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Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Signatur:
XIX/218.4
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1882
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsjahr:
1882
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1882
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 4
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Die Prüfungszeiten des Wollregimes
Autor:
Jäger, Gustav
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)
  • Einband
  • Titelseite
  • Register
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Die Prüfungszeiten des Wollregimes
  • Die Platinlampe
  • Kleinere Mittheilungen
  • Werbung
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Beilage zu Nr 11: Ueber Krankheit und Heilung
  • Einband

Volltext

91 
dem .Wollenen angst und bang, er bekommt Kopfweh ja sogar Uebel- 
keiten, wenn er länge verweilt. Dem mit Selbstgift gesättizten Steif- 
leinenen macht es dagegen blutwenig aus, sowenig wie dem profession3- 
mäßigen Arsenikesser oder Opiumraucher der Genuß einer Portion Ar- 
senik rvesy, Opium, die einen Gesunden umbringt. 44 
„Ja“ höre ix) nun den Leser fragen, „wäre es da nicht am 
flüg“ %, man würde sich an die dice Luft, an das Selbstgift, den Ge- 
stan: <wwöhnen, damit einem das nichts mehr schadet?“ ; 
Darauy babe ich folgende Antwort: Der Arsenik: und Opium- 
esser ist blos so lange gesund, als er Arsenik und Opium essen kann, 
wie ihm das Gift entzogen wird, verfällt er schwerstem Siechthum. 
Genau so ist es mit einem Menschen, welcher an den Menschenqualm, 
das menschliche Selbstgift, gewöhnt ist, der wird krank, sobald er sich 
der reinen menschenqualmfreien Luft ausseßt, keinen Mensc<henqualm 
wehr genießen kann; das ist eben die sogenannte Erkältung. Wir 
Wollenen husten jet (ich auch!) und werden von den „Selbstgiftessern“ 
ausgelacht. Warten wir nur bis die reinigenden Märzwinde wehen 
und das Selbstgift davon blasen. Dann wird es den Selbstgiftessern 
gehen wie den Arsenikessern und Opiumessern, wenn man ihnen ihr 
Gift wegnimmt, der Jammer wird ihnen in die Gebeine fahren, selbst 
wenn sce sich noh. so tief in ihre Gifthöhlen zurückziehen, und jetzt ist 
die Zet da, wo dor Wollene wieder lacht, jezt hat er, was sein Leben3- 
element | . -- die reine frische Luft. | 
2 4 we einen andern sagen: „Ja wenn das so liegt, so ist es 
wohl e 19. s9 wie der Saß: „dem Fisch das Wasser, dem Vogel die 
Luft!“ 5. » dem, der Gelegenheit hat, in der freien reinen Luft zu 
leben, taugt die Wolle, aber dem der gezwungen ist, im dien Qualm 
unserer Kulturhöhlen zu leben, ist die Wolle so schädlich, wie dem 
Sklaven das Freiheitsbedürfniß; der soll sich durc< Holzfaserkleidung 
an den Gestank und seine Sklaverei gewöhnen, dann fühlt er sie wenig- 
stens niht mehr. Der Mensc< gewöhnt sich ja bekanntlich an Alles! 
Gut, sage ich, dagegen wäre nichts einzuwenden, wenn der =- 
ich will jeht einmal bei dem Ausdruck bleiben =- wenn der ans Selbst- 
gift Gewöhnte, der Selbstgiftesser in seine Gifthöhle, heiße sie nun 
Schulstube oder Kanzleizimmer oder Arbeitsspelunke oder Studierzimmer, 
dort gesund, glücklich und arbeitsfähig wäre und um seine Gesundheit 
zu erhalten, nichts weiter nöthig hätte, als sorgfältigst sich zu hüten, 
aus seiner Gifthöhle heraus in reine frische Luft zu treten. Dem ist 
aber eben nicht so. An schlechte Verhältnisse kann man sich nur dadurch 
gewöhnen, daß man selbst schleht wird, an Diebe und Räuber nur 
dadurc<, daß man selbst wird wie sie. 
Diese „Selbstgiftesser“ in ihren Spelunken haben ein schlotteriges, 
weiches Fleisch, kraft- und energielos zur Arbeit; einen Körper aus- 
geseßt allen Sclaffheitskrankheiten, wie Hämorrhoiden, Krampfadern, 
Herzerweiterungen, Drüsenanschwellungen ; einen Körper, der durch seinen 
hohen Gewebswassergehalt ein günstiger Herd ist für alle Verschleimungs-
	        

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