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Erläuternder Text (Textband)

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Public Domain Mark 1.0. You can find more information here.

Bibliographic data

fullscreen: Erläuternder Text (Textband)

Collection Object

Persistent identifier:
1535543899932
Title:
Praktische Baustil- und Bauformenlehre
Sub title:
auf geschichtlicher Grundlage; drei Bände systematischer Abbildungen nebst kurzen Erläuterungen, als Stoff für den Unterricht und für Übungen an technischen Schulen, sowie zum Selbststudium
Author:
Egle, Joseph von
Persons:
Egle, Joseph von
Publisher:
Konrad Wittwer
Place of publication:
Stuttgart
Year of publication:
1916
Language:
german
Physical location:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Shelfmark:
1Ka 242
Structure type:
Multivolume work
License:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Collection Object

Persistent identifier:
1535543899932_Text
Title:
Erläuternder Text
Author:
Fiechter, Ernst Robert
Volume:
Textband
Publisher:
Wittwer
Place of publication:
Stuttgart
Year of publication:
1916
Extent:
146 Spalten
Language:
german
Structure type:
Volume
Physical location:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Shelfmark:
1Ka 242-Text
License:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Collection:
Monographs

Collection Object

Title:
Dritter Band. Gotische Baukunst.
Structure type:
Chapter

Collection Object

Title:
Abteilung VIII. Gotik. (12. - 15. Jahrhundert).
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Praktische Baustil- und Bauformenlehre
  • Erläuternder Text (Textband)
  • Cover
  • Prepage
  • Title page
  • Erster Band. Baustile des Altertums, hauptsächlich der Griechen und Römer.
  • Zweiter Band. Baustile vom 4. bis 13. Jahrhundert.
  • Dritter Band. Gotische Baukunst.
  • Abteilung VIII. Gotik. (12. - 15. Jahrhundert).
  • Orts- und Sachverzeichnis.
  • Colour checker
  • Cover

Full text

Dritter Band. 
Gotische Baukunst 
Abteilung VIII. Gotik. (12.—15. Jahrhundert.) 
Tafel 1. Frühgotische Abteikirche zu 
S. Yved zu Braisne (etwa 1189—1216). 
Diese Kirche ist eines der wenigen Bei 
spiele der französischen Frühgotik, das bis in 
unsere Zeit erhalten geblieben ist, ein Werk aus 
einem Guß, das die volle Sicherheit des Stiles 
zeigt. Was ist nun das Neue, worin liegt 
der Wesensunterschied zum Romanischen? Das 
Gotische wird vielfach als eine folgerichtige 
Weiterentwicklung des Romanischen bezeichnet, 
und in der Tat besitzt fast jede gotische Form 
romanische Vorläufer. Aber diese Erklärung ge 
nügt nicht und ist nicht ganz zutreffend. Es 
ist etwas Neues, Eigenes, das zu der grundsätz 
lichen Umstimmung führt, ein Grundgedanke, 
der offenbar aus ganz anderer Wurzel erwachsen 
ist als der, welcher den romanischen Stil ge 
zeugt hat. 
Wir sahen in der romanischen Periode den 
schweren Kampf, den die Vorstellung vom Raum 
mit der Konstruktion der Gewölbe führen mußte. 
Die vielfältigen Versuche von Einwölbungssystemen 
führten zu ganz verschiedenen Typen: Tonnen 
gewölbe, sechsteilige und Kreuzgewölbe. Das 
Grundlegende für die Gotik war nun, daß einmal 
in einem Landstrich Nordfrankreichs die Frage 
gründlich angepackt wurde, wie das Kreuzgewölbe 
konstruktiv zu verbessern sei, während man sich 
in Burgund und in Westdeutschland mit dieser 
Aufgabe nie so ernsthaft befaßt hatte. Die Er 
findung der Kreuzrippen, die in Frankreich in 
der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts gemacht 
worden ist, und die Anwendung des Spitzbogens 
haben zu der gewaltigen Entwicklung des Gewölbe 
baues geführt. Man erkannte, daß bei der Ver 
wendung von Rippen die Last der Kappen auf 
die Gurt- und Diagonalrippen übertragen werden 
konnte, und daß dann die vertikalen Gewölbe 
stützen die Hauptträger wurden, die Schildwände 
also entlastet waren. Die Anwendung des Spitz 
105 
bogens im Gewölbe brachte den Vorteil, daß die 
Pfeilerabstände von verschiedener Spannweite mit 
Spitzbögen in gleicher Höhe überwölbt werden 
konnten. Man brauchte also nicht mehr die qua 
dratische Grundfigur wie im romanisch gebundenen 
System, sondern konnte nun über beliebige Rechteck 
formen, aber auch über polygonale und freiere 
Grundfiguren ein Rippengewölbe spannen. So 
wurde wieder ein Einjochsystem möglich an Stelle 
der romanischen Anordnung, wo zwei seitliche 
Kreuzgewölbequadrate einem großen Mittelschiff 
quadrat entsprachen. Damit fiel auch die Grup 
pierung der Pfeiler dahin und die ganze Zwei 
teilung der Schildwände. Aus der Gruppierung 
wurde die einfache Reihung. Aber noch ein Drittes 
kam hinzu: das Strebewerk. War schon im 
Gewölbe die Trennung von tragenden Rippen und 
abschließenden Kappen durchgeführt, so wurde die 
Spaltung des Baukörpers noch weiter entwickelt in 
der Trennung der Pfeiler und Stützen von den Um 
fassungswänden des Raumes. Schon die Römer und 
die Byzantiner kannten die Strebepfeiler und Bögen. 
Es war also keine neue Erfindung. Aber hier in Frank 
reich wurde sie zuerst mit voller Folgerichtigkeit an 
gewandt und immer weiter entwickelt. Diese Strebe 
pfeiler übernahmen den Schub des Gewölbes, wäh 
rend den Jochpfeilern nurdie vertikale Last überlassen 
blieb. Die Wände waren nun vollkommen entlastet, 
sie hatten gar keine andere Funktion mehr, als zur 
Längsversteifung der großen Gewölbepfeiler und 
als Raumabschluß zu dienen. Sie konnten nun 
ganz durchbrochen werden mit großen Fenstern. 
Die Vereinigung dieser drei konstruktiven Grund 
lagen: Kreuzrippen, Spitzbogen, Strebewerk, führt 
zur Entwickelung des gotischen Bauwerks. Im 
Romanischen lag die Hauptaufgabe in der Bewäl 
tigung der Raumgruppierung, ln der Gotik siegt 
die konstruktive Form. Das haben zuerst klar und 
deutlich Dehio und Bezold ausgesprochen,nach 
dem viele vorausgegangen sind, welche die Ent- 
106
	        

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