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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1978, Jg. 10, H. 37-42)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

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Rechte vorbehalten - freier Zugang
Das Werk ist durch das Urheberrecht und / oder verwandte Schutzrechte geschützt, aber kostenfrei zugänglich. Die Nutzung, insbesondere die Vervielfältigung, ist im Rahmen der gesetzlichen Schranken des Urheberrechts oder aufgrund einer Einwilligung des Rechteinhabers erlaubt.

Bibliografische Daten

Inhalt / Download: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1978, Jg. 10, H. 37-42)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1554117854977
Titel:
Jahresberichte der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule Stuttgart
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1554117854977_J1907
Titel:
Bericht der Königlichen Technischen Hochschule in Stuttgart für das Studienjahr 1907/08
Jahrgang/Band:
1907
Erscheinungsjahr:
1907
Sprache:
und
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Kapitel

Titel:
Jahres-Bericht
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Statistik der Studierenden
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1978, Jg. 10, H. 37-42)
  • Heft 37: Der Tod der Architektur
  • Inhaltsverzeichnis
  • Schwerpunkt: Der Tod der Architektur und die Antwort der Architekten
  • Zu diesem Heft: Der "Tod der Architektur" und die Antworten der Architekten
  • Die Kritik der Architektursprache und die Sprache der Architekturkritik. (L'Architecture dans le Boudoir)
  • Tendenzen der gegenwärtigen Architekturdiskussion
  • "Arch+"? Über das Verhältnis von Ästhetik und Objektplanung
  • Entwerfen mit Invarianzen und Vorstellungsbildern. Thesen zur "Rationalen Architektur"
  • Focus: Zur Rolle der Typologie
  • Zur Geschichte der Entwurfsorganisation
  • Tagungsberichte
  • Rezension
  • Zur Diskussion
  • Heft 38: "Amerikanisierung" der Städte?
  • Heft 39: Eine Zukunft für den Raum?
  • Heft 40/41: Perspektiven der Aneignung
  • Heft 42: Ende des Massenwohnungsbaus?

Volltext

meinsam Umbau und Modernisierung, dis- 
kutieren und kalkulieren Alternativen; in 
Stadtteilen werden Beratungsbüros als An- 
laufstellen für Stadtbewohner eingerichtet 
und mit Planeradvokaten und Stadtteilbe- 
auftragten besetzt. Die Beispiele ließen 
sich vermehren, doch führt eine genauere 
Betrachtung schnell wieder zu unbequemen 
Fragen nach den materiellen Abhängigkei- 
ten und der objektiven Lage der beteilig- 
ten Architekten zurück, Diese Fragen sind 
allenfalls durch ein Ausweichen in andere 
Bereiche künstlerischer Praxis oder in die 
ätherischen Höhen ästhetischer Diskussio- 
nen zu umgehen, die als theoretische Klä- 
rungsversuche jedoch ebenso schillernd 
bleiben wie die praktischen Ansätze in die- 
sem Bereich. Auf einem kurzen Umweg 
über solche Ausweichversuche soll dennoch 
kurz angezeigt werden, daß auch die — 
meist nur literarischen — Klimmzüge ‚avant- 
gardistischer' Kunstpraxis und -theorie al- 
lenfalls Richtungen, aber keine Auswege 
aus dem Dilemma beruflicher Realitäten 
weisen, zumal das alle Lebensbereiche 
durchdringende System des Warentauschs 
in fast allen Feldern künstlerischer Produk- 
tion vergleichbare Probleme stellt. 
Abkürzung auf Umwegen 
Um gegenüber der affirmativen Warenä- 
sthetik-Produktion auch in der Architektur 
alternative Praxisansätze zu klären und 
theoretisch zu legitimieren, wird in der 
neueren Architekturdiskussion auf Positio- 
nen Bezug genommen, die in anderen Be- 
reichen künstlerischer Tätigkeit vorfor- 
muliert wurden, in denen der Weg vom 
„Kunstwerk zur Ware’ 14), in Design und 
Massenkultur bereits zu akzentuierteren 
Stellungnahmen führte als in der engen 
Provinz der Architekturkritik. 
Nachdem über Jahrzehnte das ideologie- 
kritische Lamento über Kulturindustrie 
und Massenbetrug den Ton angab, zeichnet 
sich auch hier eine Polarisierung ab: Auf 
der einen Seite wird die ‚materialistisch’ 
rehabilitierte Autonomie der Kunst zum 
Hort subversiver Gegenerfahrung erklärt. 
Ganz im Sinne einer bürgerlich-idealisti- 
schen Kunstbetrachtung und traditionell- 
normativen Ästhetik wird das auratische 
Kunstwerk wieder zum Bild des Wahren 
und Guten, das die Träume und Hoffnun- 
gen auf eine bessere Welt in der Erstarrung 
lebendig hält und damit zum „Sprengsatz” 
15) im System kapitalistischer Integrati- 
onsmechanismen werden kann. Der Rück- 
zug in den elfenbeinernen Turm der Kunst 
wird zur unerkannten Guerillatätigkeit 
verklärt, durch die der einsam produzie- 
rende Künstler den revolutionären Geist 
der Utopie belebt. 
Während die künstlerische Formulierung 
subversiver Gegen-Erfahrung somit als in- 
ner-ästhetisches Problem eine emanzipato- 
rische Differenz zwischen Kunst und Le- 
ben voraussetzt und eine deutliche Absage 
16) an kulturrevolutionäre Strategien be- 
deutet, wie sie insbesondere seit dem Pari- 
ser Mai 1968 in Europa diskutiert wurden, 
wird auf der anderen Seite vorgeschlagen, 
„auf jenen Lern- und Emanzipationsprozeß 
hinzuwirken, den Künstler bei Nicht-Künst- 
lern, bei Rezipienten als künftigen präexi- 
stenten Produzenten auslösen können” 17) 
— Vorschläge zur Entwicklung einer opera- 
tiven Ästhetik, die an Traditionen der sur- 
realistischen und,proletarischen‘ Kunstpra- 
xis aus dem ersten Drittel dieses Jahrhun- 
derts anzuknüpfen und zugleich die Ver- 
bindung zu aktuellen politischen Bewegun- 
gen herzustellen versuchen. Mit Hinweis 
auf Positionen von Brecht 18), Benjamin 
19) und Tretjakow 20) werden Konzepte 
einer politisierten Produktionsästhetik entwor 
fen: Danach sollen nicht allein durch Kunst- 
Werke und die darin vergegenständlichten 
Sinnbezüge system-alternative Erfahrungen 
vermittelt werden, sondern allererst durch 
Formen alternativer Lebenspraxis, durch 
die „Kunst als Mittel zum Erlernen histo- 
rischer Prozesse, zum Einüben von Erkennt- 
nis und Phantasietätigkeit, zur Versinnli- 
chung des Differenzwissens zum Status 
quo instrumentalisiert ist und sich in per- 
manenten Einstellungswechsel zur gesell- 
schaftlichen Realität manifestiert”’. 21) 
Durch subversive Aktion sollen in einer 
„transformierten Alltäglichkeit’” Gegen- 
Erfahrungen gemacht werden, indem abge- 
schliffene Beziehungen und Alltagserfah- 
rungen neu thematisiert, erfaßt und verar- 
beitet werden, um im Bruch der abstum- 
pfenden Alltagsroutine Momente alterna- 
tiver Lebensweisen und Bedürfnisbefriedi- 
gung aufscheinen zu lassen. In diesem dy- 
namisierten Ästhetik-Konzept gewinnt 
somit auch der Begriff des Werkes neue Be- 
deutung: „Der Terminus ‚Werk’ bezeichnet 
auf geistiger Ebene keinen Kunstgegen- 
stand mehr, sondern eine Tätigkeit, die er- 
kannt wird, die erfaßt wird, die ihre eige- 
nen Bedingungen reproduziert, die sich 
diese Bedingungen und ihre Natur (Körper, 
Wunsch, Zeit, Raum) aneignet, die zu ih- 
rem Werk wird. Auf der gesellschaftlichen 
Ebene bezeichnet dieser Ausdruck die Tä- 
tigkeit einer Gruppe, die ihre Rolle und ihr 
gesellschaftliches Schicksal in die Hand und 
in die Pflege nimmt, mit anderen Worten 
Selbstverwaltung. ”” 22) Bezogen auf den 
derzeitigen Zustand der bildenden Kunst 
will — bei aller Programmatik — keiner der 
beiden „subversiven Brüder” 23) so recht 
überzeugen: Angesichts der mageren Zeug- 
nisse neuer „auratischer’ Kunstwerke 
führt die Beschwörung des emanzioatori- 
schen Gehalts der Transzendenz der Kunst 
zu einem eher melancholisch-retrospekti- 
ven Kunstverständnis, das zudem ein Pri- 
vileg der ‚Kenner‘ bleibt, deren soziale La- 
ge eine Zündung dieses „Sprengsatzes’” 
kaum geraten erscheinen läßt. Auf der an- 
deren Seite bleibt die proklamierte Trans- 
formation der Alltäglichkeit nur deren zy- 
nische Parodie, solange sie nicht Moment 
einer verbindlichen gesellschaftlichen Pra- 
xis wird: „Diese Kritik trifft für sehr viele 
Manifestationen der künstlerischen Avant- 
garde zu, die als ‚Spielstraße‘, als ‚begeh- 
bare Plastik’ als ‚singing sculptures’, als 
Spielautomat, als Demonstration von rea- 
len Veränderungsprozessen ( .. ), durch 
die Thematisierung des Sozialen (ein Er- 
eignis, ein von Umweltverplanung bedroh- 
ter Baum, eine Kleinstadt usw. werden zum 
Kunstwerk erklärt) oder im Happening, 
dem Nouveau Realisme (...) und in der 
Concept Art sich häufig mit den fremden 
Federn der Alltäglichkeit geschmückt ha- 
ben.” 24) Während in ästhetischen Theorie- 
Konzepten elaboriert formuliert wird, was 
praktisch so schlecht gelingen will — einer- 
seits die ‚Systemtranszendenz’ von Kunst- 
werken und kulturellen Traditionen, ande- 
rerseits die ‚Transformation der Alltäglich- 
keit’ durch künstlerische Aktion zu gesell- 
schaftlicher Wirksamkeit zu bringen —, bie- 
ten die sozialen Auseinandersetzungen in 
Bereichen von Architektur und Städtebau 
vielfältige Beispiele in beiderlei Richtung: 
nur allerletzt von den Handelnden selbst 
als Probleme der Ästhetik verstanden. So 
ging es etwa bei den Kämpfen gegen den 
Abriß innerstädtischer Gründerzeitvillen 
allererst um die Erhaltung von Wohnraum, 
doch waren damit zugleich soziale und 
räumliche Qualitäten gemeint, die sich 
selbst durch ausreichend billige und verfüg- 
bare Wohnfläche in den Vorstadtsiedlungen 
nicht hätten ersetzen lassen: Die wachsen- 
de Sensibilisierung für den Gebrauchswert 
historischer Bauten, für die darin vergegen- 
ständlichten Sinnbezüge und Aneignungs- 
möglichkeiten sowie ein erwachendes 
(Stadt-) Geschichtsbewußtsein 25) zeugen 
durchaus von der „‚Sprengwirkung” kultu- 
reller Traditionen, deren anschauliche 
Glücksversprechen entweder vernichtet 
oder zur Lockfunktion beim Warentausch 
mißbraucht werden. Die Erhaltung der 
Stadtstruktur a/s Substitut einer verlore- 
nen kollektiven Identität wird zum Politi- 
kum. 
Einseitig war bisher vor allem die Ver- 
marktung dieser neuen Empfindsamkeit 
hervorgehoben worden: der auf dem Nähr- 
boden bürgerlichen Sentiments aufblühen- 
de Altwarenhandel der Kulturindustrie 
und seine Vereinnahmung für politisch- 
restaurative Tendenzen. Demgegenüber 
werden jedoch die Grenzen der Vereinnah- 
Mung sichtbar, sobald nicht nur die bloße 
Erhaltung zwecks kontemplativer Kunst- 
Betrachtung, sondern auch die gesellschaft- 
liche Nutzungsbestimmung der geretteten 
Hüllen zum Gegenstand politischer Forde- 
rungen wird, wenn etwa in leerstehenden 
Villen, Fabriken und Krankenhäusern Treff- 
1C
	        

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