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Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1877)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Objekt: Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1877)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1559649927591
Titel:
Verfassungen, Grundordnungen des Polytechnikums, der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1559649927591_A1924_1
Titel:
Technische Hochschule Stuttgart. Privatdozentenordnung 1924
Jahrgang/Band:
1924
Erscheinungsjahr:
1924
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Einband

Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart
  • Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1877)
  • Einband
  • Sitzungs-Protokolle vom ersten Halbjahr 1877
  • Erste ordentliche Versammlung am 13. Januar 1877
  • Zweite Versammlung als Generalversammlung am 20. Januar 1877
  • Dritte ordentliche Versammlung am 3. Februar 1877
  • Vierte ordentliche Versammlung am 12. Februar 1877
  • Fünfte ordentliche Versammlung am 24. Februar 1877
  • Sechste ordentliche Versammlung am 3. März 1877
  • Siebente ordentliche Versammlung am 10. März 1877
  • Achte ordentliche Versammlung am 24. März 1877
  • Neunte ordentliche Versammlung am 7. April 1877
  • Zehnte ordentliche Versammlung den 21. April 1877
  • Elfte ordentliche Versammlung am 12. Mai 1877
  • Zwölfte ordentliche Versammlung am 26. Mai 1877
  • Dreizehnte ordentliche Versammlung am 9. Juni 1877
  • Vierzehnte ordentliche Versammlung am 22. Juni 1877
  • Protokoll über die am 27. Mai 1877 stattgehabte Exkursion des Vereins für Baukunde nach Wimpfen
  • Protokoll über die am 26. August 1877 stattgehabte Exkursion des Vereins für Baukunde an den Remsviadukt bei Renstädtle, sowie ins Renstädtle bei Waiblingen
  • Aenderung und Nachtrag zum Mitgliederverzeichniß vom 1. Januar 1877
  • Beilage 1 zur 1. ordentl. Versammlung Auszug aus dem Vortrag des Oberbauraths v. Egle über das Kloster Hirsau
  • Beilage 2 Vorschläge zur Revision des Vollzugsverfügung, sowie der Verfügung betreffend die Herstellung von Feuerungseinrichtungen vom 26. Dezember 1872 zur neuen allgemeinen Bauordnung vom 6. Oktober 1872 mit Motiven
  • Beilage 3 zur 8. ordentl. Versammlung. Hierzu Zeichnungsbeil. Taf. I. Reise-Notizen aus Baden und dem Elsaß von Professor Laißle und Bauinspektor Rheinhardt
  • Beilage 4 zur 9. ordentl. Versammlung
  • Beilage 5 zur 10. ordentl. Versammlung. Hierzu Zeichnungsbeil. Taf. 2 Referat aus dem Engineering von 1875 über Faschinenbauten in Holland von Bauinspektor A. Rheinhard
  • Beilage 6 zur 11. ordentl. Versammlung. Hierzu Zeichnungsbeil. Taf. 3 Vortrag über die neue Irrenanstalt Schussenried, gehalten im Verein für Baukunde den 12. Mai 1877 von Baurath Bok in Stuttgart
  • Beilage 7 zur 12. ordentl. Versammlung Vortrag über die Entwicklung des Eisenbahnwesens in Württemberg, gehalten im Verein für Baukunde den 26. Mai 1877 von Oberbaurath v. Schlierholz in Stuttgart
  • Beilage 8 Bericht über die Ausstellung auf dem Gesammtgebiet des Ingenieurwesens, veranstaltet vom Verein für Baukunde vom 26. Mai bis 4. Juni 1877
  • Zu Beilage 8a Verzeichniß der bei der Ausstellung von Ingenieurarbeiten vertretenen Gegenstände
  • Zu Textbeilage 3. Zeichnungsbeilage 1 Skizzen zu den Reisenotizen aus Baden und Elsass
  • Zu Textbeilage 5. Zeichnungsbeilage 2 Skizzen von Faschinenbauten in Holland
  • Irrenanstalt Schussenried. Situationsplan
  • Sitzungs-Protokolle vom zweiten Halbjahr 1877.
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

28 
Endlich erachtet der Verein es für nöthig, Anhaltspunkte 
zu geben, für die zulässige Einführung von einer Anzahl Feuer 
ungen in einen bestimmten Querschnitt und glaubt derselbe, den 
vorgeschlagenen Beisatz hoher Berücksichtigung empfehlen zu sollen, 
wobei er für eine Ofenfcucrung einen Querschnitt von 80 cm. 
und für einen Herd von 150 dem. für ausreichend und die 
seither in Stuttgart übliche Annahme von 100 dem. für einen 
Ofen und 300 dem. für einen Herd für zu weit gehend er 
achtet, indem für jeden Zimmerofen eine runde Blcchröhre von 
10 cm. — 3‘/ a " Durchmesser mit 78,5 Dem, Querschnitt, 
zunächst an Oefen, wo die Verbrennungsgasc ein größeres 
Volumen einnehmen, als im abgekühlten Zustande im Kamine, 
genügte: ebenso für Herde eine Blechröhre von 13 cm. — 4 */ a " 
Durchmesser, d. h. mit 133 dem. Querschnitt. 
Hiebei darf noch berücksichtigt werden, daß die Feuerungen 
meist nicht alle zu gleicher Zeit im Gange sind, so daß z. B. 
Kochherd und Kochofen nur als eine Feuerung zu rechnen 
sein wird und die Feuerung eines Badezimmers in einem 
Familienhause außer Berechnung bleiben könnte. 
Stuttgart, im August 1877. 
Im Namen des Vereins für Baukunde: 
dessen Vorstand: 
|. Schlierhol,. 
Beilage 3 
zur 8. ordentl. Versammlung. Hiezu Zeichnungsbeil. Taf. 1. 
Meise-Molizen aus Maden und dem Maß 
von Professor Laißle und Bauinspektor Rh ein Hardt. 
Eine kurze Ferienreise, die uns im vergangenen Herbst nach 
Baden und ins Elsaß geführt hat, gab mannigfache Gelegenheit, 
Einsicht von Wasserbauten und anderen baulichen Anlagen zu 
nehmen, wovon wir einige Mittheilungen in Nachstehendem uns 
zu machen erlauben. 
Das erste Ziel unserer Reise war Achcrn, woselbst die 
unterhalb dieses Städtchens ausgeführte Korrektion der Acher 
und die sich hieran anschließenden Bewässerungsanlagen besich 
tigt wurden. Das hier nicht unbeträchtliche Gefall des ge 
nannten Flusses wurde auf der korrigirten Strecke zu Stauan 
lagen für die anstoßenden beinahe ganz eben liegenden Wiesen 
ausgenützt. Um das starke Soylengefäll zu vermindern, er 
hielten die Stauanlagen die durch Fig. 1 (siche Zeichnung) 
näher verdeutlichte Konstruktion gemauerter Schwellen mit ca. 
0,8 m. hohen Abstürzen. Die eigentliche Stauvorrichtung besteht 
aus mehreren Fallen aus dichtgefügten Dielen mit schrägen 
Aufsatzleisten, welche von gußeisernen Fallenpfosten gehalten 
werden. Die Aufzugvorrichtung der Fallen zeigt die häufig 
angewendete Form der Kurbel mit Uebersetzung auf zwei Zahn 
stangen. Ober- und unterhalb der Flußschwcllen war die 
ca. 7,7 m. breite Sohle mit großen Platten ausgepflastert, an 
den beiden Seiten verfolgte die obere Begrenzung des hier an 
gebrachten Böschungspflasters (die lichte Weite der einzelnen 
Fallenöffnungen betrug 3,85 in , die Breite der Auflagcquader 
für die Fallenpfostcn 60 cm.) die muthmaßlich am Absturz sich 
bildende Hochwafferlinie. Die belasten Böschungen der Fluß- 
korrektion hatten eine 1'/-fache Anlage erhalten, in Nieder 
wasserhöhe war in der Ufcrlinie beiderseits je eine Senkwelle 
eingelegt worden. Die Breite der die höchsten Hochwasserstände 
überragenden Seitendämme betrug 1,6 in. 
Zur Verringerung des relativen Sohlengefälls des Flusses 
waren in Entfernungen von ca. 30 m. kleine Schwellen aus 
Stotzenflcchtwcrk und Pflaster (s. Fig. 2) angebracht. Die 
Höhe dieser Schwellen wurde zu 10—15 cm. geschätzt. 
Die Korrektion befand sich in sehr gut erhaltenem Zustand, 
ebenso die Einlaßschleusen für die Hauptbewässcrungsgräben 
(s. Fig. 4 u. 5) und die an letzteren befindlichen Fallen u. s. w. 
Von einem kleinen hölzernen Fallcndurchlaß, welcher sehr 
zweckmäßig konstruirt ist, gibt Fig. 3 ein Bild. 
Von der eigentlichen Bewässerungsanlage, von Rücken- und 
Hangbau u. s. w. war sehr wenig zu bemerken, da deren Aus 
führung dem Vernehmen nach den einzelnen Besitzern überlassen 
bleibt, während die oben angeführten Bauten incl. des Haupt 
zuleitungsgrabens von staatlichen Organen ausgeführt wurden, 
obgleich die Kosten hiervon die anstoßenden Güterbcsitzer in der 
Hauptsache ebenfalls zu tragen haben. 
Eingetretenes Regenwetter ließ ein weiteres Vordringen in 
die Wiesen nicht als räthlich erscheinen, weshalb wir am gleichen 
Tage nach Freiburg weiter zogen. 
Diese durch ihre Sauberkeit wirklich ausgezeichnete und 
deshalb auch schon von Hebel gepriesene Stadt zeigte sich uns 
derart im Regengewand, daß wir uns auf die Besichtigung des 
Münsters und einiger Straßen beschränken mußten. Hier hatten 
wir auch Gelegenheit, dem oft und viel, in der Regel auch mit 
Recht geschmähten Trottoirpflaster aus Flußkieseln Abbitte zu 
leisten. Dadurch, daß die Kiesel an den Seiten nach Bedürfniß 
gespalten und abgeköpft werden, ist es möglich, die Steine dicht 
an einander zu stellen und ein trotz der vielen Fugen ebenes 
Pflaster, das wie sonst üblich in Sand versetzt und sodann 
mäßig abgerammt wird, herzustellen, das durch angebrachte 
geometrische Muster aus andersfarbigen Kieseln auch ein ge 
fälliges Aeußere darbietet. Das Trottoirpflaster läßt sich gut 
begehen und soll auch im Winter keine Mißstände ausweisen. 
Wir konnten leider keine Notizen über die Arbeitspreise dieses 
Pflasters erhalten. Daß Freiburg sich kräftig auszudehnen be 
absichtigt, ließen die vielen neu angelegten Straßen erkennen, 
welche meistens noch sehr spärlich mit Häusern besetzt waren. 
Eine ähnliche Wahrnehmung hatten wir später auch in Mann 
heim zu machen. Wir konnten hier Vergleichungen mit Stutt 
gart anstellen, wo eine Straße halb ausgebaut sein muß, che 
die Straßenfahrbahn mit Zubehörden in allen Theilen vollendet 
wird. Abgesehen von den zahlreichen Mißständen, welche ein 
solches Verfahren für die ersten Bewohner der fraglichen Straßen 
mit sich bringt, erscheint das Vorgehen der genannten badischen 
Städte auch von einem anderen Gesichtspunkt aus betrachtet 
als nachahmenswerther und rationeller. Es ist eine natürliche 
und allerorts leicht zu erhärtende Thatsache, daß in solchen 
neuen, scheinbar oft abgelegenen Straßen anfänglich nur Micth- 
kasernen schlechterer Beschaffenheit sowie sonstige mehr mit Rück 
sicht auf Billigkeit als auf Solidität und Eleganz gebaute 
Häuser hergestellt werden, da Leute, die einigen Anspruch auf 
Komfort machen, nicht jahrelang im Straßcnkoth herumzuwaten 
Lust haben. Wird dann später eine solche Straße eröffnet und 
so hergestellt, daß sie den Anforderungen entspricht, welche an 
städtische Straßen gemacht werden, und werden dadurch ver- 
möglicherc Bauherren in die Straße gezogen, so zeigen sich 
häufig nichts weniger als schöne Perspektiven und vermögen die 
schönsten Fahnden die Aermlichkeit ihrer Nachbarschaft nicht zu-
	        

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