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Für Bauplatz und Werkstatt / Monats-Schrift der staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (1937 / Sonderdruck)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Für Bauplatz und Werkstatt / Monats-Schrift der staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (1937 / Sonderdruck)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1559649927591
Titel:
Verfassungen, Grundordnungen des Polytechnikums, der Technischen Hochschule und Universität Stuttgart
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1559649927591_A1969
Titel:
Grundordnung der Universität Stuttgart
Jahrgang/Band:
1969
Erscheinungsjahr:
1969
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Kapitel

Titel:
Akademische Prüfungen
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bauplatz und Werkstatt : Monats-Zeitschr. d. Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe / hrsg. vom Württembergischen Landesgewerbeamt
  • Für Bauplatz und Werkstatt / Monats-Schrift der staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (1937 / Sonderdruck)
  • Einband
  • Heft Nr. 1
  • Heft Nr. 2
  • Heft Nr. 3
  • Heft Nr. 4
  • Heft Nr. 5
  • Heft Nr. 6
  • Heft Nr. 7
  • Heft Nr. 8
  • Heft Nr. 9
  • Heft Nr. 10
  • Heft Nr. 11
  • Die Welt der Formen im Wandel der Zeit im Hinblick auf das Handwerk
  • Bauformen für die Praxis (4. Fortsetzung)
  • Bauformen für die Praxis (5. Fortsetzung)
  • Bauformen für die Praxis (6. Fortsetzung)
  • Bauformen für die Praxis (7. Fortsetzung)
  • Bauformen für die Praxis (8. Fortsetzung (Schluss))
  • Bücherbesprechungen
  • Richtzeiten
  • Preisausschreiben zum Vierjahresplan
  • Sparsame Verwendung von Holz
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

Abb. 12°). Warenhaustreppe 
Abb. 13°). Gotilche Turmtreppe 
oder Hinunterkchieben geöffnet werden, dann aber auch zulammenklappbare 
Formen, auf die alle cine Menge konftruktiven Erfindungsgeiltes angewandt 
wurde, um den praktifchen Anforderungen zu genügen. Das Gelichtsfeld foll in 
feiner Ausdehnung in keiner Weife unterbrochen werden. In ungeltörter Sicht 
möchte man mit der ganzen Ummelt verbunden fein, und ebenfo ungeftört foll 
das Sonnenlicht Gelegenheit haben, hereinzultrömen. Dieler Anderung in der 
Lagerung und Führung der Fenfter begegnen mir immer häufiger; abgefehen 
von den Indultriebauten find es fomohl Gefchäfts= als Wohnhäufer, Hotels 
und Cafes, die damit ausgeltattet worden ind. Sogar bis zu den Kirchen ilt 
die für diele Lebenshaltung fo charakteriftikchet Glasvermendung vorgedrungen, 
morauf noch bei anderer Gelegenheit zurückzukommen fein wird. . 
Betrachten mir weiter einzelne Teile, fo gehören die Treppenhäufer der modernen 
Warenhausbauten zum Intereffantelten. Hier wird man auf die größten. Ver» 
änderungen Moßen. Von oben bis unten find ke falt ganz aus Glas. Man ilt 
im erften Augenblick überrafcht von dem Eindruck, den die Mich hinauf und 
herunter bewegenden Belucher des Warenhaufes auslöfen. Mit der mehr un= 
bemwußten Frage nach dem „Warum dies?” begnügt lich wohl nur cin Teil der 
Befchauer, mährend es viele andere als etwas Ungeroohntes ablehnen zu müllen 
glauben. Am nächlten ftchen wohl die der Löfung diefes Rätfels, die durch folchen 
Eindruck erinnert werden an ähnliche Bildeindrücke der verfchiedenen Filmvor= 
führungen. Das Wefentliche ift aber hier nicht das, was von Außen, fondern 
von der Treppe aus erlebt merden kann. Da zeigt fich, daß man faft überall, 
ob man herauf= oder hinuntergeht, immer mieder die Blicke zum Boden, zur 
Straße lenken kann, vielleicht auch lenken muß, und es liegt etwas ganz Eigen= 
artiges in dem Empfinden, ftets den Erdboden zu fehen, an ihm fozufagen 
haften zu bleiben. Mit ein menig Schalkhaftigkeit gemifcht könnte gefagt werden, 
das Warenhaus folcher Bauart möchte die Menfchen die Schwindelfreiheit lernen, 
eine Notmendigkeit für den, der ich mit der Materie ern!thaft auseinanderfegen 
Dill. Dann verftehen wir den tieferen Sinn der Wirklichkeit, die uns dadurch 
\‚mmer nieder das Verbundenlein mit der Erde, dem Boden vor Augen führt, und 
wir erkennen darin die Beltrebungen, die uns das Dafein ohne unfer Zutun ftets und 
überall in fo freigebiger Weile (pendet. Noch eindringlicher mird uns dies zum 
Beroußtfein gebracht, menn wir im Gegenfag dazu ein älteres Treppenhaus be= 
trachten und befonders, wenn mir daraufhin Felbft die Probe auf die Richtigkeit 
des Dargelegten zu machen verluchen. Man wird dabei feltltellen, daß man z.B. 
beim alten Treppenhaus ganz in dem Hinauffteigen oder andererfeits in dem 
Herunterfallen in dem Sich=felbft=hinauftragen leben kann. Man empfindet mirk= 
lich das im Abftand immer größere lich Entfernen vom Erdboden. Kleine Fenlter 
geben dabei immer mieder Gelegenheit zu folcher Kontrolle. Das ausgelpros= 
chene Gegenteil ift der Fall beim Treppenhaus mit feinen Glasmänden: man 
kommt nicht vom Boden weg. Wir fehen, daß mir bei dieler Auseinander= 
jegung die Warheit des Wortes „nicht den Boden unter den Füßen zu ver= 
lieren” in der ureigenften Weile kennen lernen. In meit zurückliegenden Zeiten 
mußte man dies auch. Denn beides zulammengenommen, das ältere Treppen= 
haus mit feinen engen und Fehmalen Fenfterchen, und das unlerer Zeit an= 
gehörende Treppenhaus mit feinen Glasmänden, findet ich bei den Turm- 
aufgängen vieler Kirchen, befonders mancher gotifkcher Dome. In einem bei= 
nahe dunkeln Raum, deffen Stufen durch menig Licht notdürftig erhellt werden, 
feigen mir zum eigentlichen Turm empor. Unfer Körper, unfere Beine lagen 
uns von dem Bemühen Stufe um Stufe emporzulteigen. Außer dem Mittalten 
der Hände an den Wänden würde man ich Fonft recht Kchmer darüber ver= 
gewillern können. Von einer beftimmten Höhe an ändert fich das Bild. Der 
Aufgang fest fich, geht ins Gegenteil, vom Dunkel ins Licht über. Die Stein= 
wände find durchbrochen, und zwar fo Mark, daß man acht zu geben hat, um 
nicht hinauszufallen. Die Stufen liegen faft frei, öfters gibt ein Eilengeländer 
ficheren Halt und Führung. Und überall, mo man geht oder Keht, kann man 
hinunterfhauen auf die unter uns liegenden Dächer oder gar auf einen freien 
Plas, mohl den dazugehörigen und den Bau umgebenden Bauplas. Die Treppe 
follte den vielen in großer Höhe tätigen Arbeitern eine dort notmendige 
'reie, fichere Haltung und Handhabung vermitteln. (Fortlegung folgt) 
X Foto Landesbildftelle Württembera.
	            		
«VIE Weit 0er Formen um Wandel der Zeit ‚m Hinblick auf das Handmerk» 3. Fortfegung Beim Betrachten derartiger Abbildungen aus früherer Zeit Follte auch gleichzeitig verfucht verden, das gelamte Leben der damaligen Menkchen in feinen Vorftellungen lebendig mer= den zu laffen. Es kann als eine verbürgte Tatfache hingenommen merden, daß diefes Leben vohl in allem ganz verfchieden von dem unfrigen verlaufen if. Schade ift, daß unlere Zeit ich diefe Verkchiedenheit nicht zum bleibenden Bewußtfein zu bringen vermag. Dies kann unter Umftänden davon herrühren, daß manches aus der damaligen Zeit, z. B. die gotikchen Dome, immer noch einen Teil unferer Umgebung und damit unleres Dafeins bilden. Recht auffchlußreich könnte cs fein, wenn man einmal erfahren könnte, wieviele Menkchen, die eute das Ulmer Münlter oder den Kölner Dom vorbeigehend betrachten, ich auch des Alters diefer Bauten erinnern. So fteht man unter dem Eindruck: diefe Bauten leben noch nit uns; aber wir gehören nicht mehr zu ihnen. Darauf weilt uns ein folches Turmtreppen= aus mit feiner ausgefprochen gegenfäslichen Geftaltung hin. Vom Standpunkt der heutigen ırchitektonifchen Anforderungen aus gefehen, zeigt es fich als cin Verftoß gegen die überall zültige und zutage tretende „Zreckmäßigkeit”. Auch mürde es als cine ungenügende Löfung diefer Aufgabe betrachtet werden. Wie mürde allo eine heutige Geftaltung ausfchauen ? Nach unferer Auffaffung über architektonifche Gelftaltung müßte ein folches Treppenhaus m Turm eingebaut merden. Spätere Zeiten z. B. haben diele Forderungen khon erfüllt, ohne jaß damals Zmweckmäßigkeit und Klarheit des Baukörpers diele überragende Betonung on heute erlangt hätten. Andererfeits kann gerade der Gotik weder Zweckmäßigkeit noch Clarheit der Formgebung abgeflprochen merden. So ftehen wir vor der merkwürdigen Tat- ache, daß tros derfelben Motive derartig verkchiedene Formgeltaltungen mie die Gotik und infere heutigen Bauformen entftehen können. Auf die größten nur denkbaren Gegenläge °ehen wir dabei, mohl genau fo groß mie der Unterfchied in den Seelenhaltungen der Menfchen von heute zu der der Men= “hen der Gotik. Und wie groß ilt die Verkhiedenartigkeit der Aufgaben diefer beiden Zeitabichnitte unlerer deutkichen Ge= “chichte ! Bedenken mir, daß zur Zeit der Gotik alles darauf hinzielte, die Seelenkräfte der Menfchen zu wecken, zu bilden, auch zu entmickeln, um den Aufgaben der kommenden Zeiten lich gemachfen zu zeigen, fo ift uns damit der Wegmeifer ge= zeben, der uns dazu führen kann zu erkennen, daß damals iede Bauform, das Zulammenklingen, das Ineinandergreifen, ’ogar ihr Fortfchreiten innerhalb des Bauganzen übereinfeimmte nit den entlprechenden feclifchen Fähigkeiten und Kräften, die aufgemeckt und gepflegt merden follten. Solche Bauformen waren imftande, Feelikche Erlebniffe beim Menfchen hervorzu= rufen. Darin lag damals der Zweckmäßigkeitsgedanke. In gar zeiner Weile verließ er das Gebiet oder, wie man auch zu ’agen pflegt, die Ebene des Seelifch=Geiltigen im Menfkhen. Aus diefen Richtlinien begreifen mir, daß das Turmtreppen= naus fich an den Hauptturm angliedern mußte; es follte mohl mit ihm, aber nur neben ihm emporlfteigen, um dann in den 1.0der gar 2.Turmkranz einzumünden. Diefe getrennte Führung, die hier als Klarheit der Baukörper angelprochen werden kann, 3ing manchmal fogar fomweit, daß die Treppe als freiftehende Wendeltreppe neben dem Turm hinaufführt. Unfere Zeit zeigt die Eigentümlichkeit, für eine folche Zweckmäßigkeit z. B. gar zein Verftändnis zu haben, und bedenkt nicht, daß die gelamte 3Zaukunft der damaligen Zeit nur auf der Grundlage des Seelilch= Seiltigen im Menfchen betrachtet merden kann. Nur von ihr 1us gefehen, kann von einer Zweckmäßigkeit in der damaligen Zeit gelprochen merden. Dann allerdings zeigt fie uns ein Bild, das viel größer und mweitgehender als die heutige Verwendung ilt. zg muß als eine erlte Erfordernis des Verfltändnilles dieler Zeiten genommen merden, den Gelichtspunkt der Zmeck= \ Foto Abb. 16-90 Landesbilöftelle Württemberg Abb. 14°). Außenliegende Wendeltreppe am Turm Der Stiftskirche in Stuttgart

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