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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

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Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1571051867188
Titel:
ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Erscheinungsort:
Aachen
Erscheinungsverlauf:
1.1968-
Signatur:
Archiv IGMA
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/

Band

Persistenter Identifier:
1571051867188_1980
Titel:
ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen
Jahrgang/Band:
1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54
Erscheinungsjahr:
1980
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 51/52: Ökologisch Planen und Bauen
Strukturtyp:
Ausgabe

Teil

Titel:
Ökologische Stadterneuerung
Strukturtyp:
Teil

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)
  • Heft 49: Kultur - in die eigene Hand genommen
  • Heft 50: Wiederentdeckung des Raumes: Stadträume - Sozialräume
  • Heft 51/52: Ökologisch Planen und Bauen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Aktuelles
  • Rezensionen, Filme, Buchtips
  • Tagungsberichte
  • Ökologie - Von der Wissenschaft zur Politik
  • Wirksame Energienutzung in der Stadtplanung
  • Ökologische Stadterneuerung
  • Dossier: Geobiologie
  • Reparatur der Industrielandschaft
  • Auf der Suche nach der Landschaft
  • Heft 54: Die Agonie der Wohnungspolitik

Volltext

Ökologische Stadterneuerung 
Klaus-Dieter Heise, Per Krusche, Wolf-Rüdiger Lutz* 
Grundlegung eines Konzepts ökologischer 
Stadtgestaltung 
Energiekrise, Umweltverschmutzung, 
Dichtestress, Vereinsamung und Natur- 
entfremdung, fast alle Dilemmata der 
Industriegesellschaften finden ihren 
intensivsten und extremsten Ausdruck 
in den städtischen Agglomerationen. 
Die Stadt wurde zum Symbol und zur 
Metapher der Fehlentwicklungen in 
den hochindustrialisierten Zivilisationen. 
Lösungskonzepte gab es viele, doch 
kaum eines konnte in der Praxis halten, 
was es theoretisch versprach. Weder die 
Erfüllung der Forderung sozialwissen- 
schaftlicher Disziplinen, bei der Um- 
weltplanung mitwirken zu können, 
führte zu einer feststellbaren Verbesse- 
rung von Planungsprozeß und Produkt 
— noch die verbalradikalen Analysen 
der polit-ökonomischen Materialisten, 
die einzig die proletarische Revolu- 
tion als Voraussetzung zur humanen 
Stadtplanung gelten ließen. 
Alle diese eindimensionalen An- 
sätze scheiterten an ihrem eigenen 
Omnipotenzanspruch und der elitä- 
ren Exklusivität, die jede alternative 
Strategie verhinderte. 
Doch während sich wissenschaft- 
liche Fachdisziplinen und Berufsgrup- 
pen gegenseitig die Kompetenz zur 
Umweltgestaltung und Planungsverant- 
wortung absprachen, begannen einige 
Gruppen und Individuen an verschie- 
denen Stellen in der Welt nach eigenen 
Wegen zu suchen, die in ihrer unmittel- 
baren Umwelt und ohne die großen In- 
stitutionen und Systeme machbar 
waren. 
Bereits existierende alternative Tech- 
nologien, Siedlungs- und Sozialexperi- 
mente der Gegenkulturbewegung oder 
sogenannten „Alternativbewegung” in 
Europa und den USA sind das Produkt 
eines aus den Umdenkprozessen hervor- 
gegangenen, neuen Bewußtseins. Diese 
Bewegung, die in den USA in den 60er 
Jahren ihren Anfang nahm, wird von 
einem qualitativ neuen Bewußtsein ge- 
tragen. Vor dem Hintergrund veränder- 
ter ethischer und moralischer Werte, die 
sich auf das langfristige Ziel des Überle- 
bens der Menschheit beziehen, beweist 
sie eine neue Gestaltungskraft und den 
Willen zur selbstbestimmten Planung 
und Organisation ihrer Umwelt- und 
Lebensbedingungen. Ihr „anderes’”” Wert 
konzept orientiert sich an weltanschau- 
lichen, kosmologischen Fragestellungen 
ebenso wie an religiös-spirituellen und 
ist im Gegensatz zur materialistischen, 
zweidimensionalen Denkweise von 
einer ganzheitlichen Sicht der Welt ge- 
prägt. 
Bezogen auf die Architektur und 
Umweltgestaltung bedeutet diese alter- 
native Perspektive eine grundsätzliche 
Umorientierung der Planungsphiloso- 
phien und -methoden. 
Auf eine vereinfachte Formel ge- 
bracht sieht das ökologische Planungs- 
paradigma gegenüber dem konventio- 
nellen Planungsprinzip folgendermaßen 
aus: 
GEGENÜ3SL.. 
„vG DER PRINZIPIEN KONVENTIONE? 
_LER UND ÖKOLOGISCHER STADTGESTALTUNG 
Konventionelle Stadtplanung 
Ökologische Stadtgestaltung 
Die Planung und Entwicklung folgt hauptsächlich bis aus- 
schließlich ökonomischen und technologischen Kriterien 
und Zielen, die einer Vielzahl jeweils quantitativ-wachstums- 
orientierter Rationalitäten entsprechen. 
Die ökologischen Zusammenhänge und Erfordernisse bilden 
die Grundlage der Stadtgestaltung. Qualitatives Wachstum 
in Richtung höherer Systemstabilität und Vernetzung werden 
durch weitgehend kleinräumige, dezentrale und unabhängige 
Entwicklung gefördert. Dynamik und Anpassungsfähigkeit 
der städtischen Systeme an die naturräumlichen, ortsspezifi- 
schen und klimatischen Verhältnisse werden vor allen anderen 
Gesichtspunkten betrachtet. 
Die Stadt wird als technisches System betrachtet, als Maschine 
die bestimmte Funktionen zu erfüllen hat. Ihre Struktur und 
ihre Entwicklung folgt deshalb einer Maschinenrationalität, 
die „out-put”-orientiert ist und vor allem die Verwertbarkeit 
und wirtschaftlichen Aspekte in den Vordergrund stellt. 
Die Stadt wird als „lebendes” System angesehen, das sich in 
einem dynamischen Prozeß seinen Lebens- und Überlebens- 
fähigkeit steigert, indem es sich mehr und mehr die Eigen- 
schaften pflanzlicher und organischer Systeme zu eigen 
de — und damit selbst zu einem lebenden Organismus 
wird. 
Die Stadt ist der Spiegel der Gesellschaft des Industriezeitalters; 
die materialistische Ausrichtung der Industriekultur macht die 
gebaute Umwelt zu einer Manifestation der Werte dieser Zeit. 
Die ökologische Stadtgestaltung folgt einem nachindustriel- 
len Gesellschaftsbild, das neue Werthaltungen mit sich bringt. 
Der stattfindende soziale Wertewandel stellt neue Forderunger 
an den baulichen Rahmen, insbesondere an die Flexibilität 
und Dynamik des städtischen Systems. 
Die Separierung von Lebensbereichen und Funktionstrennung 
ist eines der Hauptinstrumente biahariger Stadtplanung. Ordnung 
‚wird durch kategorische Flächenaufteilung erzeugt. Definierte 
Nutzungen regeln die urbanen Funktionen, Leben wird sowohl 
räumlich als auch zeitlich sektioniert und dadurch reduziert. 
Die ökologische Stadtgestaltung integriert die städtischen 
Funktionen und stellt sogar die Verbindung mit ländlichen 
Bereichen her, indem sie das Land in die Stadt holt, bzw. ur- 
banes Leben in die Dörfer trägt. Funktionsmischung und 
multifunktionale Nutzungen sind Kennzeichen ökologischer 
Städte. Dabei muß im kleinmaßstäblichen Bereich gearbeitet 
werden: Kleine autonome Zentren müssen alle Funktionen 
städtischen Lebens enthalten, sowie auch für ihre eigene 
ökologische und ökonomische Grundlage sorgen. 
Die Planung geschieht in einem hierarchisierten, arbeitsteiligen 
Prozeß durch eigens dafür ausgebildete Experten. Diese müssen 
nicht unbedingt Betroffene ihrer eigenen Arbeit sein, sondern 
interpretieren stellvertretend für die Nutzer deren Bedürfnisse 
und Vorstellungen. 
Okologische DER ReSTAITUDE geschieht in einem interaktiven 
Prozeß zwischen allen Beteiligten. Weitestgehende selbstbe- 
stimmte Umweltgestaltung durch die Nutzer und abgestimmte 
Verfahrensweisen bezüglich regionaler und infrastruktureller 
Planungen führen zu einem Gestaltungsprozeß, wo die Gren- 
zen zwischen Experten, Laien, Betroffenen und Planern auf- 
gehoben sind. 
Diese Prinzipien müssen nun durch praktische Schritte und Maßnahmen umgesetzt werden. Eine erste Übersicht soll die folgend e 
Darstellung von 7 Grundforderungen geben. 
7 FORDERUNGEN UND MASSNAH- 
MEN ZUR ÖKOLOGISCHEN 
STADTGESTALTUNG 
o Ergänzungsbetriebe, die durch Be- 
triebskopplungen zu Energie- und 
Materialkaskaden notwendig werden, 
abfallverarbeitende Werkstätten 
o Werkstätten und Betriebe, die Güter 
in Kooperation mit der ‘Partner- 
Siedlung’ erstellen und verteilen 
oO. Einhelhandelsläden für die im Ge- 
biet produzierten Güter und Nah- 
rungsmittel etc. 
Oo sowie eine Reihe weiterer Einrich- 
tungen des sozialen und kulturellen 
Lebens, die die Eigenständigkeit des 
Gebietes weiter erhöhen würden. 
2. Die teilweise Rückführung der Nah- 
rungsmittelproduktion und 
-verarbeitung in den Haushalt, die 
Nachbarschaft oder Gemeinde 
1. Die räumliche Integration von Woh- 
nen und Arbeiten ... 
... bedeutet: 
o Verringerung des Verkehrsaufkom- 
mens 
o das Wiedernutzbarmachen von 
Straßenräumen 
Die Voraussetzung für die Umsetzung 
dieses langfristig anzustrebenden Ziels 
ist die Neuformulierung einer angemes- 
senen Dichte in den Städten, die Selbst- 
steuerung und natürliche Nahrungs- 
ketten zuläßt. 
Neue Gewerbeansiedlungen im klein- 
teiligen Maßstab ergeben sich durch: 
Oo die ökologisch integrierten, block- 
eigenen Ver- und Entsorgungssyste- 
me (Planung, Aufbau, Wartung, Repa- 
ratur, Verbesserung etc.) 
o den Nahrungsmittelanbau, Klein- 
tierhaltung und Fischzucht etc. 
Oo Reduktion der energieintensiven, 
landverschwendenden, industriali- 
sierten, monokulturellen Anbaumetho- 
den der Nahrungsmittelproduktion 
o Reduktion der verkehrserzeugenden 
Transportwege 
durch 
Oo Einrichten von Hausgärten, Schreber- 
gärten, Dachgärten, Nutzgärten in 
Parks 
Oo Einrichten von Spalieren und Pflan- 
zengerüsten, Gewächshäusern, Klima- 
fassaden. 
Die in den „Planungswerkstätten” 
erarbeiteten Erkenntnisse von R. Doer- 
nach, G. Löhnert, M. Mattern, H. Kroe- 
ker, A. Dresely, M. Lechler und M. 
Kuenzlen wurden in diesem Beitrag 
mitverwendet. 
39
	        

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