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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1982, Jg. 14, H. 61, 62, [63/64], 65, 66)

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Bibliografische Daten

Inhalt / Download: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1982, Jg. 14, H. 61, 62, [63/64], 65, 66)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1569907460851
Titel:
Prüfungs- und Studienordnungen der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule Stuttgart
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1569907460851_1979
Titel:
Promotionsordnung
Jahrgang/Band:
1979
Erscheinungsjahr:
1979
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsarchiv Stuttgart
Signatur:
verschiedene Signaturen
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zentrale Quellen zur Universitätsgeschichte

Kapitel

Titel:
§ 14 (Erneuerung des Doktorgrads)
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1982, Jg. 14, H. 61, 62, [63/64], 65, 66)
  • Heft 61: Anders leben, arbeiten, bauen, wohnen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Freie Sicht - Kommentare
  • Hin-Sicht - Neue Bücher und Zeitschriften
  • Ab-Sicht
  • Architektur aktuell
  • Geschichten von Frauen, von Häusern und von viel Arbeit
  • [Startbahn West] Leben im Hüttendorf. Chronologie im Wald
  • [Startbahn West] Vorfrühling
  • [Startbahn West] Das Dorf im Flörsheimer Wald - ein Jahr Widerstand gegen die Startbahn West
  • [Startbahn West] Phantasie gegen Gewalt
  • IBA: Vom Umgang mit den Stadtgrundriß
  • Beispiele für anders leben, arbeiten, bauen und wohnen
  • ARCHblues
  • Modelle für alternative Wohnungsträgergesellschaften: Selbstverwaltung statt Bürokrakulantentum
  • ARCH+ EXTRA: Die Postmoderne zwischen Reform und Restauration (1)
  • Serie: Planerroman
  • Buchtips
  • Heft 62: ÖkoLogisch Planen und Bauen (2)
  • Heft 65: Hausbau
  • Heft 66: IBA

Volltext

Ute Wittich _ 
Phantasie gegen Gewalt 
Jeder weiß davon, jeder kennt es, das 
umstrittene Projekt, kennt die Hintergründe, 
das Für der Politiker, das Gegen der Gegner. 
Einzelheiten brauchen an dieser Stelle nicht 
aufgezeigt zu werden. Seit es 1965 die ersten 
Stimmen und Prozesse gegen den Bau der 
Startbahn West gegeben hat, hat sich der 
Protest verdeutlicht, sind es mehr Bürger 
geworden, die sich wehren, ist die Art der 
Gegenwehr stärker, anders, intensiver gewor- 
den. Von einem der Wege, sich zu wehren, soll 
hier die Rede sein: vom Hüttendorf im 
Flörsheimer Wald, das errichtet wurde auf 
einem Waldgelände, auf dem nach dem Willen 
der Hess. Landesregierung und der FAG in 
Zukunft die Jets starten sollen. Millionen 
Bäume sollen fallen, Naherholungsgebiet im 
überlasteten Rhein-Main-Ballungsraum zu- 
betoniert werden. Gegen diese Art von 
Gewalt, gegen die Vergewaltigung der Land- 
schaft und des Bürgerwillens soll das Dorf ein 
Zeichen setzen, soll ein Teil des Widerstandes 
gegen den Bau der Startbahn West sein. 
Im Mai 1980 beginnt der Bau: Im 
Morgengrauen wird die erste Hütte errichtet, 
die der Bürgerinitiative der Städte Mörfelden- 
Walldorf, um die sich dann nach und nach 
andere Hütten gruppieren, bis sie einen 
geschlossenen Kreis mit einem Dorfplatz in 
der Mitte bilden. Später kommen im 
sogenannten Neubaugebiet weitere dazu, 
manche bleiben unvollendet. einige brennen 
ab, andere bekommen einen Erker hier, einen 
Fahrradschuppen dort, es gibt eine Küche, ein 
Vorratshaus, einen Funkturm, Wachttürme 
und das WC. Ein Brunnen wird gebohrt. 
Lebensmittel werden mal reichlich, mal 
spärlich aus der Bevölkerung gespendet, 
warmes Essen kochen die Walldorfer Frauen 
in der Pfarrküche und oft kommen ältere 
Besucher mit Tendern warmen Kaffees oder 
Suppe in den Wald zu den Dauerbesetzern. 
Entstanden sind in einem Jahr 60 bis 70 
Hütten mit aufmüpfigen Namen wie „Kratz- 
berscht“, „Feste Trotzkopp“, „Zornegickel“ 
und „Null Bock“ oder so liebenvollen wie 
„Kuckucksnest“; klein war das Kinderhaus, 
kleiner der Hasenstall, am kleinsten das 
Vogelhaus. Es gab ein- und mehrgeschossige 
Hütten, Baumhäuser und Zelte, eines wiegte 
sich von Seilen gehalten im Wind, andere 
waren im sandig-kiesigen Waldboden einge- 
graben und nur über eine Einstiegsluke zu 
betreten. 
Die Baumaterialien mußten zum Teil 
mühsam. herangschleppt werden. Abgeholzte 
Stämme gibt es kostenlos und genügend im 
Wald; hinzu kommen Materialien, die unsere 
Wegwerfgesellschaft gegen Propperes aus- 
tauscht, das aber draußen im Wald gut 
wiederverwendet werden kann: Türen und 
Fenster, Teppichböden, Klappläden, Paletten 
und Öfen - Keller und Sperrmüll bieten so 
einiges. Nägel, Werkzeuge, Dachpappe, Ofen- 
rohre und Bretter sind Materialspenden aus 
der Bevölkerung und von Firmen aus der 
Umgebung. Es gibt einen Werkzeugschuppen, 
in dem die Sägen, Hämmer und Seile zum 
Bauen bereitliegen. 
Mehrere Wochen - allein und an Wochen- 
enden mit Hilfe anderer - bauen die Leute an 
ihren Hütten, die meisten wagen sich zum 
Das Kuckucksnest 
links: Ansicht 
oben: Dachterrasse 
unten: 2. Ebene 
rechts oben: 1. Ebene 
rechts unten: Ansicht 
erstenmal an ein architektonisches Unterneh- 
men, Frauen genauso wie Männer. Und so 
entsteht aus’der Widerstandsidee heraus eine 
Ansammlung von phantasievollen Behau- 
sungen, einfallsreich und skuril, voller 
Charme und rotzfrech. Urformen der Bau- 
kunst, Hütten, die Schutz bieten vor Regen 
und Kälte, wie sie schon unsere Vorfahren 
errichteten, mit einfachen Mitteln, wie man sie 
auch bei primitiven Kulturen heute findet; 
aber auch ım Wald tritt das Schmuckbedürf- 
nis der Bewohner zutage: Ist der Zweckbau 
erst fertiggestellt, wird geschnitzt und gemalt, 
werden Fahnen genäht und an Gardinen 
gehäkelt, ein Gärtlein angelegt. Ohne Archi- 
tekt, ohne Bauaufsicht oder Statik wird 
gebaut, aber für die Bedürfnisse der Bewoh- 
ner, die in den Hütten (auch im Winter) und 
die die einfache Holzhütte für die Sache 
eintauschen gegen ihre zentralgeheizte Stadt- 
wohnung. 
Über ein Jahr hat das Hüttendorf gestan- 
den, als Anlaufstelle und Informationsquelle 
für viele. Am 2.11.1981 haben sie es 
niedergewalzt: Bagger und Raupen haben die 
mit viel Liebe und viel Zeitaufwand (oft neben 
Studium und Beruf) gebauten Hütten zusam- 
mengeschoben. Übrig geblieben vom Dorf 
sind die Fotografien, Dokumente dieses Teils 
des Widerstandes, übrig geblieben aber im 
Kopf ist immer noch der Widerstand gegen ein 
sinnloses, gigantisches Projekt der Umwelt- 
zerstörung. 
Von Ute Wittich erscheint 1982 bei Fricke 
in Frankfurt a.M. ein Fotobuch zur Start- 
bahn West. Titel: ”Phantasie gegen Gewalt” 
| 4
	        

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