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ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)

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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1571051867188
Titel:
ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Erscheinungsort:
Aachen
Erscheinungsverlauf:
1.1968-
Signatur:
Archiv IGMA
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/

Band

Persistenter Identifier:
1571051867188_1987
Titel:
ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau
Jahrgang/Band:
1987, Jg. 20, H. 88-92
Erscheinungsjahr:
1987
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 89: Schauplätze der Macht
Strukturtyp:
Ausgabe

Teil

Titel:
Schauplätze der Macht - Zum Baugedanken nach 1945
Strukturtyp:
Teil

Artikel

Titel:
Zu diesem Heft: Die beliebige Fläche
Autor:
Kuhnert, Nikolaus
Schindler, Bruno
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)
  • Heft 88: Hassan Fathy: Architektur aus 1001 Stein
  • Heft 89: Schauplätze der Macht
  • Inhaltsverzeichnis
  • Arch+-Zeitung
  • Schauplätze der Macht - Zum Baugedanken nach 1945
  • Zu diesem Heft: Die beliebige Fläche
  • Schauplätze der Macht
  • High-Tech - High-Art. Die englische Diskussion um High-Tech in Architectural Review
  • Die Architektur des Leerraums
  • Angst in Furcht verwandeln. Bruno Schindler im Gespräch mit Nikolaus Kuhnert
  • Arch+-Baumarkt
  • Heft 90/91: Le Corbusier
  • Heft 92: Glückliche Gemeinschaften

Volltext

AJDIESEM HEEJ 
LORI D MONEY 
DIE BELIEBIGE FLÄCHE 
Folgendes ist zum Verständnis dieses Heftes zu bedenken: 
® Daß der Sieg über Hitler-Deutschland zu einem janusköpfi- 
gen, aber trotzdem dauerhaften Weltfrieden geführt hat, zur pax 
americana und zur pax sovietica. Im Weiteren konzentrieren wir 
uns auf die weltzugewandte Seite jenes römischen Gottes, die pax 
americana, nicht um die weltabgewandte Seite zu unterdrücken 
oder gar ins ‚Reich des Bösen‘ zu verweisen, sondern um, ganz 
einfach, die bestimmenden Elemente des amerikanischen Welt- 
reiches herauszustellen: die Garantie des Weltmarktes im allge- 
meinen und der multi-nationalen Konzerne im besonderen. 
® Daß der II. Weltkrieg zwar auf den Schlachtfeldern Europas 
und den pazifischen Meeren entschieden, aber durch die Kriegs- 
wirtschaft der USA gewonnen wurde. Gesiegt haben „Amerika 
und die Technologie“ (Cook): Funkmeßanlagen wie das Radar, 
Flugkörper wie die Raketen, Waffensysteme wie die Atombom- 
be. Was zum Zweck der Waffenproduktion im Krieg vorexerziert 
wurde, die Zusammenfassung von Wissenschaftlern, Militärs 
und Ökonomen bsp. im Alamo-Projekt, ist nicht nur der unmit- 
telbare Vorläufer des militärisch-industriellen Komplexes, auf 
den beide Weltmächte ihre Ökonomie gründen, sondern auch 
das unmittelbare Vorbild für die Organisation der Grundeinheit 
der neuen Stufe des Kapitalismus: des multi-nationalen Kon- 
zerns. Seine Gliederung nach dem Prinzip von research and deve- 
lopment hat dort ihren Ursprung. 
Zwei Festlegungen sind damit getroffen: Technische Innova- 
tionen sind ein Produkt der Militärforschung, und gesellschaftli- 
cher Fortschritt ist ein Abfallprodukt des militärisch-industriel- 
len Komplexes. Daraus folgt des weiteren, daß der Unterschied 
zwischen Werkzeugen und Waffen, zwischen Produktivkräften 
und Destruktionskräften dahinschwindet, mehr noch, daß die 
Produktivkräfte zu einer anderen Bezeichnung für die Destruk- 
tionskräfte werden. 
® Daß sich mit dem Aufkommen der multi-nationalen Konzer- 
ne das Verhältnis Markt-Staat grundsätzlich ändert. Der Natio- 
nalstaat, mit der notwendigen Ausnahme der USA, verliert an 
Einfluß, wie der Markt, ausgebaut zum Weltmarkt und differen- 
ziert in ein System flexibler Teilmärkte an Bedeutung gewinnt. In 
Frage steht damit ein grundsätzlicher Machttransfer zu multi-na- 
tionalen Konzernen. Sie und nicht mehr politische Entschei- 
dungsträger verfügen über die Macht. Macht wird zu einer Frage 
wirtschaftlicher Potenz und weltweiter Kompetenz, von Lei- 
stungsfähigkeit und Weltläufigkeit. 
® Daf es einen neuen Bauherrn gibt: den multi-nationalen Kon- 
zern. Neu ist aber nicht, daß der Konzern als Bauherr auftritt, 
sondern, wie er das tut. Ein Konzern begnügt sich nicht mehr da- 
mit, Programmquadratmeter und Baukosten vorzugeben, son- 
dern er bestimmt wie in Feudalgesellschaften sowohl das rhetori- 
sche Konzept der Selbstdarstellung als auch die Kontrolle über 
Planungsverlauf und Bauprozeß. Die Einführung von Projekt- 
gruppen, die den Bau vom Beginn der Planung bis zur Bauabnah- 
me begleiten und in denen auf der Seite des Bauherrn Bauherr, 
Finanzier und Prozeßingenieur, auf der Seite des Architekten 
Architekt, Ingenieur und Forschungsplaner vertreten sind, bie- 
ten hierfür das geeignete Medium. 
Damit ändert sich die Aufgabe des Architekten radikal. Er 
wird zum Rhetor des Bauherrn, was den Planungsprozeß, und 
zum Glied in einer langen Kette von Tätigkeiten, was den Bau- 
prozeß betrifft. Alle Allmachtsphantasien, alle Autonomiean- 
sprüche zwischen Architekt und Bauherr, zwischen Architekt 
und Ingenieur verlieren sich angesichts dieses neuen ‚corporate 
style‘ im Nichts. 
® Daß sich durch die neue bauherrschaftliche Funktion der 
Konzerne die Frage der Repräsentation und Legitimation des 
Bauens grundlegend ändert. Nicht mehr kommunale oder staatli- 
che Projekte wie in den 20er Jahren oder beim Wiederaufbau 
nach 1945 dienen der Repräsentation. Nicht mehr sie stehen für 
das Wohl oder Weh einer Gesellschaft ein. Wie zu Beginn des 
merkantilen Kapitalismus, wie zu Beginn des Imperialismus fällt 
die Repräsentation wieder unter die alleinige Kompetenz des Ka- 
pitals. Es definiert, was architecture parlante ist: von der Fabrik 
bis zur Bank, von der Versicherung bis zum Fancy-Palace ... 
Im gleichen Sinne ändert sich auch die Frage der Legitimation 
des Bauens. Nicht mehr Sozialutopien stehen in Rede und sind zu 
verteidigen, sondern der Kapitalismus als einziges erfolgverhei- 
schendes Überlebensargument. D.h., daf es scheinbar keine Al- 
ternative mehr zum Kapitalismus gibt, daB es scheinbar keine Zu- 
kunft mehr ohne Weiterentwicklung der Kapitalverhältnisse ge- 
ben kann. Der Kapitalismus schickt sich an, das Vakuum zu 
schlieBen, das die Sozialutopien hinterlassen haben. 
® Daß es nach 1945 einen neuen Baugedanken gibt, der modern 
ist und sich grundsätzlich von der heroischen Moderne der 20er Jah- 
re unterscheidet. In Frage steht damit nicht die Moderne, sondern 
der bisher gültige Baugedanke: der freie Grundriß. Er wird trans- 
zendiert durch einen neuen Baugedanken: die beliebige Fläche. 
Diesem Baugedanken ist das Heft gewidmet. Der erste Teil 
führt diesen Baugedanken vor, wie er sich ab 1941 mit dem Auf- 
bau der amerikanischen Rüstungsindustrie entwickelte. Sand- 
wich-Space, Out-Side-Service, In-Door-City heißen die Krite- 
rien, die sich aus den neuen Produktionsweisen destillieren las- 
sen und die zugleich dem Baugedanken Schritt für Schritt Kontur 
geben. Neues Licht fällt dadurch auch auf die Projekte des zwei- 
ten Teils. Gelesen werden sie bis heute als Beispiele eines neuen 
Ismus. Angesichts der mit diesem Heft unterbreiteten Überle- 
gungen erscheinen sie dagegen weniger als Gloriolen eines Ismus 
(High-Tech-Architektur), vielmehr als die Zwischenschritte ei- 
ner weitreichenden Veränderung des Bauens, die mit der Nach- 
kriegszeit ansetzt und die mit Lloyds und der Hongkong-Bank 
fortgeführt wird und lange noch nicht abgeschlossen ist. 
Nikolaus Kuhnert. Bruno Schindler 
16
	        

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