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Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1882_83
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1883
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1883
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 1
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Zum Farbstoffregime.
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15)
  • Einband
  • Vorsatz
  • Titelseite
  • Chronologische Übersicht
  • Alphabetisches Sachregister
  • Heft 1
  • Zum Farbstoffregime.
  • Krankheits- und Heilungsbericht.
  • Riemeyer zum letzenmal.
  • Jäger-Verein.
  • Nachrichten und Mitteilungen
  • Werbung
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Heft 13
  • Heft 14
  • Heft 15
  • postscript
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

2 
) 
Mattigkeit, als wäre ich von einer schweren Krankheit kaum genejen. =- 
Auch mein Mann fühlte sich nicht wohl und nach 6 Wochen sind wir wieder 
zur Leinwand zurückgekehrt. Durch Jhr Monatsblatt wurden wir darauf auf- 
merksam, daß unser damaliges Unbehagen in den täglichen Waschungen 
lag. Mein Mann hat nun im März neuerdings den Versuch mit der Wolle 
gemacht, ich habe im Juni die Wolle wieder angezogen. Jebt empfinden 
wir die angenehmen Wirkungen derselben. Gesund waren wir früher, 
wollten aber zum Wollregime übergehen, weil wir auf dem Lande in einer 
sehr feuchten waldigen Gegend wohnen und besonders unsere Leinenbetten 
immer ganz naß waren, da wir Tag und Nacht die Fenster offen haben.*) 
Seit wir Wollene sind, genirt uns die Feuchtigkeit nicht mehr. Am 
16. Abend38 vor dem Schlafengehen wechselte ich meine Normalhemdhose 
(ponceau), die ich 14 Tage getragen hatte, und zog eine graue Hemdhose 
an. Nach einer Stunde erwachte ich, fühlte eine ungewöhnliche Hitze im 
Kopfe, alle Zähne schmerzten mich, die Augen thränten, ich hatte einen 
bittern Mund, konnte nicht mehr einschlafen, bekam heftiges Fieber -- mein 
Pul3 hatte um 20 Schläge zu viel, einen furchtbaren Magenschmerz =- 
mein Magen war heiß, als ob eine Flamme drinnen brenne, in allen 
Gliedern hatte ich einen krampfartigen Schmerz -- kurz mein Zustand war 
ein furchtbar schmerzhafter und ich glaubte, ich hätte unvorsichtiger Weise 
Gift bekommen. Dieser Zustand dauerte no< am 17. und die ganze Nacht 
bis am 18. BPlatinlampe hatte auch keine Wirkung. Am 18. früh kam 
mir nun der“ Gedanke, ob nicht vielleicht die Hemdhose die Ursache meiner 
Krankheit sei: es war die, welche ich voriges Jahr beim ersten Versuch mit 
der Wolle getragen und wobei ich mich ganz besonders unwohl gefühlt 
hatte. =- Kaum hatte ich das Hemd ausgezogen, war ich wie neu geboren. 
Die Schmerzen und das Fieber hörten auf, nur war ich noch müde und 
schwach ; heute jedoch bin ich wieder frisch und gesund wie immer. 
I< erlaube mir Jhnen die bewußte Hemdhose zu überschiken und 
bitte Sie, geehrter Herr Professor, zu untersuchen, ob sie die Ursache war. 
Ich schie auch ein paar Strümpfe mit; ich hatte diese Strümpfe einem 
Fräulein geliehen, die jezt auch seit 8 Tagen Wollene ist. Das Fräulein 
ist sehr magenleidend und wir haben ihr daher die Wolle empfohlen. Sie 
trug diese Strümpfe einige Tage, ich habe jie dann gewaschen und gleich- 
zeitig mit der Hemdhose angezogen. 
Da ich seit Jahren immer gesund bin, ja nie im geringsten auch nur 
unwohl war, befremdet mich dieser Zustand auf das Höchste. . I< bitte 
Sie, hochgeehrter Herr Professor, um Jhre gütige Aufklärung.“ 
Die Untersuchung ergab, daß die Strümpfe und Hemdhose ledig- 
lih mit Blauholz gefärbt waren. Die Prüfung mit dem Nervenmesser 
zeigte bei der Hemdhose 34 */, , bei den Strümpfen 34,4 */, Verlang- 
samung der Nervenzeit! 
2) Die erste mir das Licht aufsteckende Beobachtung an mir selbst 
ist folgende: 
Früher trug ich mich Werktags immer braun und nur Sonntags 
schwarz. Als vorigen Winter meine Mutter starb, benüßte ich meinen 
schon etwas abgetragenen schwarzen Sonntag3anzug aus Tricot als 
*) Dem offenen Fenster verdanken Sie Ihre biSherige Gesundheit. 
Jäger:
	        

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