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Ein Jahrhundert Württembergischer Verfassung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Ein Jahrhundert Württembergischer Verfassung

Monografie

Persistenter Identifier:
1568624571367
Titel:
Ein Jahrhundert Württembergischer Verfassung
Autor:
Adam, Albert Eugen
Verleger/Verlag:
Kohlhammer
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1919
Umfang:
233 S.
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Monografie
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
1J 55
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Kapitel

Titel:
2. Ruhige Fahrt. 1821-1830
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hochschulführer der Technischen Hochschule Stuttgart
  • Stuttgarter Hochschulführer 1931-32 (1931/1932)
  • Einband
  • Werbung
  • Deckblatt
  • Professor L . Rothmund, Rektor 1930/31 und 1931/32
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort
  • Zum Geleit
  • Hauptbau der Technischen Hochschule, Photo Dr. Lossen & Co., Stuttgart
  • Die Technische Hochschule
  • Das Studium
  • Die Deutsche Studentenschaft
  • Die Stuttgarter Studentenschaft
  • Erfrischungsraum
  • Die Stuttgarter Studentenhilfe
  • Die Stadt Stuttgart
  • Studentische Zusammenschlüsse
  • Werbung
  • Inserenten-Verzeichnis
  • Württ. Landestheater. Großes Haus
  • Württ. Landestheater. Kleines Haus
  • postscript
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

Bautechnische und baukünstlerische Notizen. 
st in der Größe von 4 zu 20 Pferdekraft üblich, ersteigt Stei— 
zungen bis zu 20, durchfährt Curven von 11 m. Radius und paßt 
»ornehmlich für die Spurbreite von 1Im. — 
Vor zwölf Monaten wurde die erste Ausstellung von Brau— 
maschinen und -Geräthen in der landwirthschaftlichen Halle zu 
Islington abgehalten und zwar mit so großem Erfolge, daß vor 
Kurzem die zweite eröffnet worden ist. Die neue englische Gesetz- 
zebung hat bekanntlich eine Biertaxe statt einer Malztare eingeführt, 
bei deren Abrechnung der Brauingenieur zugegen sein muß. Der glückliche 
Organisator der früheren und dieser letzten Ausstellung ist Robert 
Dale; man zählte in ersterer 105 000 Besucher und setzte wöchentlich 
5Mill. Mark dabei um; die jetzige Ausstellung zählt 300 Aussteller 
aller Classen mit ca. 2000 verschiedenen Ausstellungsgegenständen 
auf einer Front von 1,5 Km. Länge. Der Catalog ist von Lucien 
Wolf mit Umsicht und Ausführlichkeit zusammengestellt; er betrachtet 
die Ausstellung nach 6 Gruppen; zunächst die beim Brauen, Malzen 
und Destilliren gebrauchten Maschinen und Geräthe; dann zum Ge— 
winnen der Wasser-, Syrups-, Essig- und Fruchterxtracte gebrauchte 
und drittens der Geräthe im Gebrauch der Hôtel- und Speisewirthe; 
viertens die Rohprodukte und Chemikalien; fünftens alle fertigen 
Bierprodukte; sechstens eine Sammlung aller nicht in genannten füͤnf 
Fruppen untergebrachten, zur Brauerei gehörigen Gegenstände. Die 
ausgestellten Maschinen waren von großer Schönheit und Wirksam— 
keit; z. B. die Sodawassermaschine von Tyla GCie., die 1878 in 
Paris die goldene Medaille erhielt; die Maschine von Galloway zu 
Bolton, zur Fertigung von allen Arten luft- und säurehaltiger 
Wasser und zwar in Zahl von 40-60000 Flaschen per Tag; desgl. 
»on Mondollot GuCie. mit continuirlichem System der Fabrikation, 
zleichfalls 1878 zu Paris gekrönt. — 
Das jüngst in Birmingham eröffnete, durch Sir Josiah Mason 
für 3,5 Mill. Mark erbaute Mason College, ist insofern epoche— 
machend, als es im Gegensatz zu den, in den althergebrachten vier 
Disciplinen förmlich eingerosteten Universitäten nach der Einweihungs 
rede des Prof. Hurley, nur drei exacten Wissenschaften fördern soll, 
mit Ausschluß aller allgemein bildenden Vorträge. — 
Einige Kapitalisten in Cincinnati unterhandeln mit den Ueber— 
seekabel-Gesellschaften über die Herleihung eines ihrer Kabeln auf 8 Tage 
zwecks Versuchen der Telephon-Verbindung mit Europa; die 
französ. Linie zeigte sich dazu geneigt; die Versuche werden auf der 
Oranbough-Erfindung von 1868 und dem neuen Klemmpatent basiren 
und von New-York-City aus gemacht werden, mit Ausschluß der 
Bell-⸗, Eddison- und übrigen Telephoninstrumente. — 
Die vermittelst verdichteter Luft arbeitende Locomotive 
des Kgl. Ingenieurmajors Beaumont im Kgl. Arsenal zu Woolwich 
bewährt sich in den angestellten Versuchen gut; sie wiegt nur 10 Tonnen, 
zieht aber 16 Tonnen Last mit Leichtigkeit. Sie verließ das Arsenal 
um 12,22 Nachmittags mit dem Marximaldruck von 70 kg. auf J (em, 
welcher allmählig sich vermindert, z. B. um 1,5 Uhr bei beginnender 
Rückfahrt auf 35 Km.; um 2,1 Nachm. auf 6 kKg. nach erfolgter 
Rückkehr. — 
Der Capitain Francis L. Norton hat eine sehr einfache Ein— 
richtung erdacht, Schiffe wirksam zu ventiliren, und erläutert 
sie an der Segelyacht Ocean Pearl von 300 Tonnen Last, welche 
z. Z. in die Londoner Victoria Docks eingelaufen ist. Die Lüftungs— 
Einrichtung besteht im Wesentlichen aus einem Hauptsaugerohr, welches 
dom Bug zum Stern reicht, mit den einzelnen Schiffsräumen durch 
kleine Rohre verbunden ist und am Stern des Schiffs in einige ver— 
tikale, 3m. lange, unten offenen Rohre von je 220 em. Querschnitt 
endigt, die 1—52 m. in's Wasser tauchen; mit dem Kopfende dieser 
Rohre ist das Ausströmungsrohr verbunden, das in das Schiff zurück— 
geht und dann außen endigt, eben wie das Hauptrohr mit Rückklapp— 
ventil versehen, um das Zuströmen zu hindern. Das Spiel des 
Apparats beginnt mit dem Heben und Senken des Schiffs, welches 
ein Vacuum in den senkrechten Kopfrohren erzeugt und pumpend 
oder luftsaugend wirkt; durch Aufsetzen einer Signal-Pfeife an der 
Ausströmungsöffnung wird die ausströmende Luft auch noch zum 
Pfeifen benutzt. Hört die Vertikalbewegung des Schiffes z. B. im 
dafen oder Dock auf, kann die Ventilation durch eine von einem 
Knaben gedrehte Schraube, oder eine auf- und abbewegte Luftkammer 
ortgesetzt werden. Man begreift nicht, daß Niemand früher auf die 
porbeschriebene, einfache und billige Einrichtung gekommen ist. — 
Die Maschinen und Kessel der kleinen Dampfyacht Anthra— 
rite, der kleinsten, die bis jetzt hin und zurück den Ocean über— 
'ahren hat, werden an einigen Figuren erläutert; sie sind von Per— 
ins Maschinenbaugesellschaft nach Perkins Hochdrucksystem gebaut und 
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oiegen mit ihren Nebentheilen nur 25 Tonnen; die größte indicirte 
Iferdekraft ist 170 AUP. bei 150 Umdrehungen in der Minute. Der 
dessel ist auf 5300 kg. pr. Mem. geprüft, jedes Rohr auf 800 kg. 
der Anthracit verließ die engl. Küste bei Erith am 29. Mai 1880 
ind langte am 2. Juli wohlbehalten in New-York an; nach kurzer 
teinigung begann er eine Reihe Probefahrten in dortigen Gewässern, 
iing von Philadelphia auf London zurück und machte am 28. Septbr. 
eine letzte Probefahrt auf der Themse. Die Hin⸗- und Rückfahrt 
»ewirkte der Anthracit mittelst 8s,6 Mill. Umdrehungen. — 
Das für die Technik so interessante Riesenschiff Great Eastern 
st nach langer Muße von einem amerikanischen Hause für die Ueber— 
ahrt von Vieh aus Texas nach England gechartert, zur Freude der 
hmachtenden Actionäre des Schiffes. — v. Ns. 
Der Cölner Dom. In die Nachklänge der Dombau-Vollen⸗ 
ungsfeier mischt sich eine grelle ästhetisch-literarische Dissonanz. In einer 
zerliner Correspondenz, gezeichnet E. Schiff, eines Wiener Journals 
ind in einigen anderen Blättern, wird die ganze Dombau-Affaire 
ls eine tragische aufgefaßt. Es heißt darin u. A. ungefähr so, daß 
er Bau eigentlich in eine, ihm ganz fremde Culturperiode hineinge— 
zachsen ist, welcher alles Kirchenwesen mehr und mehr sich entfremdet; 
s dürfte der Dom kaum so viel Jahrzehnte ein Sammelplatz gläubiger 
Indächtiger sein, als es der Jahrhunderte bedurfte, ihn fertig zu 
»auen. Es ist ein ominöses Zeichen der Zeit, wenn man nur schon 
u solchen Anschauungen von allen Seiten veranlaßt wird, selbst wenn 
das Objekt hierfür fehlte, aber — es fehlt eben nicht. 
Oben genannter Kunstreferent bemerkt nun ferner bei dieser Ge⸗ 
egenheit, daß die Gothik gerade der Styl der meisten architektonischen 
Torsi (Fragmentarbauten) sei und giebt sodann eine Erklärung dafür, 
»aß diese Bauten alle in der Glanzzeit des Kirchenthums begonnen 
vurden und man nicht dachte, daß es so schnell damit abwärts 
„inge. (Man denke nur, zuerst Kriegs- und Kreuzzugsbeute der 
Aöster und streitbaren und berittenen Bischöfe, welche statt des 
dirtenstabes das Schlachtschwert in kräftiger Faust schwangen, der 
Iblaßkram-Gewinn (Tetzel) ꝛc. — Hierauf die Reformation, Abfall 
yon der Kirche, Auflösung und Zerstörung der Klöster, Bedrängniß 
der Päpste, Aufhebung der geistlichen oder Churfürstenthümer ꝛc.). 
Der Cölner Dom steht daher da, zwar einerseits als ein Triumph 
»er gothischen Baukunst, der Ausdauer, der nationalen Begeisterung 
ind als das Resultat großer kunsthistorischer Pietät, welche unsere 
zeit im Zusammenhalt mit anderen Momenten heterogener Art sehr 
eltsam charakterisirt; andererseits aber, weil gegenwärtig zweckverfehlt, 
ils Warnung (1), dergleichen nicht noch einmal zu versuchen (vergl. 
ie Bestrebungen des preuß. Bau-Inspektors Schuster für die Münster 
»on Straßburg und Ulm ꝛc., die Verhandlungen des Wiesbadener 
Irchitekten-Tages u. s. w.), denn unser nüchterner, moderner, anti— 
eligiöser Volksgeist wüßte dermalen schon und in der Zukunft wahr— 
cheinlich noch mehr keinen Dank für solche Werke, welche noch dazu 
o große Auslagen verursachen. 
Angesichts dieser fatalen Zeitumstände fragen sich aber alle Gothik— 
reunde, wohin soll es mit der Gothik kommen, wenn keine großen 
othischen Kirchen mehr erbaut werden, der Haupthort dieses Styls! 
Zeim Kirchenbau machen eben alle jungen Architekten, Steinmetze und 
Zzildhauer ꝛc, welche sich mehr diesem hehren Style zuwenden wollen, 
ie strengste Schule durch, die ihnen dann im leichteren Profanbau 
ar wohl zu statten kommt. Selbst die Mittelsmänner aber, welche 
er gothischen Renaissance nur eben deshalb das Wort reden, um auf 
iesem Wege die eigentliche Gothik langsam aber sicher (7) einzu— 
hmuggeln, verstimmen und Einige davon singen bereits in „scham— 
oser Abtrünnigkeit“ Loblieder auf den Firlefanz moderner Renaissance. 
So weit ist es gekommen! 
In Wiener Kreisen der Gothikfreunde berührt dieser Blitzstrahl 
aus scheinbar heiterem Himmel sehr unangenehm, umsomehr, als u. A. 
ein großer Bau, das Rathhaus, im gothischen Style gebaut ist und 
das Publikum sich zum Theil schon damit abfand; die Kritiken des 
Lölner Dombaues und der bezüglichen Feier enifachen neuerdings 
»en alten unerquicklichen Streit: ob Gothik, ob Rengissance! Man 
st aus verschiedenen social- und völkerpsychologischen Gründen ver—⸗ 
ucht, vielerorts den chinesischen Baustyl zu empfehlen. 
Wie schnell sich in den letzteren Geschichtsepochen die Geister und 
Anschauungen geändert haben, zeigt sich u. A. auch in Folgendem: 
Höthe und Consorten lassen trotz anfänglich starrer Gräcomanie später 
»er Gothik als ebenbürtig mit der Antike (2) alle Gerechtigkeit wider⸗ 
ahren, ebenso Schinkel, Zrima u. A. Wenn dies schon am alten 
holze des Classicismus geschah, wie könnte man es den grünen Roman⸗ 
ikern später verargen? Dennoch sehen wir, wie sich langsam die
	        

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