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Bauplatz und Werkstatt / Monats-Zeitschrift der Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1936, Bd. 31. Heft 1/2)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Volltext: Bauplatz und Werkstatt / Monats-Zeitschrift der Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1936, Bd. 31. Heft 1/2)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1562653543533
Titel:
Festschriften der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule Stuttgart
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1562653543533_J1874
Titel:
Frequenzverhältnisse der Universität, Polytechnikum, Schule und Baugewerkeschule in Württemberg
Jahrgang/Band:
1874
Erscheinungsjahr:
1874
Sprache:
und
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Einband

Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Bauplatz und Werkstatt : Monats-Zeitschr. d. Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe / hrsg. vom Württembergischen Landesgewerbeamt
  • Bauplatz und Werkstatt / Monats-Zeitschrift der Staatlichen Beratungsstelle für das Baugewerbe (Jg. 1936, Bd. 31. Heft 1/2)
  • Einband
  • Vorsatz
  • Heft Nr. 1/2
  • Heft Nr. 3
  • Heft Nr. 4
  • Heft Nr. 5
  • Heft Nr. 6
  • Heft Nr. 7
  • Heft Nr. 8
  • Heft Nr. 9
  • Heft Nr. 10
  • Neugestaltung der Industriebauten
  • Neugestaltung der Industriebauten [1. Fortsetzung]
  • Neugestaltung der Industriebauten [2. Fortsetzung]
  • Neugestaltung der Industriebauten [3. Fortsetzung]
  • Neugestaltung der Industriebauten [4. Fortsetzung]
  • Neugestaltung der Industriebauten [5. Fortsetzung]
  • Neugestaltung der Industriebauten [6. Fortsetzung]
  • Kernfragen der Architektonischen Wettbewerbe
  • Kernfragen der Architektonischen Wettbewerbe [1. Fortsetzung]
  • Leicht vermeidbare Bauschäden [Sonderdruck aus "Bauplatz und Werkstatt"]
  • postscript
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

NEUGESTALTUNG DER INDUSTRIEBAUTEN 
von Architekt Heinrich Osthus 5. Fortsegung 
Mi der vollständigen Wiedergabe der Pläne für die Anlage der W.F. F. war 
beabsichtigt, ein praktisches Beispiel zu schaffen, das in seiner Art die lebens- 
notwendigen Fragen des Industrieaufbaues in unserer Zeit klären soll. Gerade 
weil es sich hier um einen praktischen Fall handelt, kann diese Arbeit am ehesten 
wirkliche Förderung auf dem Gebiete der Neugestaltung der Industrie bieten. 
Die Aufgabe der Neugestaltung unserer Industrie mußte daher in einer Weise 
betrachtet werden, die sowohl die vergangene Entwicklung mit den großen Er- 
fahrungen, als auch zukünftige Zeitaufgaben umfaßte. Diese Bestrebungen 
mußten in ihrer vielfältigen Wirksamkeit auf die völkische, die staatliche und 
die wirtschaftliche Ordnung Betracht nehmen. 
Folgen einseitiger 
Einstellung. 
Wirkliche Förderung 
setzt gemeinsamen 
Einsatz aller voraus. 
Die einseitige Durchführung dieser Fragen z. B. vom Standpunkt des Organisa- 
:ors oder des nur Betriebsleiters und Ingenieurs führt immer zu Störungen, von 
ldenen alle getroffen werden und schließlich auf den zurückfallen, der Bestre- 
ungen dieser Art Vorschub geleistet hat. Wir können aus den Streiks der 
Segenwart feststellen, daß sie den vermeintlichen Zweck nicht erreichen, viel- 
nehr wird gerade in diesem Fall den Arbeitern selbst der größte Schaden zu- 
Jefügt. Umgekehrt verhält es sich, wenn die Arbeiter als Ausbeutungsobjekte 
jetrachtet werden. Das würde einer Herabsegung der Kaufkraft gleichkommen. 
jogar der Unternehmer selbst hätte darunter zu leiden. Schon daraus ist ersicht- 
ich, daß sowohl Unternehmer wie auch Arbeiter keine entgegengesebtten Inter- 
assen haben können, sondern daß sie zusammengehören. Sie sind durch ge- 
neinsame Interessen verbunden, zu deren Förderung beide Teile beizutragen 
aaben. Erst dann wird es möglich sein, daß jeder für sich des angestrebten Er- 
;olges der geleisteten Arbeit teilhaftig wird. Wenn heute diese Einsicht noch nicht 
iberall vorhanden ist, dann ist dies in einem Mangel an Verständnis und Klugheit 
segründet. So wie es sich beim Unternehmer und Arbeiter verhält, so ist es auch 
überall sonst im Leben. Wir Menschen haben an sich keine entgegengesetten 
'nteressen, sie werden nur dann auftauchen, wenn ein Absinken der inneren 
Aaltung festzustellen ist, wenn kurzsichtigster Egoismus, der nur „Ich“ selbst 
zennt, der Zeit das Gepräge gibt. Die Zeitläufe des Niedergangs sind immer 
auf die Haltung der Menschen selbst zurückzuführen. Es kann daher auch bei 
ler Neugestaltung der Industrie nicht ein Standpunkt irgend einer Gruppe 
naßgebend sein. Wirkliche Neugestaltung läßt sich nur dann erreichen, wenn 
alle bestrebt sind. dem gemeinsamen Fortschritt zu dienen. 
Seit der Entstehung der modernen Technik vor 100 Jahren ist festzustellen, daß 
.n diesem Zeitraum an eine gemeinsame Zielsegung wenig gedacht wurde. Der 
Aufbau unserer Industrie vollzog sich zunächst unter dem Einsat der Einzelper- 
sönlichkeit. Diese Tatsache war für die Förderung von Fabrikneugründungen 
von grundlegender Bedeutung. Diese Leistungen brachten im Laufe des ver- 
gangenen Jahrhunderts die bewundernswertesten Industriegründungen und 
es kann festgestellt werden, daß durch diese Tat der Gründerjahre die Aufgabe 
jener Zeit in beispielloser Weise erfüllt worden ist. 
Mit diesen Neuerungen, die als „moderne Technik” unserer Zeit ihr Gepräge 
yzeben, gestaltet sich auch das Leben vollständig um. Was heute als Materialismus
	        

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