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Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1882_83
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1883
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1883
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 1
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Riemeyer zum letzenmal.
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1883, Bd. 2, H. 1/15)
  • Einband
  • Vorsatz
  • Titelseite
  • Chronologische Übersicht
  • Alphabetisches Sachregister
  • Heft 1
  • Zum Farbstoffregime.
  • Krankheits- und Heilungsbericht.
  • Riemeyer zum letzenmal.
  • Jäger-Verein.
  • Nachrichten und Mitteilungen
  • Werbung
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Heft 13
  • Heft 14
  • Heft 15
  • postscript
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

-- 40 -- 
1) Wenn meine Lehre von der Durchblutung der Brusthaut falsch, 
wie erklärt Herr Niemeyer die thatsächliche Wirksamkeit des „Choleragürtels 
der Engländer“, der bekannten „Brustwärmer“ und des ältesten Saßes der 
Hygiene, daß Warmhaltung von Fuß und Hand ein Hauptpunkt? 
2) I< sei kein Physiologe, sondern Zoologe. Hierauf möchte ich zUr 
Orientirung meiner Leser dreierlei anführen : 
a. Vor 6 Jahren berief mich auf Antrag des Lehrerkonvents das 
hiesige Ministerium als Lehrer der Physiologie an die hiesige Thier- 
arzneischule =- doch wohl auf Grund der von mir dargelegten Qualifikation 
in diesem Fach. 
b. Kurz nachdem ich obiges Lehreramt angetreten, saß ich mit einem 
anerkannt bedeutenden Physiologen Prof. Dr. J. Ranke, Verfasser des 
verbreitetsten Lehrbuchs der Physiologie des Menschen, im Rathhausfkeller 
zu München und sette ihm meine mir damals erst dämmernden physiolo- 
gischen Probleme auseinander, die ihn in hohem Maße interessirten. Bei 
einer Pause äußerte er: „Sie sind unter allen Physiologen derjenige, der 
am meisten gesehen hat, und deshalb werden Sie Dinge finden, die uns 
andern bisher entgangen sind.“ J< entgegnete: „Wie können Sie das 
sagen, ich besiße nicht einmal ein Laboratorium!“ Antwort: „Was sehen 
wir denn in unseren Laboratorien ? Hunde, Kaninchen, Frösche, Tauben 
und Meerschweinchen und noch dazu diese in absolut unnatürlichen Verhält- 
nissen und Sie haben vom JInfusorium an bis hinauf zum Menschen alles 
gesehen und zwar in voller ungetrübter Lebensthätigkeit, darum beneide ich 
Sie." J< gestehe, daß diese ermunternde Aeußerung aus so kompetentem 
Munde eine große Rolle bei der Zuversicht spielte, mit der ich von da an 
meine Forschungen fortseßte und ich spreche hiemit meinem Freund Ranke 
öffentlich meinen Dank für dieses Encouragement aus. 
6. Meine erste Arbeit auf hygienisc<hem Gebiet war mein Buch: 
„Die menschliche Arbeitskraft, München, Oldenbourg 1878“, 
Veber dieses Buch schreibt ein Fachblatt, die Wiener medizinische 
Presse, Jahrgang 1878 Nr. 35 folgendes: 
. . » » Was aber dem Werke einen ganz besonderen Werth verleiht, das 
sind die hygienischen Grundsätze, welche der Verfasser ebenso scharfsinnig als un- 
gezwungen aus den neuesten Forschungsergebnissen ableitet. Hier haben wir es 
mit einer populären Darstellung zu thun, die eben nicht abgeschrieben ist, und 
in welcher ein origineller Denker und Beobachter mehr Beachtenswerthes nieder- 
legt, als man sonst in zehn Jahrgängen von gelehrten Akademieschriften zu finden 
hoffen darf. . 
Neuestens hat nun Herr Dr. Niemeyer, anstatt der Wahrheit die 
Ehre zu geben und seine Fehler einzugestehen und gut zu machen, seine 
Opposition fortgeseßt, sich aber dabei auf Bahnen begeben, auf denen ich 
ihm von jetzt an nicht mehr folge. Lediglich um meine Leser und Freunde 
zu orientiren, theile ich darüber folgendes mit. 
Am 26. Oktober erhalte ich nachstehenden Brief eines Berliner 
Wollenen: 
„3<h komme soeben von dem Vortrag des Dr. Paul Niemeyer aus 
der Berliner Schneiderakademie und entschuldigen Sie, wenn ich offen sage, 
es ist die höchste Zeit, daß Sie nach Berlin kommen, weil sonst das Ver- 
ständniß beim gemeinen Mann für das Wollregime ganz verloren geht, 
denn es ist gar kein Wunder, wenn man die Vorträge Niemeyers mit an- 
hört. I< besitze nicht die Gabe, Ihnen einen Auszug des Vortrags wieder-
	        

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