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Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1882
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsjahr:
1882
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1882
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 2
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Eine Krankheits- und Heilungsgeschichte
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)
  • Einband
  • Titelseite
  • Register
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Eine Krankheits- und Heilungsgeschichte
  • Das Wesen der Krankheit
  • Kleinere Mittheilungen
  • Werbung
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Beilage zu Nr 11: Ueber Krankheit und Heilung
  • Einband

Volltext

- 419 -- 
las und hörte nicht auf, bis ich zu Ende war. Wer kann sich meine 
Freude denken? J< sah die Hoffnung heraufgehen =- Mein Arzt 
hatte mir gesagt, daß das Wecselfieber eine JInfektionskrankheit sei. 
Jett kalkulirte ih: Können Schwitßbad und Wollkleidung gegen Cholera, 
Tyyhus u. s. f. schüßen und helfen, so müssen sie auch gegen das Wechsel- 
fieber helfen können. Am folgenden Tag ging mein Bestellbrief auf 
Jhre Wollwaaren ab. 
Während ich auf die Sachen wartete, fing ich an, das beiliegende 
Beobachtungsjournal zu führen und römische Bäder zu Malmö zu 
nehmen. Nach zwei Bädern bekam ich natürliche Oeffnung und seit 
4. September vollzieht sich das regelmäßig jeden Tag. 
Das Jäger'sche System habe ich vollständig durchzuführen gesucht. 
Besonders preise ich das wollene Bett. Vorher schauderte ich jede8mal 
vor der Nacht. Das Blut stieg mir zu Kopfe, so daß ich oft aufrecht 
sien mußte. Das Alpdrücken plagte mich entsetzlich. Dieß alles 
ist total und zwar sogleich vers<hwunden. 
Aus dem Beobachtungsjournal (siehe unten) sehen Sie, wie ich 
micy befinde. Habe ich mich richtig benommen? Das dort verzeichnete 
Hämorrhoidalbluten fürchtete ich anfangs, jeht aber glaube ich, daß es 
jehr nüßlich ist, indem die Hämorrhoiden auf diese Weise nach und 
nach verschwinden. Das Bluten ist auch unbedeutend, nur wenig und 
nur einmal 528 Tags, früher kam es 6--7 Mal täglich und jedes 
Mal sehr '“ ig. 
Im Zäahr 4880 wurde ich zum dritten Mal an Nasenpolypen 
operirt. In diesem Sommer fingen sie wieder zu wachsen an, aber 
nachdem ich mit den römischen Bädern angefangen und die Jäger- 
uniform angelegt hatte, sind sie total verschwunden! 
Die Drüsengeschwülste an Hals und Arm haben sich seit dem 
Jahre 1875 allmählig bedeutend vermindert, doch können sie noch ge- 
fühlt werden. 
Diesen Frühling las ich in der schwedischen medizinischen Zeit- 
schrift „Eira“ den Aufsaß eines sc<hwedishen Arztes über das Wechsel- 
fieber. Jn diesem Aufsaß ermahnt er seine Kollegen, die Natur des 
Wechselfiebers, dessen Ursache und Heilmittel näher zu erforschen, denn, 
sagt er, „es ist nur ein Zufall, daß Chinin hilft.“ 
Als ich diesen Aufsaß las, wurde ich sehr traurig, nicht weil 
Chinin ein unzuverlässiges Heilmittel gegen das Wechselfieber ist, denn 
das wußte ich gar zu wohl aus eigener vieljähriger Erfahrung, sondern 
weil ein Arzt das Unvermögen der Aerzte, ihren Mangel an Einsicht 
in das Wesen des Wechselfiebers und in seine Heilung eingestehen muß. 
Jekt, nachdem ih Ihr Buch studirt habe, sehe ich sehr wohl ein, 
unter welcher Bedingung der Mensch von dem Fiebergifte angegriffen 
wird: bei zu hohem Wassergehalt seines Körpers. I< habe jeht auch 
Antwort bekommen auf eine Frage, die ich vielmals gethan und nie- 
mals beantworten konnte, nämlich die: „Warum habe ich das acute 
Wechselfieber immer nur des Frühlings gehabt?“ Ganz einfach , weil
	        

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