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Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1884
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1884
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1884
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 9
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Kalte Waschungen
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12)
  • Einband
  • Titelseite
  • Chronologische Übersicht
  • Register
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Die Wurster-Affaire
  • Die Preise der Normalartikel
  • Mein Humanisierungspatent
  • Bericht eines Wollenen
  • Kalte Waschungen
  • Kleinere Mittheilungen
  • Die Cholera
  • Werbung
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

229 =- 
bindung hat meine Frau erfähren. Am Tag nach der Entbindung stand 
sie auf, am 4. gieng sie schon ihrer täglichen Beschäftigung nac< und am 
Iten, dem gefürchteten, hatten wir die Geschichte, ich möchte sagen, ver- 
gessen. =- Insektenstiche belästigen einen Vegetarianer weit weniger. Als 
ich vor jebt 18 Jahren in Cairo mit den MoSquitos die erste Bekannt- 
schaft machte, schwollen die Stiche zu Haselnußgröße an; als mein Blut 
durch Tropenhiße verdünnt worden war, und die vegetabilische Nahrung 
thut Aehnliches, bemerkte ich nur einen kleinen rothen Fle>, der nicht ein- 
mal jute. =- Einem am Cap d. g. H. gebornen Bekannten, der stark an 
Rheumatismus leidet, rieth ich zum Wollregime. Aber wie es dann immer 
geht, im Augenbli> des Schmerzen3 oder der Gefahr werden Gelübde ge- 
than, die später zusammen schwinden. Nachdem er neulich 3 Nächte lang 
nicht hatte schlafen können, fielen ihm meine Worte ein; er legte ab, was 
er an Baumwolle trug und legte an, was er an Wolle hatte und schlief 
sofort ein. =- Derselbe fuhr neulich per Bahn naß St. Germain und 
hörte eine alte Bauernfrau =- man sprach von der Cholera -- erzählen, 
sie sei sicher vor Anstekung, denn sie sei ganz in Wolle gekleidet und zeigte 
ihrer Umgebung ihre Kleider. Sie habe, als vor 30 Jahren die Cholera 
in Frankreich war, Vater und Bruder bis zum Tode gepflegt und ihr sei 
troßdem nichts widerfahren, das käme nur von der Wolle. -- Leider fragte 
mein Freund nicht nach dem Näheren; er hörte nur sagen, sie sei aus den 
Vogesen. Sollte es möglich sein, daß die Wolle sich dort in Kleidung er- 
halten hat und man ihr auch die von Jhnen entde>kten Eigenschaften dort 
allgemein nachrühmt ? 
In einer der lezten Nummern Jhres Blattes schreiben Sie über 
den Einfluß der Periode bei Frauen. auf den Wein. Gleiches gilt für das 
Conserviren von Obst. Meine Frau, wie meine Mutter sagen mir, es sei 
eine allgemein bekannte Sache, daß eine Hausfrau diesen Zeitpunkt stets 
vermeide, wenn sie Conserven für den Winter bereite; sie würden verderben. 
Wechselnde Haarfarbe berührend, so kann ich Jhnen diese Erschein- 
ung an meiner Frau, die geistig und körperlich wohl ist, soviel wir wissen, 
bestätigen. =- Als sie junges Mädchen war, beobachteten Fremde diese 
auffallende Erscheinung. Seit ich einen derartigen Fall in Jhrem Blatte 
gelesen, beobachten wir. Wir haben vor 2 Monaten einen Abschnitt ge- 
nommen und werden dasselbe* wiederholen. Bei auffallendem Unterschied 
sende Ihnen Proben ein. 
Scließend kann ich nicht umhin, meine Verwunderung darüber aus- 
zudrücken, daß bei 20--30 000 Wollenen Jhr Blatt von nur 7--800 (es 
jind rund 1500. Red.) gehalten wird. Wie ist es möglich, daß ein 
denkender Mensc<h sich blindling3 einem neuen Regime in die Arme wirft, 
ohne den Wunsch zu hegen, zu wissen: Warum? Cbenso unbegreiflich sind 
mir die Gelehrten, die Jhre Lehre beurtheilen, ohne sich der Mühe eines 
Versuches unterzogen zu haben. Diese Herren wollen wahrscheinlich. das 
au wahre Wort: „je gelehrter, desto verkehrter“ nicht zu Shanden werden 
en. = 
I<h häbe hier wenig für die wollene Sache thun können. Im Sep- 
tember siedle ich nach Antwerpen über und hoffe dort auf schnellere Ver- 
breitung der neuen Tracht. =- Mit aller Hochachtung 
Paris, 10. August 1884. AM 
NI
	        

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