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Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1580125921904
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1580125921904_1884
Titel:
Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
Autor:
Jaeger, Gustav
Jahrgang/Band:
Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12
Verleger/Verlag:
W. Kohlhammer
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1884
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/218.4-2,1884
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 3
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Die Wollbekleidung
Autor:
Cyriar, B.
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre
  • Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1884, Bd. 3, H. 1/12)
  • Einband
  • Titelseite
  • Chronologische Übersicht
  • Register
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Die Wollbekleidung
  • Berliner Jägerianerverein
  • Kleinere Mittheilungen
  • Werbung
  • Beilage: Seele und Geist im Sprachgebrauch
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10
  • Heft 11
  • Heft 12
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

51 
I1 Grad R., aber siehe da, das Wollbett und die Wollfleidung er- 
schienen ganz angenehm; meine Erkältung, Schnupfen und trockener 
Husten verging in 3 Tagen und in derselben kurzen Zeit hatte sich 
meine Haut vollkommen an die Wolle gewöhnt und ich fühlte mich 
vollständig wohl, und so leicht und heiter im Gemüth und hatte die 
Ueberzeugung, daß ich jekt gesünder werden würde. Jh hatte einen 
nicht zu leichten Stoff für den Anzug ausgewählt und finde, daß 
ich recht daran gethan habe; ich trage heute noh wie im Sommer 
nur drei Kleidungsstüke ; das Wollhemd, RNo> und Beinkleid und 
fühle mich im Schneesturm und bei hart gefrorenem Boden gerade 
so comfortabel als bei der Augusthitze, und das allein ist schon werth, 
den Versuch mit der Normalkleidung zu machen. J< habe mich 
mindestens 6--7 mal erkältet, seit ih ein Wollener bin, aber stets 
sind die Folgen in 24 Stunden vorüber gegangen, während ich 
früher stets 5 Tage gebrauchte, um einen Schnupfen zu überwinden 
und da bei der kurzen Dauer desselben die Jrritation von der Nasen- 
schleimhaut nicht bis nach dem Kehlkopf fortgepflanzt wird, so tritt 
jeht natürlich keine Kehlkopfentzündung ein und ich bleibe von den 
furchtbaren Hustenanfällen verschont. Die Witterung hat jett auf 
mich fast gar keinen Einfluß; ob kalt oder warm, Regen oder Sonnen- 
schein, ich frage gar nicht mehr darnach und selbst als ich auf einer 
Tour im Erzgebirge durch und durch naß geworden war, habe ich 
keine Erkältung davon getragen. Kommt aber einmal eine leichte 
Erkältung, so wickele ich mich des Nachts in meine wollenen Deen 
und am nächsten Morgen ist alles vorbei. Was das Jägersche Bett 
eigentlich it, das kann niemand beurtheilen, der nicht den Versuch 
gemacht hat, es ist eine wahre Wohlthat, vorausgeseßt, daß man bei 
offenem Fenster schläft. 
Das sind meine Erfahrungen in Bezug auf das Wollregime 
und konnte ich es nicht unterlassen in diesen Blättern öffentlich meinen 
Dank auszuwrochen und Leidende auf die ungeahnten wohlthätigen 
Wirkungen dyelben aufmerksam zu machen. Das 'Wollregime macht 
wetterfest und gibt folglich Schutz gegen Katarrh, Nheumatismus, 
und alle aus Erkältung entstehenden Krankheiten. Alle, welche mit 
Brust-, Nieren-, Unterleib8- und Nervenleiden behaftet sind, werden 
durch dasselbe bald Besserung und viele sogar Heilung bekommen 
und rathe ich allen solchen, sich niht dadurc< abhalten zu lassen, 
daß man ihnen sagt, die Wolle verweichliche, denn das ist Unsinn; 
im Gegentheil man wird abgehärtet. 
Was nun die verschiedenen Theorien des Prof. Jäger anbetrifft, 
über welche so viel gehöhnt und gelästert wird, so mag sich ein Jeder 
Aufklärung darüber verschaffen , indem er die Schriften des Herrn 
Prof. Jäger liest, hier habe ich damit nichts zu thun; ich gebe ein- 
fach meine Erfahrung vom 7. August bis zum 10. Dezember, ein 
Zeitraum, der mir gestattet über den Werth der Wollkleidung in
	        

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