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Biologie und Bauen Teil 3 = Biology and Building Part III (IL6, 1973)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

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Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Metadaten: Biologie und Bauen Teil 3 = Biology and Building Part III (IL6, 1973)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1554189511460
Titel:
Deutsche Konkurrenzen
Erscheinungsort:
Leipzig
Erscheinungsverlauf:
18XX
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1554189511460_1905_06
Titel:
Deutsche Konkurrenzen
Autor:
Neumeister, Albert
Jahrgang/Band:
1905/06, Bd. 19, H. 217/228
Erscheinungsort:
Leipzig
Erscheinungsjahr:
1905/06
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/493.4-19,1905/06
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 1
Strukturtyp:
Ausgabe

Illustration

Titel:
Tafeln
Strukturtyp:
Illustration

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Mitteilungen des Instituts für Leichte Flächentragwerke (Il), Universität Stuttgart = Information of the Institute for Lightweight Structures (Il), University of Stuttgart / Universität Stuttgart
  • Biologie und Bauen Teil 3 = Biology and Building Part III (IL6, 1973)
  • Einband
  • Rot-Grün-Brille (3D)
  • Titelseite
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis / Contents
  • Vorwort / Foreword
  • Das IL und die Biologie / IL and Biology
  • Trajektorielle Strukturen im Stützapparat; Strukturänderungen durch funktionelle Anpassung / Trajectoral structures in the supporting apparatus; structural remodeling due to functional adaptation
  • Die Spinnen und ihre Netze / Spiders and their webs
  • Strukturanalysen pflanzlicher Organe / Structural analysis of plant organisms
  • Archaitecture / Archaitecture
  • Zum Problem Darstellung von Formen / The problem of form presentation
  • Anaglyphendrucke / Anaglyphic prints
  • Geometrische Bestimmung der Form eines Minimalflächen-Seifenfilms zwischen einem Kreisring und einer Schlaufenförmigen inneren Unterstützung / Geometrical definition of the form of a minimal surface soap film between a circular area, and pearshaped internal support
  • Photogrammetrische Vermessung dünner Seifenhäute / Photogrammetric determination of the shape of thin soap membranes
  • Räumliche Perspektive Darstellung von Bauwerken durch automatisch gezeichnete Anaglyphenbilder / Three-dimensional perspective representation of structures using automatically drawn anaglyphs
  • IL-Publikationen / IL-Publications
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

DAS IL UND DIE BIOLOGIE 
Wir werden täglich gefragt, warum wir uns mit der 
Biologie abaeben. In Stichworten einige Grunde: 
Jedes materielle Objekt hat die Fähigkeit, Kräfte 
weiterzuleiten. 
Wir studieren die Fähigkeit zur Weiterleitung von 
Kräften, abhängig von Form, Material und Belastungs- 
art und zwar bei allen Objekten der toten und 
lebenden Natur, der Technik und Kunst 
Wir erarbeiten uns ein Ordnungssystem um alle 
"Konstruktionen" des Mikro- und Makrokosmos zu 
erfassen . 
Wir suchen die Formen von Leichtkonstruktionen, also 
Objekte, die bei geringer eigener Masse Kräfte 
übertragen können. 
Wir untersuchen die Prozesse, die die Formen in allen 
Bereichen prägen. Diese Prozesse sind in der toten 
Natur äußerst verschieden von denen der lebenden 
Natur und auch von denen der Technik. Der formende 
Prozess der lebenden Natur wird geprägt durch 
Evolution, durch Zufall und Auslese. Jedes lebende 
Objekt ist ein Produkt jahmillionenlanger Auslese. 
Es ist weitaehend frei von menschlicher Manipulation. 
Wie jedes materielle Objekt hat auch jedes lebende 
Objekt die Fähigkeit, Kräfte weiterzuleiten. Fast 
ausnahmslos ist der Aufwand an Masse gering. Wie 
zumeist leicht meßbar nachzuweisen , sind fast alle 
Objekte der lebenden Natur Leichtbaukonstruktionen 
und ebenso fast ausnahmslos äußerst kompliziert. 
Obwohl es offensichtlich nur wenige Bauprinzipien 
(wie Gehölze, Skelette, Schalen) gibt, sind sie im 
Einzelnen zumeist schwer zu analysieren. 
Wir studieren die Objekte der lebenden Natur ohne 
Hinblick auf eine Übertragbarkeit in die Technik. Wir 
haben keine Absicht, durch Nachahmung von Bau- 
prinzipien der lebenden Natur neue Leichtstrukturen 
zu finden. Es hat sich gezeigt, daß die Bauprinzipien 
der lebenden Natur dann erkannt werden können, wenn 
die technische Entwicklung bereits Analogien gestattet , 
wenn also das Wissen zum Erkennen da ist. So zeigen 
yns die Bioloaen nicht etwa die Konstruktion der 
}ebenden Objekte, sondern erwarten von uns eine 
Analyse auf Grund unseres Wissens. 
Die Beobachtung der Objekte der lebenden Natur ist 
für Architekten und Ingenieure zugleich ein gutes 
Training, die unendliche Mannigfaltigkeit der Formen 
aber auch jener Prozesse kennenzulernen, die Formen 
bilden und davon auch wiederum das Prozesshafte in 
der Technik zu erlernen. 
Es gibt nur äußerst wenige technische Konstruktionen, 
die nachweislich hervorragende Leichtbaustrukturen 
sind. Es fehlt noch das grundlegende Wissen zur 
Optimierung der Form im Hinblick auf minimalen 
Massebedarf bei typischen Belastungen. Technische 
Strukturen sind in großem Maße manipuliert durch den 
Willen des Erfinders, wobei der Stand der jeweiligen 
technischen Bildung und ästhetischer Gestaltungswille 
direkt oder indirekt Einfluß haben, Technische Objekte 
werden aber auch ebenso wie die Objekte der 
Biologie durch Evolution und Auslese geprägt. 
Jede Formanalyse bedingt den Versuch, den Anteil an 
willkürlicher oder unbewußter Manipulation und der 
funktional bedingten Evolution zu erkennen. Das 
Studium der von menschlicher Manipulation freien 
Strukturen der lebenden Natur schärft den Blick für 
das Erkennen künstlicher Eingriffe. 
Die Wechselbeziehung zwischen Bauen und Umwelt, 
zwischen Haus und Stadt, zwischen Mensch und 
Mensch, zwischen Mensch und Haus ist ein wichtiges 
Studiengebiet. Die Urfunktion des tierischen Nestes 
ist ebenso wie der "Städtebau der Tiere" noch weit- 
gehend unbekannt. Nicht nur technische, sondern auch 
genetische und ethologische Komponenten verlangen 
Berücksichtigung. 
Biologen und Techniker sprechen noch andere Sprachen. 
Die Zusammenarbeit mit der Biologie ist für uns ein 
Test für interdisziplinäre Kooperation, Wir arbeiten 
gemeinsam auf jenem Gebiet, das für die Biologie und 
zugleich für das Bauen von Interesse ist. 
Hier finden wir die Basis zur Verständigung. Wir suchen 
durch interdisziplinäre Kooperation zu einer echten 
Bildung zu kommen, die uns vielleicht erlauben kann, 
in ferner Zukunft einmal unsere Kenntnisse in die 
Praxis einfließen zu lassen. Wir möchten keine "neue 
Bioarchitektur oder Biomechanik" erfinden. Wir woller 
mehr wissen. Einen direkten wirtschaftl ichen Nutzen 
hat unsere Kooperation nicht, sicher aber einen 
indirekten. Unsere Kooperation ist naturwissenschaftlick 
orientiert. Wenn wir lernen, biologische Phänomene 
besser als bisher zu kennen, dann hat unsere Arbeit 
einen Sinn, 
Gerade um jene Fehler zu vermeiden, die auf anderen 
Gebieten in den letzten Jahren gemacht wurden, 
möchten wir behutsam und geduldig vorgehen, So sehr 
wir es auch wünschen möchten, daß Biologen und 
Ethologen jetzt bereits ihren fachlichen Rat bei 
Planungsentscheidungen in Architektur und Städtebau 
einfließen lassen, so wissen wir auch, daß dazu die 
Zeit noch nicht reif ist und haben Verständnis für 
die bisher geübte Zurückhaltung der Biologen. 
Wir beschäftigen uns aber auch einfach deshalb mit dem 
Thema Biologie und Bauen, weil 1961 Berliner 
Studenten uns mit dem Kreis der Biologen um 
J.-G. Helmcke zusammenbrachten und weil das Interesse 
weiter so wächst, daß wir - selbst wenn wir wollten - 
gar nicht mehr zurück könnten. Niemand von uns will 
aber zurück. 
Frei Otto 
Es sind jedoch nur wenige, die zur Zeit am Thema 
Biologie und Bauen arbeiten. Es ist noch nicht gelungen 
eine kontinuierlich arbeitende Gruppe einzurichten. 
Entsprechend dem möglichen Aufwand an Zeit und Geld 
wurden unter der Leitung von J.-G. Helmcke und 
dem IL laufend Kolloquien und Arbeitsgespriiche 
durchgeführt. Ein Kolloquium 1971 brachte den Be- 
teiligten einen weiten Überblick über Teilbereiche 
in der Biologie. Die folgenden Kolloquien 1972 und 
73 gingen mehr ins Detail - Spinnennetze und. 
technische Netze, anschließend pneumatische 
Konstruktionen und ihre Formen. 
Das IL bemüht sich um die Publikation der Beiträge. 
Die Auswertung muß bei den einzelnen Teilnehmern 
liegen. Weitere Kolloquien sind geplant. Der Schwer- 
punkt wird dabei weiterhin primär auf Konstruktion 
und formalen Aspekten liegen. Es ist sicher sinnvoll 
die pneumatischen Konstruktionen in ihrer Vielzahl 
und Verschiedenheit noch einmal zu betrachten. 
Tierbauten, konstruktiver Aufbau, Aufwand und 
Formen in der Botanik könnten weitere Themen sein. 
bk
	        

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