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Die Logik der Dichtung

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Bibliografische Daten

Objekt: Die Logik der Dichtung

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1884
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1884
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1884
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 1
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Die schlesischen Goralen
Autor:
Schirmer, Wilhelm
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Logik der Dichtung
  • Einband
  • Titelseite
  • Impressum
  • Widmung an Thomas Mann
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Problem und Aufgabe einer Logik der Dichtung
  • Die logischen Grundlagen
  • I. Die Begriffsbildung 'Dichtung und Wirklichkeit'
  • II. Die logischen Ichbegriffe
  • Die fiktionale oder mimetische Gattung
  • I. Die epische Fiktion
  • Historisches und fiktionales Erzählen
  • Das epische Präteritum
  • Die Beschaffenheit der Erzählfunktion
  • II. Die dramatische Fiktion
  • III. Die filmische Fiktion
  • Die lyrische oder existentielle Gattung
  • I. Das System der Wirklichkeitsaussage und der Ort der Lyrik
  • II. Die Beschaffenheit des lyrischen Ich
  • Die Sonderformen
  • I. Die Ballade und ihr Verhältnis zu Bild- und Rollengedicht
  • II. Die Icherzählung
  • Abschluß und Ausblick: Zum Symbolproblem der Dichtung
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

Die fiktionale oder mimetische Gattung 
Eine genauere und, wie mir scheint, die eigentlich entscheidende, das Phä 
nomen in seinem Wesen erfassende Begründung der Vergangenes vergegen 
wärtigenden Funktion des historischen Präsens findet sich bei Wunderlich- 
Reis, wo die Entstehung des historischen Präsens auf lebhaft erzählte Selbst 
erlebnisse zurückgeführt ist, wobei der Erzähler die in diesem Falle ja für 
ihn stets vergangenen Ereignisse »wieder als gegenwärtige Erlebnisse zu 
schauen glaubt«. 19 Es mag dahingestellt bleiben, ob diese Erklärung sprach- 
historisch völlig haltbar ist 20 . Sprachpsychologisch betrachtet verdeutlicht 
sie jedenfalls allein das Erlebnis der Vergegenwärtigung, das Erzähler und 
Empfänger durchpräsentische Schilderung vergangener Ereignisse erfahren. 
Dies kann nur an Dokumenten von Selbsterlebnissen, also an autobiogra 
phischen Darstellungen aller Art geschehen. Ein gutes Beispiel liefert Ger- 
hart Hauptmanns Reiseschilderung > Griechischer Frühling < (1907). Diese 
ist ganz und gar im Präsens erzählt, derart daß nicht nur Zustandsschilde 
rungen sondern auch jeder Schritt und Tritt des Reisevollzugs selbst gleich 
sam auf den Augenblick des Sichvollziehens zurückgeführt, gewissermaßen 
filmisch reproduziert wird: 
Die Wendung des Weges ist erreicht. Die Straße zieht sich in einem weiten Bogen unter 
mächtigen roten Felswänden hin . . . Wir schreiten die weiße Straße langsam fort. Wir 
scheuchen eine anderthalb Fuß lange grüne Eidechse, die den Weg . .. überquert. Ein 
Esel, klein, mit einem Berge von Ginster bepackt, begegnet uns . . . 
Auf dem Faktum, daß diese Schilderung ein Ichbericht ist, beruht es, daß 
die Vergangenheitsbezogenheit dieses Präsens trotz seiner zweifellos ver 
gegenwärtigenden Wirkung erhalten bleibt. Ja, im autobiographischen Be 
richt, als dem einzigen Orte des Erzählens überhaupt, ist das Vergangen 
heitsbewußtsein eben darum erhalten, weil das Präsens hier in einem echten 
Sinne vergegenwärtigt. Da der Erzähler diese Vorgänge nicht während des 
Wanderns etc. aufgeschrieben haben kann, tritt der historische Charakter 
des Präsens deutlich hervor, wir wissen diese Reise als eine vor längerer 
oder kürzerer Zeit stattgefundene. Doch wird, was das Vergangenheits 
bewußtsein einer autobiographischen Schilderung betrifft, dennoch durch 
das allein herrschende Präsens keine andere Wirkung erzeugt als in Fällen, 
wo es mit dem Präteritum wechselt. Dies ist der Fall in der schon angezo 
19. Wunderlich-Reis: Der deutsche Satzbau. Stgt. 3 ’24,1, 235 
20. So hat Rompelman in dem Aufsatz ‘Form und Funktion des Präteritums im Germanischen’ 
(Neoph. 37 ’53) auf das Alter des in allen idg. Sprachen vorkommenden hist. Präsens hinweisend be 
tont, daß ursprünglich „das bequeme Hinüberwechseln von der einen Form zur anderen . . . nicht die 
Folge eines Mangels an Stilgefühl sei“ (S. 80) und man diesen Wechsel nicht zu einseitig temporal in 
terpretieren dürfe. Er führt es zurück auf die Tatsache, daß es aus einer Zeit stammt, wo auch das 
Präsens selbst noch weniger ein Tempus als eine Aktionsart war. 
JO
	        

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