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ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

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Rechte vorbehalten - freier Zugang
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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1571051867188
Titel:
ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
1.1968-
Standort:
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Signatur:
Archiv IGMA
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/lizenzen/rv-fz/

Band

Persistenter Identifier:
1571051867188_1983
Titel:
ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen
Jahrgang/Band:
1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72
Erscheinungsjahr:
1983
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Lizenz:
https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/lizenzen/rv-fz/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 72: Regionales Bauen: Die Baufibel für Lothringen von Emil Steffann
Strukturtyp:
Ausgabe

Teil

Titel:
Regionales Bauen
Strukturtyp:
Teil

Artikel

Titel:
Stadtbaugeschichte im Stadterneuerungsprozeß
Autor:
Bodenschatz, Harald
Geisenhof, Johannes
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architekten, Stadtplaner, Sozialarbeiter und kommunalpolitische Gruppen (1983, Jg. 15, H. 67, 68, [69/70], 71, 72)
  • Heft 67: Wege in der Krise. Wege aus der Krise
  • Heft 68: Vom Hausbau zum Stadtbau
  • Heft 71: Architekten für den Frieden - Architekturen für den Krieg?
  • Heft 72: Regionales Bauen: Die Baufibel für Lothringen von Emil Steffann
  • Inhalt
  • Arch+-Zeitung
  • Regionales Bauen
  • Blaufibel für Lothringen
  • Wahr-nehmung
  • Baufibel oder die Stabilisierung der "Inneren Front"
  • Anmerkungen zum Deutschen Bund Heimatschutz
  • "Kulturarbeiten" von Paul Schultze-Naumburg
  • Dialekt des Regionalismus
  • Grün ist die Heide
  • Die Holzsiedlung auf dem Stuttgarter Kochenhof 1933
  • Der Wiederaufbau von Freudenstadt, 1949-54
  • Die Gestalt ist tot
  • Stadtbaugeschichte im Stadterneuerungsprozeß
  • Regionalismus
  • Serie: Verdrängte Alternativen

Volltext

Die Kreuzung am Rathaus: 
kaum Platz für Fußgänger 
/eigenes Foto 1980) 
Flugbild der Stadt Ellingen 
um 1930, von Südosten her gesehen 
erkennbar ist der ”Ehrenhof” 
südlich des Schlosses sowie die 
Kreuzung am Rathaus (Bild mitte) 
wie sie bis zum zweiten Weltkrieg 
aussah (aus: Altstadterneuerung 
Ellingen, 1983, S.189) 
Die autofreundliche Kreuzung am 
Rathaus vom Turm der Stadtpfarr- 
kirche her gesehen (eigenes 
Foto 1980) 
ein zentrales Problem angesprochen: Unserer 
Meinung nach ist Stadtbaugeschichte nicht a 
priori erlebbar, sondern setzt eine bewußte 
Auseinandersetzung mit ihr voraus. Das 
Wissen um die Qualitäten von historischen 
Wohngebäuden ist in unserer Wegwerfgesell- 
schaft nicht ohne weiteres in der Öffent- 
lichkeit vorhanden. Auch sieht man es einem 
Bauwerk, einem Platz, einer Straße nicht 
unbedingt an, welche Geschichte sie aus- 
drückt, wenn man nichts über diese Ge- 
schichte weiß, wenn man keine Erfahrungen 
hat, aus denen man vielleicht Rückschlüsse 
ziehen könnte. So weiß z.B. kaum ein Ellinger 
etwas davon, daß in seinem Rathaus einmal 
eine Folterkammer des Deutschen Ordens 
war. Daß das Nicht-Wissen auch massiv 
gefördert werden kann, zeigt das Beispiel der 
alten Synagoge Ellingens. 
Die Synagoge wurde 1757 nach Plänen des 
Deutschordensbaumeisters Matthias Binder 
erbaut und war noch 1932 als Baudenkmal 
erfaßt. Die Nationalsozialisten ließen 1940 
die arisierte Synagoge umbauen, der Sakral- 
raum wurde in eine Scheune verwandelt. Die 
hohen schmalen Rundbogenfenster mußten 
dem Scheunentor und Wohnhausfenstern 
weichen. Wir haben vorgeschlagen, wenig- 
stens eine Erinnerungstafel an dem Gebäude 
anzubringen. 
Je mehr die Stadtbaugeschichte in Verges- 
senheit gerät, umso achtloser vollzieht sich 
der Umfang mit ihren Zeugen. Und der 
Ausweg daraus? Er ist in Ellingen seit Beginn 
dieses Jahrhunderts der gleiche wie anderswo: 
der Obrigkeitsstaat mit seinen ortspolizei- 
lichen Vorschriften damals, der Verwaltungs- 
staat mit dem Denkmalschutzgesetz und den 
Gestaltungssatzungen heute. Erhaltung wird 
so von Spezialisten vorbereitet, durch den 
Staat gesichert, für Spezialisten gemacht. 
Von der Wohnbevölkerung wird eine solche 
Politik der Erhaltung oft nicht breit unter- 
stützt. 
These 5: Eine stadtbaugeschichtliche Analyse 
kann nur dann zu einer wirksamen Erhaltung 
der Altstadt beitragen, wenn sie von einer 
überzeugenden und Anregungen aufnehmen- 
den Öffentlichkeitsarbeit begleitet wird, die 
darauf zielt, über die Diskussion stadtbau- 
geschichtlicher Probleme die Erhaltung der 
Altstadt zu einem Anliegen der Bewohner 
selbst zu machen: 
Dabei muß sich auch die Sprache der 
Fachleute verändern. Sicher ist es wichtig, 
juristische Instrumente zu schmieden. Aber 
wenn vor Ort die Erhaltung nicht von den 
Bewohnern gewünscht wird, können behörd- 
liche Eingriffe nur das Schlimmste verhin- 
dern, und dies auch nur kurzfristig. Erhal- 
tungssatzungen werden oft abgeblockt oder 
bereits bei ihrer Formulierung durchlöchert, 
ihre Anwendung behindert. Die Anordnun- 
gen des Landesamtes für Denkmalpflege 
werden, wenn irgend möglich, mißachtet, sie 
werden im Vorfeld auf politischem Wege 
verwässert, und das Denkmalschutzgesetz 
setzt sich - wird es gegen die Bewohner 
angewandt - selbst auf die Abschußliste. Eine 
Politik der Erhaltung des städtebaulichen 
Erbes dürfte eigentlich auf eine unbürokra- 
tische Öffentlichkeitsarbeit nicht verzichten, 
muß es in der Praxis allerdings in der Regel. 
Für diese Arbeit fehlen die Mittel, fehlt das 
Personal, das oft auch nicht entsprechend 
geschult ist. 
Wir haben einen kleinen Versuch gemacht, 
in Ellingen in diesem Sinne Öffentlichkeits- 
arbeit zu machen. So haben wir u.a. eine 
Ausstellung über die Altstadt organisiert und 
ein Altstadtbuch erarbeitet, das von der Stadt 
Ellingen an alle Haushalte der Altstadt 
kostenlos verteilt wurde. Das Altstadtbuch 
zeigt die baulichen und städtebaulichen 
Elemente der Altstadt in ihrer Entwicklung, 
zeigt ihren heutigen Zustand und macht erste 
Vorschläge für den künftigen Umgang mit 
ihnen. Inzwischen liegt auch der Bericht über 
die Vorbereitenden Untersuchungen nach $ 4 
StBauFG in gedruckter Form vor. Auch 
dieser Bericht, der unsere Methodik einer 
historischen (Mit-)Begründung der Erneue- 
rungsvorschläge im Detail veranschaulicht, 
wird von der Stadt Ellingen an alle Altstadt- 
haushalte kostenlos verteilt werden. Artikel 
in der lokalen Presse und Diskussionen auf 
Bürgerversammlungen sind weitere Schritte 
in Richtung einer kollektiven Rekonstruk- 
tion von Stadtbaugeschichte. Parallel dazu 
werden die ersten Erneuerungsmaß nahmen in 
Angriff genommen. 
Stadterneuerung - so unser Resümee - 
bedeutet auch: Erneuerung des Wissens um 
die Bedeutung des städtebaulichen Erbes. Die 
Wiederaneignung verlorener Erinnerungen 
ohne billige Produktion nostalgischer Gefüh- 
le ist ein wesentlicher Bestandteil des 
komplexen Prozesses einer behutsamen Er- 
neuerung. 
Anmerkungen 
1) Der 1980 fertiggestellte Katalog E/lingen - Deine 
schöne alte Stadt oder Der Versuch einer sozialorien- 
tierten Altstadterneuerung in ländlichen Räumen“ 
dokukmentiert eine Ausstellung vor Ort des Jahres 
1979, die u.a. einige Aspekte der Geschichte Ellingens 
und erste Vorschläge und Ideen zur Altstadterneue- 
rung thematisierte. Begleitet wurde diese Ausstellung 
durch ein kleines Theaterstück. Einige Exemplare des 
Kataloges sind noch beim ISR der TU Berlin, Dovestr. 
1-5, Zimmer 701, 1000 Berlin 10, zu einer Gebühr von 
5,- DM erhältlich. Das 1982 erschienene „Ellinger 
Altstadtbuch“ charakterisiert die einzelnen Straßen, 
die architektonischen und städtebaulichen Elemente 
der Altstadt in ihrer Entwicklung und ihrem heutigen 
Zustand und macht Vorschläge für den Umgang mit 
diesen Elementen. Das Altstadtbuch ist bei der 
Verwaltungsgemeinschaft Ellingen, Weißenburger 
Str. 1, 8836 Ellingen, gegen eine Gebühr von 10,- DM 
plus Versandkosten zu beziehen. Der 1983erschienene 
Bericht über die Vorbereitenden Untersuchungen nach 
8 4 StBauFG dokumentiert ausführlich unseren 
historischen Ansatz bei der Vorbereitung der Alt- 
stadterneuerung. Der Bericht („Altstadterneuerung 
Ellingen. Die Konsequenzen aus der Umgehungs- 
straße ziehen - die Qualitäten der historischen Stadt 
entwickeln!“) ist ebenfalls bei der Verwaltungsge- 
meinschaft Ellingen gegen eine Gebühr erhältlich 
0.
	        

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