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Stuttgarter Uni-Kurier (30/33, 1987)

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CC BY-SA: Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Stuttgarter Uni-Kurier (30/33, 1987)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1697788495619
Titel:
Stuttgarter Uni-Kurier
Erscheinungsort:
Stuttgart
Verleger/Verlag:
Universität Stuttgart
Erscheinungsverlauf:
1.1980-110.2012
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/

Band

Persistenter Identifier:
1697788495619_30_1987
Titel:
Stuttgarter Uni-Kurier
Herausgeber:
Universität Stuttgart
Jahrgang/Band:
30/33, 1987
Erscheinungsjahr:
1987
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
2Zb 6727
Lizenz:
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft Nr. 30 / April 1987
Strukturtyp:
Ausgabe

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Stuttgarter Uni-Kurier
  • Stuttgarter Uni-Kurier (30/33, 1987)
  • Heft Nr. 30 / April 1987
  • Heft Nr. 31 / Juni 1987
  • Heft Nr. 32 / Juli 1987
  • Heft Nr. 33 / Dezember 1987

Volltext

Zeitung der Universität Stuttgart 
AO U? Oo, 02 
StuttsareNr 30/ April 1987 
| ram 
Auto-Aufkleber 
für Ordinarien 
Das Bundesverfassungsge- 
iicht hat den Hochschulen auf- 
Jgetragen, die Differenzierung in 
der Professorenschaft hinrei- 
;hend zu verdeutlichen. Aus 
diesem Grund bietet das Wis- 
senschaftsministerium ab dem 
1.4.1987 einen Auto-Aufkleber 
für Ordinarien an. Er trägt im 
schwarz-weißen Oval die Insig- 
nien „C 4“ und ist graphisch an 
die gut eingeführten Aufkleber 
‚CD“ und „CC“ angelehnt. Be- 
stellungen sind an die Presse- 
und Informationsstelle der Uni- 
versität Stuttgart zu richten. 
.. nz si Z-tschriftenstel'n 
Rätsel um den „Grünen Feuerdrachen” gelöst: ) Franz 
Biochemiker Effenberger: 
DO ist = = 4 
bestätigen ISUNEUEF © |. 
Be EL 
alte Berichte Rektor 
ZClbo 670 
Prof. Dr. Franz Effenberger ist 
neuer Rektor der Universität 
Stuttgart. Der Große Senat ent- 
schied sich im Januar mit großer 
Mehrheit für den 57 Jahre alten 
Seschäftsführenden Direktor des 
Instituts für Organische Chemie, 
Biochemie und Isotopenforschung. 
zffenberger tritt damit die Nach- 
'olge des im vergangenen No- 
‚ember verstorbenen Rektors 
Prof. Dr. Hartmut Zwicker an, dem 
ar von 1980 bis 1986 als Prorektor 
Ur Forschung zur Seite gestan- 
len hatte. 
:ranz Effenberger wurde 1930 in 
aäoldenstein/Nordmähren gebo- 
‚en und verbrachte über 15 Jahre 
jeiner Jugend in der Nähe von 
\ugsburg. Nach dem Studium der 
7hemie in Stuttgart promovierte 
ınd habilitierte er sich in Stuttgart 
ınd arbeitete danach einige Jahre 
n den USA. Seit 1971 ist er Profes- 
;or der Universität in Stuttgart und 
rertritt die Organische Chemie. In 
Jen 70er Jahren arbeitete er unter 
anderem intensiv an der Reform 
von Dr. Joachim Hoenes 
Zerichte über feuerspeiende Dra- 
>hen finden sich häufig in der älte- 
en Literatur, z.B. in der Siegfried- 
;age oder in Berichten über Tat- 
zeiwürmer in den Alpen. Das Zeit: 
alter der „Aufklärung“ und des 
Rationalismus“, vollends abeı 
las „naturwissenschaftliche Den- 
ten“ haben diese Berichte in das 
zeich der Fabeln verwiesen. Heut: 
‚utage kommen Feuerdrachen 
ıur noch in Kinderbüchern vor. Die 
3egründungen für diese Her- 
ıbwürdigung alter Berichte sind 
ıllerdings alles andere als natur- 
vissenschaftlich: Zum einen wer- 
Jen die Berichte nicht akzeptiert, 
ja „es ja keine Drachen gibt“ Hier 
vird offensichtlich aus der fehlen- 
len eigenen Anschauung auf die 
lichtexistenz geschlossen. Zum 
ınderen wird argumentiert, daß 
euerspeiende Lebewesen bio- 
‚hemisch unmöglich seien, ohne 
laß ein Beweis für die Unmöglich- 
jeit gegeben wird. 
n folgenden soll über die Bioche- 
nie der tatsächlich lebenden Spe- 
jes „Chlorodraco ignifer“ oder 
arüner Feuerdrache“ berichtet 
verden. Es handelt sich bei die- 
‚em Bericht um eine Zusammen- 
assung jahrelanger Arbeiten des 
nstitute of Experimental Draco- 
1gy“. Wegen der Gefährdung des 
Uni Stuttgart 
auf Hannover- 
Messe 
ıusstellten. Die Hoffnungen der 
3iotechnologen auf eine Äthanol- 
»roduktion aus Luft und Licht zer- 
schlugen sich allerdings, da kulti- 
jierte Algen kein Äthanol produ- 
zierten, während frisch aus Haut- 
‚ellen isolierte Algen bis zu 50% 
jes aufgenommenen Kohlendio- 
dids zu Äthanol umsetzten. 
Hormon Thyroxin 
Jmfangreiche enzymologische 
Jntersuchungen ergaben, daß die 
3ymbionten vom Drachen durct 
jas Schilddrüsenhormon Thyro 
{in am natürlichen Glucoseaufbau 
jehindert werden, stattdesser 
Athanol mit Hilfe eines vom Dra- 
>hen gelieferten Enzyms herstel- 
en und dem Drachen zusätzlich 
Sauerstoff liefern. Diese Symbiose 
arklärt genau das Verhalten von 
jrennstoffbedürftigen Drachen: 
Sie legen sich für einige Stunden in 
jie Sonne und reduzieren dabei 
;ogar ihre Atmung beträchtlich! 
nteressanterweise wurden durch 
liese Ergebnisse die Zweifel an 
jen Erzählungen über feuer- 
;peiende Tatzelwürmer in den 
\lpen bestätigt. In Jodmangelge- 
»ieten sind Feuerdrachen -wenn 
;je dort überhaupt existieren- 
vegen Thyroxinmangels nicht zum 
-euerspeien fähig. 
Mit drei Instituten war die Universi- 
tät Stuttgart auf der weltgrößten In- 
dustriemesse in Hannover vertre- 
ten, die vom 1.-8. April 1987 statt- 
fand. In der Halle Forschung und 
Technologie zeigten die Institute 
für Plasmaforschung, Technische 
Optik und für Steuerungstechnik 
der Werkzeugmaschinen und Fer- 
tigungseinrichtungen neueste 
‚-orschungsergebnisse. Es war die 
achte Messeteilnahme in Hanno- 
/er und geschah wiederum mit ei- 
em Gemeinschaftsstand mit der 
Jniversität Karlsruhe. (Weitere Be- 
richte auf den S. 2 und 3.) 
Drei Fragenkreise 
die biochemischen Probleme, die 
in feuerspeiendes Tier stellt, las- 
‘en sich zwanglos in drei Fragen 
zliedern: 1) Weicher Brennstoff 
vird verwendet?, 2) Wie wird er 
Jiosynthetisiert?, 3) Wie erfolgt die 
Zündung? 
Brennstofftank 
die erste Frage ließ sich sehr ein- 
ach klären. Drachen besitzen im 
untersten Teil ihres Halses eine 
Speicherblase, die über einen 
Ausführgang mit der Luftröhre ver- 
bunden ist. Aus diesem „Brenn- 
ztofftank“ konnte eine farblose 
eicht bewegliche, brennbare Flüs- 
sigkeit gewonnen werden. Bereits 
das verblüffend einfache NMR- 
Spektrum dieser Substanz erlaubt 
aine eindeutige Identifizierung: Es 
1andelt sich um ein Äthanol/Was- 
ser-Gemisch mit ca. 60 Volumen- 
arozent. Mischungen dieses Treib- 
stoffes mit der Ausatemluft (ca 
‚5% Sauerstoff) sind leicht ent- 
zündlich 
les Chemiestudiums mit. In seiner 
Zeit als Prorektor für Forschung 
jetzte er sich u.a. sehr stark für den 
\ufbau des Schwerpunktes Bio- 
r‚erfahrenstechnik ein. Privat ist 
1er begeisterte Skifahrer auch 
ı1eute noch als Skilehrer und in der 
Neiterbildung anderer Skilehrer 
ıktiv. 
komplettiert wurde das Rektorat 
n Februar. Auf Vorschlag des 
1euen Rektors wurden dabei vom 
äroßen Senat die seit Oktober 
986 amtierenden Prorektoren 
’rof. Dr. Philipp Hartl für den Be- 
eich Forschung und Prof. Dr. Gün- 
er Pritschow für den Bereich Leh- 
e mit großer Mehrheit in ihren Äm- 
ern bestätigt. Die Amtszeit des 
Aektorats, zu dem als viertes Mit- 
Jlied Kanzler Jürgen Blum gehört, 
.äuft bis Ende September 1988. 
L.B. 
Schwierige Experimente 
Jas Zündproblem erwies sich als 
»xperimentell besonders schwie- 
ig. Zwar war schon früh die 
3edeutung einer Rachendrüse als 
Z7ündorgan erkannt worden, doch 
jelang es nicht, den Inhalt dieser 
)rüse zu gewinnen. Regelmäßig 
ırfolgten explosionsartige Zerset- 
:ungen. Erst von einem kränkeln- 
lien Drachen, der nicht zum Flam- 
nenspeien fähig war, obwohl eı 
ı1ormal Äthanol produzierte. 
connte Zündflüssigkeit gewonnen 
verden, Es handelte sich hierbei 
ım dasselbe Gemisch von 10% 
Aydrochinon und 25% Wasser- 
stoffperoxid, das der Bombardier- 
käfer zur Feindabwehr benutzt. 
Photosynthese 
Nie Fütterungsversuche mit 
‚adioaktiv markierter Glucose 
argaben, entsteht der Äthanol des 
Irachen nicht durch alkoholische 
aärung, sondern in einem lichtab- 
hänigen Prozeß. Die Zahl der Flam- 
men pro Tag und Drache nimmt mit 
jer Beleuchtungsstärke zu; unter- 
1alb einer Mindeststärke speien 
lie Drachen keine Flammen mehr 
ınd bleichen sogar aus. Durch 
zinsatz von radioaktivem Kohlen- 
lioxid konnte die Hypothese einer 
’)hotosynthese mit Endprodukt 
\thanol bewiesen werden. Die Kin- 
lerbücher haben also recht: Dra- 
:hen müssen grün sein. Die Pho- 
asynthese findet in Organellen der 
)rachenhaut statt, die sich als 
ymbiontisch lebende Blaualgen 
18er Art Oscillatoria draconis“ her: 
Lothar Späth besichtigte Cray-2' 
Ein besonderes Schmuckstück baden-württembergischer Forschungspolitik 
nahm Ministerpräsident Lothar Späth Anfang Februar vor Ort persönlich in Augen- 
Schein: den Höchstleistungsrechner Cray-2, der sechste seiner Art und der erste 
außerhalb der USA. Er hat seit Herbst vergangenen Jahres seinen Platz im Rechen- 
zentrum der Universität Stuttgart. Die Cray-2 ermöglicht in Verbindung mit zahlrei- 
°hen Vorrechnern Berechnungen und Simulationen, von denen bisher die 
Nissenschaftler lediglich zu träumen wagten. Der Rechner soll sowohl der 
Nissenschaft wie auch der Wirtschaft zur Verfüaguna stehen Foto: MPA 
Diese Lösung wurde durch Zumi 
schung von Peroxidase zur Explo- 
on gebracht, wobei sich de! 
Jberschuß an Peroxid zu Sauer. 
stoff und Wasser zersetzte und die 
7ündtemperatur des Äthanol/Luft- 
Redaktions- 
schluß für die 
nächste Aus- 
gabe: 27.4.87 
Fortsetzung auf S. 2)
	        

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