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Die Logik der Dichtung

Zugriffsbeschränkung

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Bibliografische Daten

Objekt: Die Logik der Dichtung

Monografie

Persistenter Identifier:
1598525352286
Titel:
Moderne Baukunst
Untertitel:
Außen- und Innenansichten modern ausgeführter Wohn- und Geschäftshäuser, Villen und Landhäuser
Herausgeber:
Lambert & Stahl
Verleger/Verlag:
Wittwer
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1905
Umfang:
60 Bl.
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Monografie
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
1Kb 1287
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Illustration

Titel:
Wohnhaus in Stuttgart. Architekten: Hummel & Förstner in Stuttgart.
Künstler/Illustrator:
Hummel, Clemens
Strukturtyp:
Illustration

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Logik der Dichtung
  • Einband
  • Titelseite
  • Impressum
  • Inhalt
  • Vorwort
  • Einleitung: Begriff und Aufgabe einer Logik der Dichtung
  • Die sprachtheoretischen Grundlagen
  • Die Begriffsbildung 'Dichtung und Wirklichkeit'
  • Das Aussagesystem der Sprache
  • Die fiktionale oder mimetische Gattung
  • Vorbemerkung: Der Begriff der literarischen Fiktion
  • Die epische Fiktion (oder die Er-Erzählung)
  • Das fiktionale Erzählen und seine Symptome
  • Das fiktionale Erzählen - eine (flukturierende) Erzählfunktion
  • Das Verschwinden des Aussagesubjekts und das Problem des 'Erzählers'
  • Das Problem der Subjektivität und Objektivität des Erzählens
  • Das Dialogsystem
  • Die dramatische Fiktion
  • Die filmische Fiktion
  • Die lyrische Gattung
  • Das System der Wirklichkeitsaussage und der Ort der Lyrik
  • Die lyrische Subjekt-Objekt-Korrelation
  • Die Beschaffenheit des lyrischen Ich
  • Die Sonderformen
  • Die Ballade und ihr Verhältnis zu Bild- und Rollengedicht
  • Die Ich-Erzählung
  • Zum Symbolproblem der Dichtung
  • Namenverzeichnis

Volltext

112 
»Dann sprach bei Tische Herr Arnoldsen einen seiner witzigen und phantasie 
vollen Toaste zu Ehren der Brautpaare.« Dieser Satz kann seiner Art nach in 
einem Briefe stehen (oder ein mündlicher Bericht sein), den ich von einer Person 
erhalte, die an der beschriebenen Feier teilgenommen hat. In diesem Falle ent 
hält der Satz folgende Eigenschaften, die ihn als Aussage konstituieren: Das 
Aussagesubjekt, der Briefschreiber, berichtet über den Sachverhalt, den Toast 
des Herrn Arnoldsen, als über eine von ihm erlebte Begebenheit; das Verb 
steht im Imperfekt und indiziert damit, daß diese in bezug auf den Zeitpunkt 
des Berichtes vergangen ist, in der Vergangenheit des Aussagesubjekts steht. 
Als solche ist sie eine wirklich stattgefundene Begebenheit, d. h. unabhängig 
davon, ob dieses Aussagesubjekt von ihr berichtet oder nicht. Sie wird zum 
Aussagesubjekt erst durch die Aussage selbst, d. h. wenn sie zum Aussage 
objekt geworden ist. Darin ist umgekehrt enthalten, daß das Aussagesubjekt 
sich der von ihm unabhängigen Wirklichkeit (in diesem Beispiel des Geschehen 
seins) des Aussageobjekts bewußt ist, gleichgültig ob diese verifiziert werden 
kann oder nicht. — Der Satz über Herrn Arnoldsens Toast ist nun aber kein 
realer Briefsatz, sondern ein Romansatz aus den »Buddenbrooks«, als solcher 
auch kein von einer Romanperson gesprochener Satz, sondern ein Satz des 
erzählenden Berichts. Als Romansatz hat er zwar immer noch die Form eines 
Behauptungssatzes, aber stellt keine Behauptung mehr dar, deshalb nicht, 
weil er nicht mehr die Struktur der Aussage hat. Denn nun erhalten wir auf die 
Frage nach dem Aussagesubjekt keine Antwort mehr. Bedeutet das Imperfekt 
»sprach«, daß die beschriebene Begebenheit, Herrn Arnoldsens Toast zu Ehren 
der Brautpaare, in der Vergangenheit dessen, der sie erzählt, also des Autors 
des Romans, stattgefunden hat ? Hat sie überhaupt stattgefunden ? Kann man 
den Inhalt des Satzes der Verifikation unterziehen, z. B. einwenden, daß der 
Berichter sich geirrt habe und nicht Herr Arnoldsen, sondern etwa Herr Ber- 
toldsen den Toast gehalten habe, oder dieser Toast doch gar so witzig nicht 
gewesen sei. Dies alles besagt: Ist der Autor das Aussagesubjekt dieses Satzes 
und besteht hier eine Subjekt-Objekt-Struktur? Alle diese Fragen müssen 
verneinend beantwortet werden. Der Satz: »Dann sprach bei Tische Herr Ar 
noldsen ...« hat als Romansatz einen anderen Charakter als als Briefsatz. Er ist 
Teil einer Szene, einer aus sich selbst existierenden fiktiven Wirklichkeit, die 
qua fiktive ebenso unabhängig von einem Aussagesubjekt ist wie es eine >reale<. 
Wirklichkeit auch ist. Das will sagen: wenn eine reale Wirklichkeit ist, weil sie 
ist, so >ist< eine fiktive Wirklichkeit nur dadurch, daß sie erzählt ist (als 
dramatische dadurch, daß sie mit den Mitteln dramatischer Gestaltung er 
zeugt ist).
	        

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