digibus Logo
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Geologischer Exkursionsführer durch Württemberg

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Geologischer Exkursionsführer durch Württemberg

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1532432313942
Titel:
Mitschriften und Skripte von Vorlesungen an der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Mitschriften und Skripte von Vorlesungen
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1532432313942_43
Titel:
Preisaufgaben von [Karl] Frank der Abteilung für allgemein bildende Fächer an der Technischen Hochschule Stuttgart 1895
Autor:
Frank, Karl
Jahrgang/Band:
Bd. 43, 1895
Erscheinungsjahr:
1895
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
UASt 60/43
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Mitschriften und Skripte von Vorlesungen

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geologischer Exkursionsführer durch Württemberg
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Vorbemerkungen
  • I. Geographischer Überblick
  • 1. Schwarzwald
  • 2. Unterland
  • 3. Albgebiet
  • 4. Oberschwaben
  • II. Stratigraphischer Ueberblick
  • Grundgebirge
  • Trias
  • Jura
  • Tertiär
  • Quartär
  • III. Die Exkursionen
  • A. Im Schwarzwaldgebiet (Grundgebirge und Trias)
  • B. Das (fränkische und schwäbische) Unterland (Trias)
  • C. Alb und deren Vorland (Jura)
  • D. Oberschwaben
  • Erklärung der fremdsprachigen Wörter und Namen.
  • Ortsregister
  • Werbung
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

Trias, an die Gryphäenkalke des Lias x, die. Monotisschichten 
des .Lias e, die Austernlager des mittleren Braunjura, an die 
Korallen- und Schwammstotzen im Weißen, die Erminger Turri- 
tellenplatte oder die Steinheimer Schneckensande im Tertiär usw. 
Wenn wir freilich diese Geschöpfe genauer betrachten und 
ihre Schalen und Skelette mit denjenigen heute lebender ver- 
gleichen, so fällt uns sofort ein Doppeltes auf: einmal, daß es fast 
ausschließlich Überbleibsel von Meerestieren sind, mit denen wir 
es zu tun haben, und zum andern, daß eigentlich nicht ein einziges 
derselben mit heutigen Arten vollkommen übereinstimmt. Beides 
hängt freilich in gewissem Sinn wieder zusammen; denn eben 
weil wir es mit einer meerischen Fauna zu tun haben, erscheinen 
uns die meisten dieser Gebilde so ‚seltsam und fremdartig. Oder 
wer von uns Landratten hat je schon das Leben im Meere beob- 
achtet? Ja, wer schon das Glück hatte, ein Seeaquarium zu sehen 
mit lebenden Seeigeln und Seesternen, Tintenfischen und Meer- 
würmern, der wird bald darüber im reinen sein, was er gefunden 
hat, wenn er aus unsern Bergen ähnliche Schalen herausholt; die 
meisten dieser Tiere haben ja ihr Aussehen im Lauf der Zeiten 
kaum wesentlich verändert. Desgleichen, wenn ein Steinbrecher 
eine Muschel oder Schnecke, einen schuppenbedeckten Fisch oder 
ein zierliches Farnblatt im Sandstein oder Schiefer findet, so 
weiß er sofort darüber Bescheid, denn auch der Laie erkennt diese 
Dinge als das, was sie‘sind oder waren. Wie aber, wenn unsern 
Bauern die Scharen von Ammoniten und Belemniten, von Tere- 
brateln und Seelilien, von Korallen und Schwämmen in die Hände 
kommen? Können wir uns wundern, wenn das Volk dabei auf 
allerlei, zum Teil höchst sonderbare Vorstellungen gerät, und diese 
Versteinerungen in seinem Mund oft die wunderlichsten Namen 
erhalten? Zu deuten suchte sich ja auch der gemeine Mann diese 
Vorkommnisse und zwar schon von alters her. Wenn die Indier 
bei den Riesenammoniten an die Wagenräder ihres Gottes Wischnu 
oder die alten Ägypter bei den Steinkernen einer Natica an die 
Hörner des mit einem Widderkopf dargestellten Jupiter Ammon 
dachten, so ist das kaum abenteuerlicher, als wenn unser Volk 
die Belemniten als „Donnerkeile‘*‘ bezeichnet, die bei Gewittern 
vom Himmel fallen. Aber freilich, was soll der Laie mit diesen 
„versteinerten Zigarren‘‘ anfangen, wie einmal einer meiner 
Freunde die Belemniten scherzweise nannte? Wir wundern uns 
nicht, wenn sie schon für erhärteten Katzenurin (daher „‚Katzen- 
steine‘‘) oder für Vogelexkremente (‚,Rabenkegel‘ unseres Volkes) 
gehalten wurden, und wundern uns noch weniger, wenn allerlei 
Aberglauben sich daran hängte. Wir lächeln darüber, aber gewiß
	            		
Q mit Unrecht. Der gemeine Mann sucht für solche Funde eben nach einer Deutung, und zwar auf seine Weise. Er redet daher von versteinerten ‚‚Täubchen‘‘ (Rhynchonellen) oder ‚„Vogel- zungen‘‘ (Haifischzähne). Die glatten glänzenden Pektenschalen nennt er „Öchsenaugen‘, die aufgeklappten Dreieckmuscheln (Trigonien) ‚Schmetterlinge‘; eine große doppelschalige Pinna ‘Steckmuschel) wurde mir in Norddeutschland als „Bärenklaue‘‘ angeboten u. dergl. Aber wer von uns, wer auch von den soge- nannten Gebildeten wird — man halte einmal Umfrage und mache die Probe —, wenn.ihm ein derartiges Stück vor die Augen kommt, sofort die richtige Erklärung dafür geben können? Auch die Küstenanwohner kennen eigentlich nur die Seegeschöpfe, die sie für ihren Haushalt verwerten. Und eine Menge von Tieren wie die Tiefseebewohner bekommt man überhaupt nicht lebend, sondern nur in den zoologischen Sammlungen zu Gesicht. Viele andere aber, deren Reste wir versteinert finden, sind längst aus- gestorben, wie z. B. eben die Ammoniten und Belemniten. Noch mehr muß man acht geben, wenn es sich um sogenannte ‚Naturspiele‘ handelt, d. h. um Steingebilde, unter denen eim mit ein wenig Phantasie begabter Mensch sich alles Mögliche vorstellen kann, die aber durchaus nicht organischen Ursprungs sind. Ja „die Natur spielt manchmal wunderlich‘‘. Ich erinnere in dieser Beziehung nur etwa an die seltsamen Formen, die oft unsere Schwefelkiesbrocken (im Lias und Braunjura) oder Kiesel- knollen (im oberen Weißen) annehmen. Wie oft ist mir schon solch ein Stück als versteinerte Kartoffel oder Birne ins Haus gebracht, so sogar schon ein leibhaftiger ‚„„‚Hase‘*‘ oder ‚Kater‘ gezeigt worden. Sogar ein zu Stein gewordener ‚‚Damenschuh‘‘ hatte sich einmal bei Böhmenkirch gefunden. Und da mag man den Leuten sagen, was man will; in der Regel lassen sie sich’s nicht ausreden, sondern beharren trotz aller Belehrung auf ihrem Wahn. Der Verständige lächelt darüber und weiß genau, um was es sich handelt. Aber man denke daran, wie noch vor hundertfünfzig Jahren selbst in den Kreisen der Gelehrten über ‚„Adlersteine‘“‘ und ‚„„Lößkinder‘ geredet und welch ein Wust von Aberglauben beim Volk mit solchen „‚Naturspielen‘“ getrieben wurde. Um ein solches Gebilde als das zu erkennen, was es ist, oder auch um eine Versteinerung richtig ins zoologische System unterzubringen, dazu gehört schon einige wissenschaftliche Kenntnis, und die muß man sich beilegen, ehe man auf eine geologische Exkursion geht. Vor allem muß man wissen, wie diese Geschöpfe an den Platz gelangt sind, an dem wir sie jetzt hervorholen, und wie der V e r- steinerungsprozeß als solcher vor sich gegangen ist.

Downloads

Downloads

Ganzer Datensatz

METS
TOC
Mirador

Diese Seite

Mirador

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Formate und Verlinkungen

Formate und Verlinkungen

Die Metadaten stehen in verschiedenen Formaten zur Verfügung. Außerdem gibt es Links zu externen Systemen.

Links

DFG-Viewer Mirador

Zitieren

Zitieren

Folgende Zitierlinks stehen für das gesamte Werk oder die angezeigte Seite zur Verfügung:

Ganzer Datensatz

RIS

Zitierempfehlung

Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Suchtreffer

Suchtreffer

Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg
2 / 3
Beilage zu den Jahresheften der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg
Zurück zur Trefferliste Zurück zur Trefferliste

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Kontakt

Haben Sie einen Fehler gefunden, eine Idee wie wir das Angebot noch weiter verbessern können oder eine sonstige Frage zu dieser Seite? Schreiben Sie uns und wir melden uns sehr gerne bei Ihnen zurück!

Wie lautet die vierte Ziffer in der Zahlenreihe 987654321?:

Hiermit bestätige ich die Verwendung meiner persönlichen Daten im Rahmen der gestellten Anfrage.