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Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 132, 1977)

Zugriffsbeschränkung

Für diesen Datensatz liegt keine Zugriffsbeschränkung vor.

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Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Volltext: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 132, 1977)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1602495396786
Titel:
Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
18XX
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e.V.
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
1602495396786_39_1883
DOI:
Titel:
Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart
Herausgeber:
Fraas, Oscar
Krauß, Ferdinand von
Marx, Karl von
Zech, Paul
Jahrgang/Band:
Bd. 39, 1883
Erscheinungsjahr:
1883
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX965/8
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg e.V.

Titelseite

Strukturtyp:
Titelseite

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg
  • Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 132, 1977)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Aktuelle Beiträge
  • Was können die Geowissenschaften zur Landesplanung und Raumordnung beisteuern?
  • Über die Erforschung der Schall-Orientierung bei Delphinen und Walen
  • Meerwirtschaft als Beispiel des Zusammenhangs von Biologie, Umwelt und Entwicklung
  • Abhandlungen
  • Kleine Mitteilungen
  • Nachrufe
  • Berichte
  • Inhaltsverzeichnis
  • Einband

Volltext

zZ 
GERALD FLEISCHER 
lein ihre Größe einer Haltung in Gefangenschaft enorme Schwierigkeiten 
entgegen, noch schlimmer ist es aber mit ihrer Nahrung, die in den not- 
wendigen Mengen bislang nicht zu beschaffen ist. Man denke nur an die 
Tonnen von lebendem Krill, die für manche Arten notwendig wären. So 
bleibt einem nichts anderes übrig, als Bartenwale auf See zu untersuchen. 
zumindest was ihre akustischen Fähigkeiten betrifft. 
Abgesehen von den Hydrophonen selbst bereitete das noch andere Pro- 
bleme. Zunächst waren die notwendigen elektronischen Meßgeräte für 
einen Einsatz in einem Boot sehr ungeeignet. Sie waren schwer, empfind- 
lich gegenüber Erschütterungen, vor allem aber brauchten ihre Röhren 
sehr viel Strom, welcher nur von schweren Batterie-Sätzen geliefert wer- 
den konnte. Man erinnere sich daran, daß erst 1948 der Transistor erfun- 
den wurde. Das wirkte sich dann ungemein günstig auf diese Geräte aus: 
sie wurden kleiner, leichter, stoßfester, vor allem aber benötigen sie nur 
wenig Strom, so daß man mit kleinen, handlichen Batterien auskommt. 
Einige physikalische Eigenschaften von Schall erleichterten die Arbeit 
keinesfalls: je tiefer die Frequenz eines Tones, desto weniger wird er bei 
der Ausbreitung gedämpft. Das führt dazu, daß sehr tiefe Töne, in Luft, 
ganz besonders aber im Wasser, sehr weit laufen. Trifft eine Schallwelle 
auf ein Hindernis, so ergibt letzteres nur dann einen richtigen Schall- 
Schatten, wenn es wenigstens so groß ist, wie die Wellenlänge, oder grö- 
Ber. Ist das Hindernis kleiner als die Wellenlänge, so läuft die Welle 
ziemlich ungehindert durch. Bedingt durch die große Schallgeschwindig- 
keit im Wasser ist die Wellenlänge dort etwa fünf Mal so groß, wie bei 
einem Ton gleicher Frequenz in Luft. Unter normalen Bedingungen ist es 
daher sehr schwer die Richtung eines tiefen Tones im Wasser gut zu be- 
stimmen. Um das zu erreichen benötigt man mehrere weit auseinander 
liegende Hydrophone, um so, über die Laufzeit-Unterschiede, die Ein- 
fallsrichtung solcher Töne zu bestimmen. 
Bei der Arbeit mit Niederfrequenz-Hydrophonen waren verschiedent- 
lich merkwürdig unregelmäßige Signale mit Frequenzen unter 100 Hz 
beobachtet worden, Eine Sorte dieser Signale hatte eine Hauptfrequenz 
um 20 Hz, also eine extrem niedrige Tonlage und es schien, als ob diese 
Tonfolgen mehr oder weniger weltweit anzutreffen seien, WALKER (1963). 
Es handelte sich um sehr starke Schallquellen und daher fiel der Ver- 
dacht bald auf die Wale. Daß es sich um biologische Erzeuger handelt 
schloß man aus der Unregelmäßigkeit und der Tatsache, daß diese Ge- 
räusche nicht ständig, sondern nur gelegentlich festzustellen waren. Es 
folgten eine ganze Reihe von Publikationen über diese Laute, die aber 
nicht alle erwähnt werden können. PATTERSON and HAMILTON (1964) 
stellten fest, daß sich die 20 Hz Schallquelle mit einer Geschwindigkeit 
von etwa einem bis zu vier Knoten bewegt und ScHEvıLL et al, (1964) 
brachten diese Lautäußerungen dann mit Balaenoptera, einem Bartenwal, 
in Verbindung. Bei diesen Messungen sah man meist keine Wale. Der 
Schall breitet sich bei so tiefen Frequenzen so gut aus, daß man die Lau- 
te von Tieren aufnahm, die so weit weg waren, daß man sie nicht sehen 
konnte. 
Ih. Ges. Naturkde, Württ. 132 (1977)
	            		
Erforschung der Schall-Orientierung bei Delphinen und Walen 29 Viel Energie ist notwendig, um solche Laute zu produzieren und so überlegte man sich, wie diese wohl zustande kämen. Zunächst nahm man allgemein an, daß es Herzgeräusche seien. Das Herz ist kräftig genug, um solche Schallenergien freizusetzen, jedoch erkannte man später, daß bei kranken, gestrandeten Walen keinerlei derartigen Herzgeräusche auf- treten. Wie die Delphine, so haben auch die Bartenwale keine Stimmbän- der, sie haben jedoch Kehlsäcke, So nimmt man heute an, daß diese Lau- te in der Kehlenregion erzeugt werden, jedoch ist das noch nicht gesi- chert. — Wenn diese Rufe absichtlich erzeugt werden, so muß man sich fragen, wozu sie dienen. Die schon erwähnten Autoren PATTERSON and HAMILTON (1964) hielten eine Art akustischer Betäubung der Beute für möglich. Die Lautstärke in der Nähe der Tiere müsse so groß sein, daß die Beute, seien es Krebse oder kleine Fische, davon betäubt werden müsse, was deren Fang erleichtere. Im Jahre 1971 lernte man mehr darüber, und zwar gleich von zwei Arbeitsgruppen: PAYNE and McVay, sowie Wınn et al. Beide hatten die Laute von Megaptera, dem Buckelwal, analysiert und festgestellt, daß es sich um zyklische Tonfolgen handelt. Mit anderen Worten, Megaptera singt, wobei ein Gesang zwischen sieben Minuten und einer halben Stun- de dauert. Danach wird der Gesang wiederholt, und zwar sofort, sozusa- gen ohne dazwischen etwas aufzuatmen, Man hatte nun den singenden Wal! Wieder mal zeigte sich, daß das nicht ganz neu war. Bereits 1965 hatten Cummıincs and Prıiieer ähnliche Gesänge bei Eubalaena glacialis, dem Nordkaper gefunden, jedoch wurde das nicht bekannt, da es in einer nicht öffentlich zugänglichen Folge im Jahre 1970 geschrieben wurde. — Die Gesänge dieser Wale sind saison-gebunden, so daß es nahe liegt, sie als Mittel der Partnersuche anzusehen. Für diese Zwecke ist es natürlich ungemein günstig, daß solche tief-frequenten Rufe so außerordentlich weit zu hören sind. Wie weit hängt unter anderem von der Wasserschich- tung im Meer ab, aber da die absolute Empfindlichkeit des Walohres noch nicht bekannt ist, läßt sich noch keine genaue Angabe machen. Vielfach wurde in der Presse erwähnt, die Wale könnten sich über Tau- sende von Kilometern hinweg verständigen, was zweifellos übertrieben ist. Hundert Kilometer weit dürfte ein Wal schon von seinen Artgenossen gehört werden können, was durchaus beachtlich ist. Inzwischen kennt man auch die Lautäußerungen anderer Wale. Cum- MINGS et al. (1968) beschrieben Aufnahmen von Eschrichtius, dem alter- tümlichen Kalifornischen Grauwal, und Cummıncs and THOomrpson (1971) vom Blauwal, Balaenoptera musculus. Alle, auch nicht aufgeführte Unter- suchungen ergaben, daß die Bartenwale stets Rufe tiefer Frequenzen, so bis etwa 10000 Hz aussenden, wobei der Hauptteil der Energie immer bei Frequenzen unter 1000 Hz liegt. Lediglich BEAMısH and MITCHELL (1971) berichten über Ultraschall-Laute „in Gegenwart eines Blauwales“‘, Durch diese sehr tief-frequenten Laute unterscheiden sich die Mysticeten sehr gut von den Odontoceten, die stets wenigstens Lautanteile mit Ultra- schall haben. Noch ist nicht klar, ob alle Bartenwale singen, obwohl das wahrscheinlich so ist. Ebenso ist noch unklar, ob die Männchen, oder die {h. Ges. Naturkde. Württ. 132 (1977)

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