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Geschichte der Stadt Stuttgart

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Geschichte der Stadt Stuttgart

Monografie

Persistenter Identifier:
1539677015647
Titel:
Geschichte der Stadt Stuttgart
Untertitel:
auf die Einweihung ihres neuen Rathauses herausgegeben von den Bürgerlichen Kollegien im April 1905
Autor:
Hartmann, Julius
Verleger/Verlag:
Kommissions-Verlag von Felix Krais
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1905
Umfang:
260 Seiten
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Monografie
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
1Ka 228
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Kapitel

Titel:
Geschichte der baulichen Entwicklung
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Das 19. Jahrhundert
Autor:
Schuhmann, D. J.
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte der Stadt Stuttgart
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Überblick über die Geschichte der Stadt
  • Stuttgart im Mittelalter, in der Grafenzeit
  • Stuttgart vom sechzehnten Jahrhundert bis ins neunzehnte
  • Stuttgart vom Jahr 1816 bis zur Gegenwart
  • Geschichte der städtischen Verwaltung
  • Bis ins 16. Jahrhundert
  • Vom 16. bis ins 19. Jahrhundert
  • Im 19. Jahrhundert
  • Anhang
  • Geschichte der wirtschaftlichen Entwicklung
  • Geschichte der baulichen Entwicklung
  • Bis ins 18. Jahrhundert
  • Das 18. Jahrhundert
  • Das 19. Jahrhundert
  • Rückblick
  • Der Rathausbau
  • Rathaus Stuttgart. Fundament und Keller. Grundriss
  • Rathaus Stuttgart. Untergeschoss. Grundriss
  • Rathaus Stuttgart. Erdgeschoss. Grundriss
  • Rathaus Stuttgart. 1. Obergeschoss. Grundriss
  • Rathaus Stuttgart. 2. Obergeschoss. Grundriss
  • Rathaus Stuttgart. 3. Obergeschoss. Grundriss
  • Rathaus Stuttgart. Vorderfront. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Hinterfront. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Hauptportal. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Portal an der Hirschstraße. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Portal an der Eichstraße. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Portal an der Küferstraße. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Ratskeller. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Küche. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Weinlagerkeller. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Eingangshalle. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Hofansicht nach der Armsünderkapelle. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Wandhalle im 1. Stock. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Sitzungssaal im 1. Stock. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Arbeitszimmer des Oberbürgermeisters. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Kommission-Sitzungssaal. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Gemeinderat-Sitzungssaal. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Vorsaal. Ansicht
  • Rathaus Stuttgart. Festsaal. Ansicht
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

Dritter Abschnitt. 
Das neunzehnte Jahrhundert. 
fiuedricb, der den 1803 erlangten Kurfiirftenbut am 1. Januar 1806 mit der Königs- 
Krone vertauscht Hatte, gab sich alle Mühe, seiner Refiden? den der neuen öliirde seines 
Hauses und der Stellung seines Landes entsprechenden Glanz zu verleihen. Oie Lore 
wurden hinausgerückt, die beengenden Mauern niedergelegt, Stadtgräben aufgefüllt, die 
Verblendung der Häuser, steinerne Unterftocke auch für die Debenstraßen, die Herstellung von Geh 
steigen angeordnet. Rber die alten Gaffen wurden dadurch nicht breiter, daß sie 1811 die Be 
zeichnung „Straßen“ und großenteils neue Damen, die besser klingen sollten, erhielten. Mohl ge 
wann die Stadt an Ausdehnung: die Königstraße wurde bis zu dem aus der eßlingerftraße bie- 
ber versetzten Königstor verlängert, die Schloß-, friedriebs-, Kronen- und Cbarlottenftraße samt 
dem gleichnamigen Platz angelegt, der Holzmarkt (ödilbelmsplatj) geplant, die obere Deckar- 
ftraße und die Paulinenstraße begonnen, die Schellenwette auf dem postplat? zugeworfen und 
dieser damit erweitert, der Ausbau anderer Stadtteile, besonders der Cübinger Vorstadt, ge 
fördert. Allein die neuen Straßenzüge füllten sich bei den andauernden Kriegsläufen nur lang 
sam mit Häusern, obwohl die Bauunternehmer längere Steuerfreiheit, das Bürgerrecht kosten 
los, Bauholz und Bausteine unentgeltlich zugesichert erhielten. Oer Adel sollte sich in die Stadt 
ziehen, deshalb bekamen seine Mitglieder den Befehl, drei Monate des Jahres in Stuttgart zu 
zubringen. Aber die „Vasallen", wie der König Tie nannte, im ganzen nicht sehr begütert und 
durch die Mediatisierung verstimmt, bezeugten um so weniger Luft, sich in der Hauptstadt nieder 
zulassen, als Friedrich alle höheren Staatsämter mit ausländischen 6delleuten besetzte (S. 49). So 
nahm der König den Ausbau der früheren Ludwigsburger-, jetzt unteren Königstraße selbst in die 
Hand, indem er 1805 von der Solitude den „großen Stall“, den jetzigen Marltall, und 1808 
die evangelische Hofkirche, jetzt katholische Eberhardskirche (eingeweiht 1811) dorthin versetzte. Da 
die Hofkapelle im Alten Schloß für den erweiterten Hofstaat nicht mehr zureichte, so ließ er 
1807 durch Lhouret die frühere Akademiekirche zur Schloßkirche einrichten. Dem fflarftall gegen 
über baute er in demselben Jahr den Offijierspavillon, im Erdgeschoß mit Hallen für die Hof 
wagen, in den oberen Stockwerken mit Mohnungen für die Offiziere der Garde. Unter König 
Milhelm befand sich hier die berühmte Gemäldesammlung der Gebrüder Boifferee, die 1827 nach 
München Karn. Dann berbergte das Gebäude die Realschule, von 1829—64 das neugegründete 
Polytechnikum, später das Real- und das Karlsgpnmafium, bis es von der 1869 gegründeten 
Kunstgewerbeschule bezogen wurde. 1807—11 entstand in der Decbarftraße, im Vorgarten des 
jetzigen Bibliothekgebäudes, das Jnvalidenhaus, das unter König Milhelm I. die öffent- 
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