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ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)

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Bibliografische Daten

fullscreen: ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1571051867188
Titel:
ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
Erscheinungsort:
Aachen
Erscheinungsverlauf:
1.1968-
Signatur:
Archiv IGMA
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur und Entwerfen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/

Band

Persistenter Identifier:
1571051867188_1987
Titel:
ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau
Jahrgang/Band:
1987, Jg. 20, H. 88-92
Erscheinungsjahr:
1987
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universität Stuttgart, Institut für Grundlagen moderner Architektur
Lizenz:
http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 90/91: Le Corbusier
Strukturtyp:
Ausgabe

Teil

Titel:
Le Corbusier
Strukturtyp:
Teil

Artikel

Titel:
Le Corbusier und Deutschland. Genesis und Wirkungsgeschichte eines Konflikts (1910-1933)
Autor:
Nerdinger, Winfried
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • ARCH+: Zeitschrift für Architektur und Urbanismus
  • ARCH+ : Zeitschrift für Architektur und Städtebau (1987, Jg. 20, H. 88-92)
  • Heft 88: Hassan Fathy: Architektur aus 1001 Stein
  • Heft 89: Schauplätze der Macht
  • Heft 90/91: Le Corbusier
  • Inhaltsverzeichnis
  • Arch+-Zeitung
  • Le Corbusier
  • Zu diesem Heft: Le Corbusier
  • Höhenrausch: Aviatik und Architektur (Teil 1)
  • Frontispiz zu den Bildern der Luftfahrt
  • L'esprit de Paris
  • "Bildhauer der Städte". Der Plan Obus 1931-1932
  • Präzise Maschine und lebendige Natur. Erinnerungen an Le Corbusier und Frank Lloyd Wright
  • Atelier 5. Angefangen mit Le Corbusier
  • Le Corbusier und Deutschland. Genesis und Wirkungsgeschichte eines Konflikts (1910-1933)
  • Die Wirkung in der Ferne - Le Corbusier und die tschechische Architektur
  • Le Corbusier: Die Versuchung des Universellen
  • "Der Akademismus schreit: Nein!"
  • Modernität, Metapher und Erinnerung an die Unite d'Habitation in Marseille
  • Höhenrausch: Aviatik und Architektur (Teil 2)
  • Arch+-Baumarkt
  • Heft 92: Glückliche Gemeinschaften

Volltext

Winfried Nerdinger 
LE CORBUSIER UND DEUTSCHLAND 
GENESIS UND WIRKUNGSGESCHICHTE EINES KONFLIKTS 
1910-1933 
A uf seiner Reise durch Deutschland, 
um Städtebau zu studieren, kam 
Charles Edouard Jeanneret am 12. April 
1910 nach München und schon am 16. 
schrieb er an seinen verehrten Lehrer L’E- 
plattenier: „Ich muß Ihnen von Prof. 
Theodor Fischer erzählen ... in Stuttgart 
sah ich von ihm eine Schule, eine Kirche, 
ein Mietshaus und in Ulm die neue Garni- 
son-Kirche, Bauwerke, die ihrer architek- 
tonischen Mittel wegen hoch interessant 
sind: eine Eisenbetonkonstruktion, groß- 
zügig und voll Kraft ... von einer erfreuli- 
chen Lebenskraft und nicht so morbid, 
nicht so trocken, ohne diesen undefinier- 
baren Zug, der mich unwillkürlich immer 
wieder anekelte ... Ich will drei oder vier 
Monate bei einem Architekten arbeiten 
(wenn möglich bei einem, der mit Eisen- 
beton baut), um Deutsch etwas besser zu 
lernen und ein paar Tips zu bekommen. 
Bei Fischer würde es mich reizen.“" Noch 
im gleichen Brief berichtet Jeanneret be- 
geistert von zwei Besuchen bei Fischer, 
obwohl ihm dieser sein volles Büro zeigte 
und auf später vertröstete. Diesem Brief 
war auch eine erste Skizze der von Jeanne- 
ret geplanten Studie „La construction des 
villes“ beigelegt und am Briefrand fragte 
er nach dem Verlag, in dem Camillo Sittes 
Buch „Der Städtebau nach seinen künstle- 
rischen Grundsätzen“ erschienen ist. Da 
er bei Fischer nicht arbeiten konnte, stu- 
dierte Jeanneret Literatur zum Städtebau 
in der Bayerischen Staatsbibliothek, wo- 
bei er—wohl nach Anleitung durch Fischer 
- zunehmend die Bedeutung Sittes er- 
kannte: „Da ich feststellte, daß viele Au- 
toren das Buch Sittes als Fundament zur 
Erneuerung der Architektur in den deut- 
schen Städten betrachten, dachte ich, daß 
ich es öfters zitieren könnte. So würde ich 
die Lösung der wesentlichen Fragen brin- 
gen, wie sie ein Meister darstellte, was mir 
langwierige Erklärungen ersparen wür- 
de.“ Zwar kannte Jeanneret die städte- 
baulichen Leitsätze Sittes in der Theorie 
über L’Eplattenier, der hier eine Alterna- 
tive zur Geometrie des Stadtplans von La 
Chaux-de-Fonds suchte und von diesem 
ließ er sich auch das Buch schicken, da es 
in München vergriffen war. -- „Sitte ist ver- 
kleines Foto: Le Corbusier, Rei- 
henhaus, Straßenansicht 
griffen. Nun brauche ich dieses Buch un- 
bedingt, und jetzt sitze ich da.“ — Aber die- 
se Konzentration auf Camillo Sitte steht 
ohne Zweifel in ursächlichem Zusammen- 
hang mit den Gesprächen und der Be- 
schäftigung mit Theodor Fischer, bei dem 
er die Praxis von Sittes Lehre kennenlern- 
te. 
Von 1893-1901 hatte Fischer das neuge- 
schaffene Stadterweiterungsbüro in Mün- 
chen geleitet und den systematischen Aus- 
bau und Umbau der Stadt strikt nach den 
von Sitte aufgestellten Grundsätzen 
durchgeführt. Wie kein anderer Architekt 
in Deutschland hatte Theodor Fischer, 
der 1908 auf den ersten Lehrstuhl für Städ- 
tebau berufen wurde, die Lehren Sittes 
praktiziert und propagiert. Die von Jean- 
neret bis Ende Juni verfaßte Broschüre ist 
zwar nie erschienen, konnte aber kürzlich 
von H. Allen Brooks aus dem Nachlaß re- 
konstruiert werden.” Dabei zeigte sich, 
daß Jeanneret nicht nur zahlreiche Abbil- 
dungen direkt aus Sittes Buch durchge- 
zeichnet und dessen Kapiteleinteilung 
übernommen hatte, sondern daß er auch 
die Grundsätze des malerischen Städte- 
baus mit Straßenführung, Platzbildung 
oder Blickachsen, bis in die Details ko- 
pierte, die er alle in München vor Ort be- 
sichtigen konnte, worauf ihn Fischer si- 
cher hinwies. Ansonsten gefiel Jeanneret 
D 
allerdings wenig in München — „es ist kein 
Architekturzentrum“ — und als er mit L’E- 
plattenier über die Aufstellung von dessen 
Denkmal korrespondierte, kritisierte er 
den Obelisken am Karolinenplatz, er wir- 
ke wie ein Fabrikschornstein im StraBen- 
zug und der Friedensengel erschien ihm 
als Zwitter: ,,Der Sockel erinnert an einen 
Backofen, die Sáule an einen Kamin. ^? 
Nicht nur für stádtebauliche Fragen war 
Fischer für Jeanneret von gróDtem Ein- 
fluf, sondern es kann auch mit Sicherheit 
angenommen werden, daß ihm Fischer 
seine Proportionsstudien zeigte, die ihn 
A
	        

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