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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1571051867188
Titel:
ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Erscheinungsort:
Aachen
Erscheinungsverlauf:
1.1968-
Signatur:
Archiv IGMA
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/

Band

Persistenter Identifier:
1571051867188_1980
Titel:
ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen
Jahrgang/Band:
1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54
Erscheinungsjahr:
1980
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 50: Wiederentdeckung des Raumes: Stadträume - Sozialräume
Strukturtyp:
Ausgabe

Teil

Titel:
Schwerpunkt: Städtischer Raum - der sozialwissenschaftliche und städtebauliche Ansatz
Strukturtyp:
Teil

Artikel

Titel:
Zur Konstitutionsproblematik des städtischen Raumes
Autor:
Kuhnert, Nikolaus
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1980, Jg. 12, H. 49- 51/52, [53], 54)
  • Heft 49: Kultur - in die eigene Hand genommen
  • Heft 50: Wiederentdeckung des Raumes: Stadträume - Sozialräume
  • Inhaltsverzeichnis
  • Aktuelles
  • Schwerpunkt: Städtischer Raum - der sozialwissenschaftliche und städtebauliche Ansatz
  • Editorial
  • Typologien
  • Wohnen, kulturelle Modelle und Architektur
  • Kleines Manifest
  • Der architektonische Raum: Ein soziologischer Ansatz
  • Zur Konstitutionsproblematik des städtischen Raumes
  • Dossier: Architekturausbildung an der Unité Pédagogique No. 3, Versailles
  • Diskussion um Wohnungspolitik I
  • Rezensionen
  • Heft 51/52: Ökologisch Planen und Bauen
  • Heft 54: Die Agonie der Wohnungspolitik

Volltext

Blick vom Turm der Frauenkirche. Die auf die Frauenkirche ausgerichtete konische Führung 
der nördlichen und südlichen Platzwand des Marktes ist deutlich erkennbar. Der Elbstrom mit 
dem Anschnitt der Bischofsburg (links) bildet die Begrenzung des alten Stadtkernes nach 
der Wasserseite zu. Aus dem fast senkrechten Blick auf die Elbbrücke ist ersichtlich, daß der 7 
Turm der Frauenkirche bei umgekehrter Blickrichtung optisch im Zielpunkt steht und erst bei 
Betreten der Elbstraße wieder — bis zum Austritt in den Markt — verschwindet 
ihre Begründung und letzte Bestimmung 
im Raum findet, den er aber differen- 
zierter faßt als SÖRGEL. Er unterschei- 
det zwischen Innen- und Außenraum, 
in seiner Terminologie, zwischen „ein- 
geordneten” (= Innenräumen und 
..übergeordneten” (= Außenräumen) Räu- 
men. Das ‚„, Wesen der Baukunst” be- 
stimmt er dann schlußendlich als „die 
Gestaltung eingeordneter Räume durch 
Körpergestaltung im Zusammenhang mit 
übergeordneten Räumen” (ebd., S. 28). 
Diese verschiedenen Positionen ver- 
suchen, etwas vereinfacht, die Raumkon- 
stitution dem Architekturbegriff einzu- 
schreiben; sie als sein „Wesen’’ zu fas- 
sen. Vom ‚Wesen der Baukunst” han- 
deln aber diese Arbeiten nicht nur, son- 
dern sie heißen auch so, wie die von 
ADLER (1926a), KLOPFER (1920) u. 
a. In dieser Weise begreifen sie Architek- 
tur als Instrument — Volumen, Körper, 
Masse — der Raumbildung; die räumli- 
chen Ordnungen interessieren. Zum an- 
deren betrachten sie die Architektur 
als Verkörperin symbolischer Werte. Sie 
ist Bedeutungsträger, Träger von Bau- 
bzw. Raumcharakteren. Auch hier wol- 
len wir nur ein kurzes Resumee ziehen. 
Als Vertreter dieser Richtung führt 
PAUL ZUCKER u.a. LEOPOLD ZIEG- 
LER (1912), MAX UNGLEHRT (1923), 
HERMANN EICKEN (1918), JOSEF 
FRANK (1931) an. Als Beispiel für die- 
se Richtung sei auf LEOPOLD ZIEG- 
LER verwiesen, der in „„Florentinische 
Introduktion zu einer Philosophie der 
Architektur und Bildenden Kunst’ am 
stärksten den symbolischen Charakter 
von Architektur herauszustellen versucht. 
Für ZIEGLER liegt die Bedeutung der 
Architektur nicht in der Funktion (oder 
Konstruktion), sondern ‚in jenen Tei- 
len, die per se strukturell undefiniert 
sind’ (Zucker, 1951, S. 10): im Charak- 
ter der Fassade z.B. 
In dieser Hervorhebung der räumlich- 
symbolischen Bedeutung von Architek- 
tur bemühte man sich damals das „We- 
sen der Baukunst” zu erfassen — Wesen 
der Baukunst deshalb, weil man, in der 
Tradition der idealistischen Philosophie 
befangen, alle gesellschaftlichen Fragen 
als ein der Architektur „Äußerliches” 
(Hegel) empfand, das die Architektur 
als schöner Kunst, als Baukunst also, 
als solche nicht betraf. Fragen der ‚„„Nütz- 
lichkeit und der Beziehung auf (...) (so- 
ziale) Bedürfnis(se)’” wurden mit Schel- 
ling, den wir hier zitieren, „nur als (der 
Architektur als schöner Kunst äußerli- 
che, d.V.) Bedingung (und) nicht (als) 
Prinzip” (Schelling) verstanden. Als Bau- 
kunst betraf sie das nicht. Erst, was 
über das soziale Bedürfnis, über den Ge- 
brauchswertcharakter von Architektur 
hinausging, berührte sie. Und das ver- 
suchte man, sehr deutsch, in ästheti- 
schen Fundamentalbegriffen zu bestim- 
men: „Raum, Körper, ihre Beziehungen, 
der symbolische Charakter von Archi- 
tektur”” (Zucker, 1951, S. 10). 
Man versuchte also damals — und 
deshalb interessieren wir uns.für diese 
vergessene Tradition — der Architektur 
die Raumkonstitution als das ihr eigene 
wesensmäßige begriffliche Bildungsele- 
ment einzuschreiben, wie es sich heute 
die „Rationale Architektur” mit 
dem Stadt-Bau zu tun bemüht. 
Denn wie heißt es so schön im 
Lied, dessen Text ALDO ROSSI apo- 
kryph, aber zielstrebig vorträgt: 
„Die Architektur der Stadt hat in der Tat ei- 
ne präzise Bedeutung, die vereinfacht gesehen 
lautet: die Stadt als Architektur betrachten 
heißt, die Bedeutung wiederzuerkennen, die 
dem Aufbau (costruzione) der Architektur 
als einer autonomen Disziplin zukommt, ei- 
ner Disziplin aber, die gerade nicht in einem 
abstrakten Sinne autonom sein kann, weil 
sie in der Stadt das sie selbst (...) konstittı- 
ierende Phänomen findet (...) (Rossi, 1966, 
8:3). 
In anderen Worten, ALDO ROSSI ver- 
sucht mit dieser Bestimmung der Ar- 
chitektur zweierlei zu verbinden: die 
Einführung der Architektur als das für 
den Stadt-Bau (oder Raum) konstitu- 
tive Medium und, unauflöslich damit 
verbunden, die Rekonstruktion der Ar- 
chitektur als autonome, weil eben 
stadtkonstitutive Disziplin. Wobei sich 
das Problem in der Verknüpfung von 
Raumkonstitution und Rekonstruktion 
der Disziplin verbirgt, anders ausge- 
drückt, in dem aus der raumkonstituti- 
ven Bedeutung von Architektur gezoge- 
nen Schluß von der Autonomie der Ar- 
chitektur. Wenn nämlich die Architek- 
tur nach ROSSI für den Stadt-Bau als 
konstitutiv angesehen werden kann, 
dann aufgrund des ihr als solcher — 
ihrem „Wesen”’ nach hätte man früher 
gesagt, ihrer Disziplin nach sagt man 
heute — zukommenden räumlichen 
Charakters, der ihr als solcher zur Ver- 
fügung stehenden Regeln und Elemen- 
te der Raumbildung. Wesen der Bau- 
kunst, Autonomie der Architektur — 
interessant wäre es, die Verbindungsli- 
nien noch genauer zu ziehen, z.B. zu 
den Versuchen von LEO ADLER 
(1926b), eine „Architekturmorpholo- 
gie”, aufbauend auf einer „architektur: 
typologischen Forschung” (ebd., S. 
280), zu entwickeln; oder zu den Ar- 
beiten FRITZ SCHUMACHERS, der 
in „Die künstlerische Bewältigung des 
Raums” schon mit einer ALDO ROS- 
SI weitgehend ähnlichen Begrifflichkeit 
arbeitet. So spricht er z.B. von der 
„Architektur als städtische Erscheinung’ 
(Schumacher, 1918, S. 400) wie ROS- 
SI von ihr als fatto urbano,städtischem 
Phänomen spricht. 
Trotzdem wird man fragen, ob es 
sich hier nicht um eine zurecht verges- 
sene Tradition handele und ob unser 
Bemühen, ideengeschichtliche Bezüge 
zur gegenwärtigen Architekturdiskussion 
herzustellen bzw. diese,soweit sie im 
Ausland geführt wurde, zu „germanisie- 
ren”, nicht eine vergebliche Mühe ist. 
Sicherlich sind diese Traditionen zu 
Recht vergessen, wenn wir an das mit 
der Orientierung an Architektur als 
Baukunst gesetzte idealistische Verhält- 
nis von Architektur und Gesellschaft, 
an den damit angesprochenen gesell- 
schaftspolitischen Konservativismus den- 
ken. Aber die Bezüge zur Gegenwart 
sind gerade hier überdeutlich. Denn bei- 
de, ein neo-idealistischer Architekturbe- 
griff — der sich heute hinter der For- 
derung nach Autonomie der Architektur 
verbirgt, wie er damals im Verständnis 
der Architektur als Baukunst offen zu- 
tage trat — und ein mit ihm einherge- 
hender gesellschaftspolitischer Konser- 
vatismus sind auf widersprüchliche Wei- 
se wieder aktuell. Diese Aktualität wird 
noch durch einen sich auf breiter Linie 
durchsetzenden Umdenkungsprozeß ge- 
genüber traditionell konservativen Wer- 
ten bestärkt, in dem ein Teil der sog. 
Mittelschichten die gegenwärtige ökono- 
mische Krise ideologisch aufarbeitet. 
Man denke nur als Beispiel an den 
manchmal nur noch als Betonungsdif- 
ferenz herauszuarbeitenden Unterschied 
zwischen konservativen und antikapita- 
37
	        

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