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Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1882
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsjahr:
1882
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1882
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 4
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Die Platinlampe
Autor:
Jäger, Gustav
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1882, Bd. 1, H. 1/12)
  • Einband
  • Titelseite
  • Register
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Die Prüfungszeiten des Wollregimes
  • Die Platinlampe
  • Kleinere Mittheilungen
  • Werbung
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Beilage zu Nr 11: Ueber Krankheit und Heilung
  • Einband

Volltext

-- 59 
gehalten. Am ersten Tage dauerte das Conversiren, Vortragen und 
Disputiren fast ohne Unterbrechung 43 Stunden (Mittags 2 Uhr -- 
Nachts 3 Uhr), am andern Tag von 41 Uhr Vormittags bis 1 Uhr 
Nachts, also 14 Stunden, ohne daß ich die mindeste Heiserkeit emfand. 
So war es klar, daß am Christfest Abend nicht die mechanische An- 
strengung meiner Sprachwerkzeuge, sondern ein anderer Faktor der 
Hauptmitsethäter war. 
Al3 ich dem Umstand andern Tags am Mittagstisch Ausdruck 
gab, bemerkte meine Tochter =- die mit Freundinnen einen wöcent- 
lihen Loseabend abhält -- sie werde au< vom Vorlesen viel leichter 
heisen als vom freien Sprechen, “das sei der =-VWaviergeru<h! -- 
Es < ) eben nichts über eine gute Weibernase, also =- Papier- 
hust: da haben wir wieder die Bescherung mit der Holzfaser. Was 
fan, 9 nun an mit meiner ganz mit Papier und Büchern gefüllten 
Stud.eritube? Da fiel mein Bli> auf ein Instrument<hen, das schon 
fast zwei Jahre unbenüßt in meinem Zimmer stand -- die von dem 
befannten Döbereiner konstruirte Weingeistlampe mit Platin- 
spirahks. 
Tce wurde mir damals als eine Vorrichtung empfohlen , Wohl- 
gerüch? anhaltend in der Zimmerluft zu verbreiten und ich kaufte sie, 
um evenfalls bei meinen Vorträgen einem ganzen Auditorium einen 
Geruch vorzuführen. Jh kam aber nie dazu, das Experiment zu machen. 
Nun beschloß 29 aber, die Lampe zu benüßen um anhaltend Ozogen, 
diesen vorzür hen RNiechstoffmörder, im Zimmer zu verstäuben. Der 
Erfolg übertraf alle meine Erwartungen. Die Sache ist kurz folgende: 
Da3 ZJIastrument ist eine gewöhnliche gläserne Weingeistlampe, 
um deren Tacht oben am brennenden Ende ein spiralförmig gerollter 
Platindrah: angebracht ist. Entzündet man die Lampe, so brennt sie 
zuerst mit »zlamme.; sobald aber die Platinspirale ins Glühen gekommen 
ist und der metallene Dochthalter sich genügend erwärmt hat, so geht 
die Flamme entweder von selbst aus =- oder man löscht sie, wenn sie 
zu lange zögert, durch ganz kurzes Ueberstülpen des Glasde>el8 aus -- 
und jebt bleibt die Platinspirale glühend und zwar in infinitum, so 
lange, bis aller Weingeist verdampft ist; denn das Platin hat die merk- 
würd:,2 Eigenschaft, im warmen Weingeistdampf fortzuglühen. Nun 
geschieht zweierlei: 
Da die Luft durch die Spirale erhizt wird, so steigt sie in 
die Soye. Zum Ersatz wird die Luft von allen Seiten von unten her 
fortwugrend nach der Lampe hingezogen und gezwungen, zwischen den 
glühenden Drähten hindurchzustreichen, wobei alles, was sie an ver- 
brennbaren Stoffen enthält, verbrannt wird. Wenn sich in einem 
Zimmer gewöhnlicher Größe 4--6 Tabakraucher bemühen, die Luft 
mit Tabak8qualm zu füllen, so gelingt ihnen das, wenn. so eine Lampe 
brennt, nicht: der Rauch wird fortwährend durc< die Lampe durch- 
gezogen und unbarmherzig verbrannt. Das Gleiche widerfährt 
allen riehbaren Stoffen im Zimmer. Stellt man eine Lampe
	        

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