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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1571051867188
Titel:
ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Erscheinungsort:
Aachen
Erscheinungsverlauf:
1.1968-
Signatur:
Archiv IGMA
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/

Band

Persistenter Identifier:
1571051867188_1980
Titel:
ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen
Jahrgang/Band:
1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54
Erscheinungsjahr:
1980
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 50: Wiederentdeckung des Raumes: Stadträume - Sozialräume
Strukturtyp:
Ausgabe

Teil

Titel:
Aktuelles
Strukturtyp:
Teil

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)
  • Heft 49: Kultur - in die eigene Hand genommen
  • Heft 50: Wiederentdeckung des Raumes: Stadträume - Sozialräume
  • Inhaltsverzeichnis
  • Aktuelles
  • Schwerpunkt: Städtischer Raum - der sozialwissenschaftliche und städtebauliche Ansatz
  • Dossier: Architekturausbildung an der Unité Pédagogique No. 3, Versailles
  • Diskussion um Wohnungspolitik I
  • Rezensionen
  • Heft 51/52: Ökologisch Planen und Bauen
  • Heft 54: Die Agonie der Wohnungspolitik

Volltext

AKTUELLES 
SEE“ 
SoRRY HEREN , IN ONZE 
RECHTSORDE HEB IK WEL 
MACHTSMIDDELEN TEGEN 
KRAKERS, MAAR NIET 
TEGEN SPECULANTEN.../ 
„Sorry, meine Herren, in unsrer Rechtsordnung hab’ ich zwar Macht- 
mittel gegen Hausbesetzer, aber nicht gegen Spekulanten ...!” 
(De Volkskraant 4.3.80) 
Überall ist Amsterdam ... 
Neue Wohnungsnot: leerstehende Wohnungen, 
Hausbesetzungen, polizeiliche Räumungsaktionen ... 
Vor einem „Wohnungsberg”” in den 80er Jahren warnte Kurt Bieden- 
kopf 1978, nachdem er in die (seit 10 Jahren fortgeschriebene) Sta- 
tistik geschaut hatte. Der Deutsche Mieterbund entgegnete damals: 
über eine Million Wohnungen stünden nur auf dem Papier und in den 
Ballungsräumen zeichne sich im Gegenteil ein neuer Wohnungsmangel 
ab. Er behielt recht, wie die jüngste 1%-Wohnungsstichprobe belegt. 
Minister Dieter Haack dagegen spielt das Problem herunter: „Eine 
schlimme Wohnungsnot gibt es nicht.” 
Aachen: Steht Hausbesetzung bevor? 
Trotz hoher Wohnungsnot, die vor 
allem die Studenten zu spüren be- 
kommen, stehen in der Goerdelerstr. 
(ehem. Kaiserstr.) mehrere Jugend- 
stilhäuser leer. Sie gehören der 
Stadt. Zugunsten einer Verbreite- 
rung der Straße auf vier (später drei) 
Spuren sollten die Häuser zunächst 
gänzlich abgerissen werden. Der 
massive Protest einer BI führte 
dazu, daß die Häuser zwar stehen 
bleiben, aber mit Arkaden durch- 
löchert werden sollen, was gar 
nicht so einfach ist bei sehr unter- 
schiedlichen Kellerdecken-Niveaus. 
Das Ganze nur. um für drei Spuren 
zusätzliche 70 cm Platz zu gewin- 
nen. Ein Vorschlag des AStA, die 
Wohnungen wenigstens zwischen- 
zeitlich an Studenten zu vermieten, 
wurde abgewiesen. 
Verkehrsplanerisch ist das Gan- 
ze durchaus überflüssig, aber es 
existierte ein alter Bebauungsplan 
— einstimmig verabschiedet von 
allen drei Fraktionen. Dieser.Kon- 
sens ist unter dem Eindruck der 
Bürgerproteste zerbröselt. Die 
herrschende CDU jedoch möchte 
sich nicht dem „Druck der Stra- 
Be” beugen ... 
Bremen: 
Bürgerkrieg um Stadtzerstörung 
Am 11.2.80 besetzt die Bremer 
Bürgerinitiative gegen Atoman- 
lagen (BBA) längere Zeit schon 
leerstehende Ladenräume in 
Fedelhörn 73. Sie erklärt: „Die- 
se Aktion ist auch Ausdruck un- 
serer Solidarität mit den Haus- 
besetzungen in verschiedenen 
Stadtteilen, gegen die weitere 
Kommerzialisierung und Zerstö- 
rung unsres Stadtteils. „Vorge- 
schichte: die bisherigen Laden- 
räume der BBA im Fedelhörn 
14 sollen im Zuge der Sanierung 
des Ostertorviertels abgerissen 
werden und durch ein Apparte- 
ment- und Geschäftshaus ersetzt 
werden. Der Eigentümer hatte 
der Initiative Gas, Wasser und 
Strom gesperrt. Der Voreigen- 
tümer, die „Neue Heimat””, hatte 
das Haus Fedelhörn 14 weitge- 
hend verkommen lassen. 
Entgegen sonstiger Übung 
wird bereits zwei Tage später um 
7 Uhr 30 geräumt. Noch am Vor- 
abend hatte — vermittelt durch 
die Jusos. — eine Veranstaltung 
über das Atomprogramm mit 
Umweltsenator Brückner (SPD) 
stattgefunden, zu der auch die 
BBA eingeladen war. (Ob der 
wohl wußte, was am nächsten 
Morgen passieren würde ...? ) 
Am selben Tag, 12.2., 9 Uhr 
(so spät? ) wurden die bereits 
seit 10 Monaten besetzten Häu- 
ser Osterdeich 12 u. 13 von der 
Polizei gestürmt, obwohl eine 
gerichtliche Entscheidung über 
eine spätere Räumung unmittel- 
bar bevorstand. Die Häuser wur- 
den von Bauarbeitern umgehend 
unbewohnbar gemacht. Die 20 
Leute vom Osterdeich übernach- 
teten daraufhin im neuen BBA- 
Laden Fedelhörn 73 und wurden 
bereits am nächsten Morgen 
zum zweitenmal Opfer polizei- 
licher Räumungsaktionen. 
In der darauffolgenden Woche 
herrscht Bürgerkriegsstimmung 
im Ostertorviertel. Protestdemon- 
strationen gegen die Stadtzerstö- 
rung durch SPD-Senat und die 
Bremische ‚Gesellschaft für 
Stadtentwicklung und Wohnungs- 
bau” (Sanierungsträger) werden 
zumeist von Polizei zusammen- 
geknüppelt. Nach Abschluß einer 
Demonstration am 19.2. exerzie- 
ren einige Polizeihundertschaf- 
ten eine Bürgerkriegsübung: die 
restlichen Demonstranten wer- 
den von zwei Seiten her zusam- 
mengetrieben, Leute aus Haus- 
eingängen, ja selbst aus einem 
Kinovorraum gezerrt. 
„Sicherheit für die 80er Jah- 
re”; Welche Übereinstimmung 
von Theorie und Praxis sozial- 
demokratischer Politik! 
18.2.: Die „Bremische” aller- 
dings steckt zurück: überraschend 
bot sie der BBA Räume in der 
St.Pauli-Str. 10/12 an. Der Miet- 
vertrag wurde abgeschlossen. 
Frankfurt: Go in’s Wohnungsamt 
19.3. Das Frankfurter Wohnungs- 
amt erhält für zwei Stunden unge- 
wohnten Besuch. 70 Leute aus 
der ganzen Region dringen in die 
kommunale Wohnungsvermitt- 
lungsstelle und in das Sozialamt 
ein, beglücken die Sekretärinnen 
mıt Blumen, den Portier mit 
einer Flasche Wein und die Amts 
leiter mit Fragen.über das krasse 
Mißverhältnis einer Riesenzahl 
von Wohnungssuchenden 
(23.000 allein sind amtlich re- 
gistriert!) und dem überall leer- 
stehenden Wohnraum. 
Ein Amtsleiter verschwand 
darauf sofort in sein Büro und 
verriegelte die Tür. Nachdem 
alles vorüber war, erlärte er sich 
„als die völlig falsche Adresse”: 
„Da müssen Sie zu Herrn Wall- 
mann (OB) und den verantwort- 
lichen Politikern gehen.” (Daß 
die Sozialbürokratie unverantwort- 
lich ist, scheint also bereits Amts- 
leitern bewußt geworden zu sein!) 
Doch zurück zum Geschehen: Die 
„Besetzer”” — unter ihnen zahlrei- 
che Hausbesetzer — hängen aus 
dem 10. und 2. Stockwerk Trans- 
parente (war wohl noch ein ziem- 
lich unmodernes Hochhaus ohne 
Klimaanlage!). Auf einer anschlie- 
ßenden Pressekonferenz im besetz- 
ten Haus in der Fechenheimer Str. 
beklagen die „Besetzer”” besonders 
den „absoluten Notstand bei Groß- 
wohnungen”: „Eine Familie mit 
mehr als zwei Kindern oder auch 
eine Wohngemeinschaft ist doch 
heute völlig aufgeschmissen.”” 
Sie fordern „alle Gemeinden in 
diesem Land” auf, „in öffentli- 
chem Besitz befindliche leerste- 
hende Räume, Häuser und Fabri- 
ken den Menschen zu annehmba- 
ren Bedingungen zur Verfügung 
zu stellen”, damit „die dort leben 
können, wie sie es wollen.” 
Der erwähnte Wohnungsamts- 
leiter ist da doch ganz anderer Mei- 
nung: „Wir können den Mangel 
doch nur verwalten, helfen kön- 
nen wir nur in den dringendsten 
Fällen und das sind in der Regel 
die jungen Leute nicht. Schließ- 
lich hat es doch nicht meine Ver- 
waltungsbehörde zu verantworten, 
daß Jugendliche heute mit 17 
oder 18 Jahren das Elternhaus ver- 
lassen wollen.” (Klartext: Zurück 
marsch, marsch ins Elternhaus. da 
habt ihr noch ’ne Kammer — für 
Euch können wir doch keine Woh- 
nungen bauen!) 
Der Herr Amtsleiter irrt: 1. gibt 
es heute schon Kinder von 10 Jah- 
ren, die'nicht mehr im Elternhaus 
wohnen, sondern in Kinderkommu- 
nen, wie z.B. die Nürnberger 
„Stadtindianer”, 2. ist es doch 
eben diese Verwaltungsmentalität, 
der der Herr Amtsleiter nicht nur 
seine eigenen besseren Anlagen 
geopfert hat, sondern deren chao- 
tisierende Effekte diese Gesell- 
schaft mehr und mehr desorgani- 
sieren! 3. ist dem Herrn Amtslei- 
ter offenbar aufgrund zuwiderlau- 
fender Alltagserfahrung unbe- 
kannt, daß Artikel 1 des Grund- 
gesetzes immer noch geltendes 
Recht ist. 
Freiburger „Dreisameck“ 
Ende oder Wende? 
Eine Häusergruppe — von den 
Bewohnern liebevoll „Dreisam- 
eck” genannt — ist von einem 
Bauspekulanten im Konkurs 
v.a. an zwei Banken verloren 
worden. Die Konkursverwaltung 
sicherte sie einer Versicherung 
zu, die allerdings nur kaufen 
will, falls die Häuser bis auf 
eine denkmalsgeschützte Fassa- 
de abgerissen sind. Die „Grü- 
nen”, in Freiburg mit 11% der 
Stimmen gewählt, wollten 
eine Genossenschaft gründen, 
die die Kaufsumme von 4,2 
Mio DM aufbringt und die Häu- 
ser den Klauen der Bagger ent- 
reißt. Über eine Mio haben sie 
schon zusammen. Am 18.3. 
sollte das erste Haus abgerissen 
werden, deshalb übernachteten 
über 200 Leute darin.. 
Die legalen Bewohner, per 
Gerichtsbeschluß gekündigt, 
sind seither wieder in die Ille- 
galität gedrängt. Sie hatten 
seit langem das Eck zu einem 
Kommunikationsort für alle 
gemacht, die sich für die Erhal- 
tung von billigem Wohnraum in 
der Innenstadt bzw. gegen die 
horrende Wohnungsnot ein- 
setzten. 
Über die Vorgeschichte(n)
	        

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