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Württembergische Künstler in Lebensbildern

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Volltext: Württembergische Künstler in Lebensbildern

Monografie

Persistenter Identifier:
1537772834592
Titel:
Die Königlich Württembergischen Staatseisenbahnen
Untertitel:
Rückschau auf deren Erbauung während der Jahre 1835-1889 unter Berücksichtigung ihrer geschichtlichen, technischen und finanziellen Momente und Ergebnisse
Autor:
Morlok, Georg von
Verleger/Verlag:
Deutsche Verlags-Anstalt
Erscheinungsort:
Stuttgart, Leipzig, Berlin, Wien
Erscheinungsjahr:
1890
Umfang:
VIII, 234 Seiten
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Monografie
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
1Ma 315
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Kapitel

Titel:
IV. Bauperiode
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Rückblick auf die vierte Periode
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Literarische Streifzüge durch die Entwicklung der europäischen Gesellschaft
  • Einband
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Aus alter Zeit
  • Einleitung
  • Märchen
  • Fahrende Leute
  • Walter von der Vogelweide
  • Parzival
  • Die Bürgerliche Dichtung
  • Die religiöse Bewegung
  • Bauerngeschichten
  • Erwachen und Kampf
  • Einleitung
  • Dante
  • Boccaccio
  • Hutten
  • Don Quichote
  • Shakespeare
  • Der Simplizissimus
  • Robinson
  • Swift
  • Das Jahrhundert des Bürgertums
  • Einleitung
  • Tobias Smollet
  • Henry Fielding
  • Lawrence Sterne
  • Voltaire
  • Diderot
  • Rousseau
  • Lessing
  • Herder
  • Möser
  • Hebel
  • Johann Georg Forster
  • Seume
  • Europas Gesellschaft im Roman des neunzehnten Jahrhunderts
  • Einleitung
  • Stendhal-Beyle
  • Balzac
  • Zola
  • Gottfried Keller
  • Wilhelm Raabe
  • Theodor Fontane
  • Die Brüder Mann
  • Gogol
  • Dostojewski
  • Tolstoi
  • Gesellschaftskritik im neunzehnten Jahrhundert
  • Vorrede: Das Drama
  • Kleist
  • Georg Büchner
  • Hebbel
  • Ibsen
  • Gerhard Hauptmann
  • Bernhard Shaw
  • Proletarier und Revolutionäre
  • Einleitung
  • Heine
  • Walt Whitman
  • Romain Rolland
  • Charles Louis Philippe
  • Alfred Döblin
  • Knut Hamsun
  • Wladimir Korolenko
  • Jack London
  • Bibliographie
  • Farbinformation

Volltext

und die Länder der Sterne“ genossen, ohne an die drunten 
im Bauche des Schiffes, ohne an die hungernden Proletarier 
Englands und Frankreichs anders zu denken, als mit dem 
flüchtigen Bedauern eines träumenden Genießens. 
En —— 
VOLTAIRE 
Denn ich bin ein Mensch gewesen, 
und das heißt, ein Kämpfer sein. 
Wir alle kennen Voltaire von der Schule her. Da erfuhren 
wir, daß er ein gottloser Spötter und Witzbold war, daß 
Friedrich der Große ihm seine Gunst geschenkt habe und 
mit schmählichem Undank belohnt sei — ich wunderte mich 
immer höchlichst darüber, wieso Friedrich sich mit solchem 
Schufte überhaupt abgegeben —, und daß er die französische 
Revolution mitverschuldet habe. Da die französische Revo- 
lution so ziemlich als die Herrschaft des Antichrist auf 
unseren Schulen geschildert wurde, war Voltaire dadurch 
gerichtet und verdammt. Wenn man später Lessings Ham- 
burger Dramaturgie las, so erfuhr man noch, daß er ein 
schlechter Theaterdichier war. Und Schillers bitterböses Ver- 
teidigungsgedicht für seine Jungfrau von Orleans gegen die 
Voltairesche Pucelle stempelte ihn ein für allemal: „Krieg 
führt der Witz auf ewig mit dem Schönen, er glaubt nicht 
an den Engel und den Gott“. Unsere Deutschnationalen und 
Völkischen nehmen daher den „Spötter‘“, den „Affen‘, den 
„frivolen“ Voltaire gern als Typus der so heißgehaßten und 
so wenig gekannten Franzosen. Natürlich haben sie nicht 
Recht damit, aber merkwürdig viel Wahrheit steckt doch in 
dieser Ansicht, die Voltaire. als‘ den Urfranzosen hinstellt. 
Und es ist eine für Frankreich recht ehrenvolle Wahrheit. 
Kein großer. Mann ist typisch für sein Volk, wäre er das, 
wir hätten eine andere Welt. Denn die Eigenschaften, die 
den großen Mann machen, Erkenntniskraft, Wille und Leiden- 
102
	            		
schaft, sind Ausnahmeeigenschaften, welche immer eine Aus- nahmestellung schaffen. Aber typisch für ein Volk und eine Gesellschaft ist es, wie sie ihre großen Männer aufnimmt und wertet. Insofern ist Voltaire und die Geschichte seiner Wirk- samkeit typisch für das Frankreich des 18. Jahrhunderts, das Frankreich der Vorrevolution, und insofern ist Voltaire eine Ehre für Frankreich. Dies Frankreich Voltaires stand am Ende einer glänzenden Epoche. Ludwig XIV. hatte die kluge Politik seiner Vorgänger zur Vollendung geführt, diese Politik eines erobernden Absolutismus. Alle Macht war in den Händen eines einzigen vereinigt, der Staat war der Monarch. Darum war die Macht des stolzen französischen Adels gebrochen in sehr blutigen Bürgerkriegen. Zur Entschädigung hatte er all seine Feudal- rechte über die verarmte und völlig entrechtete Bauern- schaft behalten, er war von allen Steuerlasten befreit und hatte das Vorrecht des Hofdienstes, der militärischen Karriere und der Zivilämter. Er war mächtig, glänzend, reich — durch den König. Und nachdem das Königtum sich den Adel umgeschaffen hatte in eine von ihm allein abhängige Schutz- garde, gewann es die mächtige Bundesgenossenschaft der katholischen Kirche. Die größten und erfolgreichsten Minister der „allerchristlichsten‘“ Könige waren römische Kardinäle. Sie brachten alle Erfahrungen der Kirchenherrschaft für ihre politische Arbeit mit, und sie unterwarfen in den ketzerischen Hugenotten die letzten rebellierenden Feudalherren. Das Edikl von Nantes war ebenso wie die Bartholomäusnacht vor allem eine politische Maßnahme des absoluten Souveräns, der zur militärischen und Verwaltungseinheit die Einheit der Ueberzeugung bei seinen Untertanen fügte. Die so gesammelte Macht des Herrschers ward in einer rücksichtslosen Gewaltpolitik nach außen gewandt. Frank- reich wurde an Spaniens Stelle die erste Macht des europä- ischen Kontinents, die führende Macht auch in allen Kultur- fragen. Die Sprache, die Sitte, die Kunst des französischen 103

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