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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1571051867188
Titel:
ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
1.1968-
Standort:
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Signatur:
Archiv IGMA
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/lizenzen/rv-fz/

Band

Persistenter Identifier:
1571051867188_1983
Titel:
ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen
Jahrgang/Band:
1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72
Erscheinungsjahr:
1983
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Lizenz:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/lizenzen/rv-fz/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 71: Architekten für den Frieden - Architekturen für den Krieg?
Strukturtyp:
Ausgabe

Teil

Titel:
Todesarchitekturen
Strukturtyp:
Teil

Artikel

Titel:
Babels Monument für die Deutschen
Autor:
Kluge, Franz
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)
  • Heft 67: Wege in der Krise. Wege aus der Krise
  • Heft 68: Vom Hausbau zum Stadtbau
  • Heft 71: Architekten für den Frieden - Architekturen für den Krieg?
  • Inhalt
  • Arch+-Zeitung
  • Architekten für Frieden - Architekturen für Krieg?
  • Die Deutschen graben sich ein...
  • Orte, Regionen, Militär
  • Atlantikwall-Germanenwall
  • Todesarchitekturen
  • Architektur und Macht
  • "... ein Stück Heimat in Fremder Erde"
  • Tote ohne Testament
  • Die "Totenburgen" des Nationalsozialismus
  • Das Tal der Gefallenen
  • Babels Monument für die Deutschen
  • Heft 72: Regionales Bauen: Die Baufibel für Lothringen von Emil Steffann

Volltext

Die Inszenierung des kalten Kriegs wendet 
sich an die Emotion wie jedes Vorspiel. Dazu 
bedarf sie der Bilder. Geeignete werden 
mittlerweile, auch jenseits der Sprachbilder in 
den täglichen Schlagzeilen, massenhaft pro- 
duziert. In den Kinos, den Spiellokalen, den 
Groschenheftchen, ja selbst der Architektur 
wirken sie kurz, aber regelmäßig auf den 
Zerstreuten, der nichts als Entspannung sucht. 
So arbeitet eine ganze Bilderwelt fleißig an der 
nötigen psychischen Disposition. Für was? 
Darum sorgt sich eifrig eine technische 
Intelligenz, die neue Strategien entwirft und 
die Zielgenauigkeit erhöht - ganz unbelastet 
von bildlichen Vorstellungen dieser Zwecke 
1. Zur sicherheitspolitischen Situation 
D je Logik der militärischen Abschreckung 
durch gegenseitig gesicherte Vernich- 
tung gerät aus den Fugen. Die waffentechno- 
logische Entwicklung sowie neue Technolo- 
gien der Informationsverarbeitung ermög- 
lichen die Produktion wirkungsvoller Erst- 
schlags- und Entwaffnungssysteme. Mit die- 
sen rückt die Zerstörung oder Schwächung 
der gegnerischen Zweitschlagskapazität als 
eine neue strategische Option in greifbare 
Nähe. 
Mit dieser Aussicht konzipieren „Warfigh- 
ter-Strategen“ die noch fehlende „Sieg-Strate- 
gie“. Von nun an setzen sie die Verteidigung 
ihrer Ideale mit der militärischen Fähigkeit 
gleich, den Feind durch „chirurgisch“ präzise 
Atomschläge zu „enthaupten“ und das eigene 
Überleben zu sichern. Solche Überlegenheit 
und die Möglichkeit des Sieges gelten ver- 
ständlicherweise als Voraussetzung einer 
glaubwürdigen Atomkriegsandrohung.! 
Diese neue Glaubwürdigkeit, die Gewißheit 
eines erfolgreichen Managements der atoma- 
ren Auseinandersetzung, die Wiedereinset- 
zung selbst des Kernwaffenkriegs als ein 
Franz Kluge 
Babels Monument 
für die Deutschen 
Eine Paradoxie 
Mittel der Politik sollen fortan den nuklearen. 
Holocaust verhindern und den Frieden 
sichern.? Die neue Sicherheitsphilosophie 
plant die Katastrophe systematisch, damit sie 
eben dadurch verhindert werde. Der Traum 
der sicherheitspolitischen Vernunft gebiert 
aufs neue jene Paradoxien, die ihn schon so 
lange bestimmen: Sicherheit durch Unsicher- 
heit, Stabilität durch Destabilisierung, Gleich- 
gewicht durch Überlegenheit, Abrüstung 
durch Aufrüstung, Frieden durch Krieg. 
Dort, wo solche Widersprüche das Denken 
und Handeln zu lähmen drohen, ist es nütz- 
lich, sich einer sehr einfachen. und einleuch- 
tenden Tatsache zu vergewissern: Erst die 
Begrenzung des thermonuklearen Schlacht- 
feldes ermöglicht den Sieg. Jeder also, der in 
Zukunft für den Frieden, die Freiheit oder 
andere Ideale in den Krieg glaubt ziehen zu 
müssen und diesen nicht nur überleben, 
sondern auch gewinnen will, wird sich 
sinnvollerweise darum sorgen, das „nukleare 
Theater“ weit vor die eigenen Grenzen zu 
verlegen. 
Es gibt ein Land in dieser Welt, das 
aufgrund seiner besonderen politischen Lage 
und seiner wenig verarbeiteten Vergangen- 
heit und ohne Widerspruch seiner schweigen- 
den Mehrheit prädestiniert und bereit zu sein 
scheint, die Bühne für das möglicherweise 
begrenzte nukleare Drama freizumachen. 
Demnächst wird dieses Land eine Entschei- 
dung über die Modernisierung der alliierten 
taktischen Atomwaffen treffen, welche die 
Strategie des beschränkten Einsatzes von 
Nuklearwaffen in Europa erst realistisch und 
effektiv macht.? Dieses Land betreibt die 
Wiederbelebung einer oft erprobten und 
wenig bewährten nationalen Tugend mit Ent- 
schlossenheit: es ist zur Mittäterschaft und 
zum Opfer bereit. Sein Name ist Deutschland. 
2. Babels Antwort 
„Wir sind alle apathische Voyeure des eigenen Untergangs 
... Die Pershing-II-Rakete ist die Option auf den eigenen 
Seihsamord: Oskar Lafontaine, FAZ, 24.2.82 
Der Deutsche Albert Wilhelm Babel folgt der 
Logik dieser veränderten sicherheitspoliti- 
schen Konzeption und führt sie auf unge- 
wöhnliche Art zu ihrem schlüssigen Ende. Für 
den Fall und für die Zeit nach einer nuklearen 
Katastrophe entwirft Babel schon heute ein 
78
	        

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