten mächtigen
duppel der Sophienkirche in Konstantinopel (die erste war
zurch Erdbeben eingestürzt), die etwa um's Jahr 560 zur
lusführung kam, fünfmal, nach Nachrichten Anderer
wölfmal leichter waren, als die gewöhnlichen Ziegel.
Zahlreiche Beispiele aus Römerbanten in Italien, nament—
lich aber aus solchen ihrer germanischen und fränkischen
Niederlassungen beweisen, daß die Römer schon sehr srühe
in der Herstellung wirklicher Hohlziegeln große Fertigkeit er—
sangt und solche mit besonderer Vorliebe bei ihren Heiz—
inlagen der Bäder und Wohnräume in der mannigfachsten
Weise zur Verwendung brachten, Unsere Museen in Mainz,
Darmstadt, Worms und Wiesbaden enthalten zahlreiche
Beispiele solcher gebrannter römischer Hohlziegel (Heiz—
dacheln). —
Bei den Banwerken im Mittelalter scheinen Hohlsteine
nur in spärlicher Weise zur Verwendung gekommen zu sein.
Wirkliche Hohlsteine aus gebrannkem Thon find in
unserem Jahrhundert zuerst bei'm Hafenbau in Toulon
1819 zur Anwendung gekommen und zwar „Hohlquader“
nit 18 mmn Wandstärke 285522α——4 und 284314 cm
groß. 1824 hatte die holländische Regierung ein Preis—
nusschreiben für beste Herstellung „leichter Bausteine“
erlassen, die für die dortigen Untergrundverhältnisse von
zroßer Wichtigkeit erschienen; eine praktische Erfindung
cheint dieses Ausschreiben jedoch nicht gezeitigt zu haben
Die Kunde der Hohlquaderverwendung in Toulon drang
zuch nach Oesterreich und veranlaßte 1826 den damaligen
Direktor des K. K. polytechnischen Instituts in Wien,
Herrn Prechtl, eine längere Abhandlung über die Anfertigung
der Hohlquader zu schreiben, der 1831 eine warme Empfeh
ung des Architekten Joh. Bapt. von Packh in Pest unter
besonderer Anpreisung der bedeutenden hygienischen
Vortheile, die deren Verwendung im gesammten Haus—
ind Gewerbebau zur Folge habe, folgte.
Im Maiheft 1846 des „Builetin dée la Socièté d'Enereene
 wird darauf hingewiesen, wie namentlich die
Rinesen eine Handfertigkeit in der Töpferkunst erlangt,
            

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