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Neue allgemeine Bauordnung für das Königreich Württemberg. Supplement (Bd. 2)

Zugriffsbeschränkung

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

Metadaten: Neue allgemeine Bauordnung für das Königreich Württemberg. Supplement (Bd. 2)

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
393080226
Titel:
Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg
Autor:
Paulus, Eduard
Personen:
Paulus, Eduard
Verleger/Verlag:
Paul Neff
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
18XX
Sprache:
deutsch
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
2Kb 939
Strukturtyp:
Mehrbändiges Werk
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
393080226_1889_1
Titel:
Die Kunst- und Altertums-Denkmale im Königreich Württemberg. Tafeln. Neckarkreis
Autor:
Paulus, Eduard
Jahrgang/Band:
1889
Verleger/Verlag:
Paul Neff
Erscheinungsort:
Stuttgart
Erscheinungsjahr:
1889
Umfang:
circa 100 Blätter Bildtafeln
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
2Kb 939:a-Atlas,1
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Monografien

Illustration

Titel:
Kirche zu Eglosheim. Ansichten, Schnitte.
Strukturtyp:
Illustration

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks
  • Deutsches Baugewerks-Blatt : Wochenschr. für d. Interessen d. prakt. Baugewerks (Jg. 45, Bd. 4, 1885)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • 45. Jahrgang. No. 1
  • Carl Schwatlo †
  • Zur Lehrlingsfrage.
  • Gemeindehaus in Rurescevi in Rumänien.
  • Haus-Kanalisation.
  • Mittheilungen aus der Praxis.
  • Jahresbericht über Berliner Hypotheken und Grundbesitz-Verhältnisse
  • 45. Jahrgang. No. 2
  • 45. Jahrgang. No. 3
  • 45. Jahrgang. No. 4
  • 45. Jahrgang. No. 5
  • 45. Jahrgang. No. 6
  • 45. Jahrgang. No. 7
  • 45. Jahrgang. No. 8
  • 45. Jahrgang. No. 9
  • 45. Jahrgang. No. 10
  • 45. Jahrgang. No. 11
  • 45. Jahrgang. No. 12
  • 45. Jahrgang. No. 13
  • 45. Jahrgang. No. 14
  • 45. Jahrgang. No. 15
  • 45. Jahrgang. No. 16
  • 45. Jahrgang. No. 17
  • 45. Jahrgang. No. 18
  • 45. Jahrgang. No. 19
  • 45. Jahrgang. No. 20
  • 45. Jahrgang. No. 21
  • 45. Jahrgang. No. 22
  • 45. Jahrgang. No. 23
  • 45. Jahrgang. No. 24
  • 45. Jahrgang. No. 25
  • 45. Jahrgang. No. 26
  • 45. Jahrgang. No. 27
  • 45. Jahrgang. No. 28
  • 45. Jahrgang. No. 29
  • 45. Jahrgang. No. 30
  • 45. Jahrgang. No. 31
  • 45. Jahrgang. No. 32
  • 45. Jahrgang. No. 33
  • 45. Jahrgang. No. 34
  • 45. Jahrgang. No. 35
  • 45. Jahrgang. No. 36
  • 45. Jahrgang. No. 37
  • 45. Jahrgang. No. 38
  • 45. Jahrgang. No. 39
  • 45. Jahrgang. No. 40
  • 45. Jahrgang. No. 41
  • 45. Jahrgang. No. 42
  • 45. Jahrgang. No. 43
  • 45. Jahrgang. No. 44
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

Tarl Schwatlo.“* — Zur Lehrlingsfrage. — Gemeindehaus in Rurescevi in Rumänien. 
7 
Carl Schwatlo F. 
Mit tiefem Bedauern werden unsere Leser von dem früh 
zeitigen Hinscheiden Carl Schwatlo's Kenntniß genommen haben, 
ppeziell unsere älteren Leser aus den Jahren 1879-1881, in 
welchem Zeitraum der verewigte Meister die Chefredaktion unseres 
Blattes mit der ihm eigenen Hingebung und Tüchtigkeit leitete. 
Er starb am 24. Dezember c. 9u/ Uhr Abends nach unsäglich 
schweren Leiden. 
Ueber seinen Lebensgang werden folgende Mittheilungen von 
Interesse sein: 
Am 19. Juni 1831 zu Hermsdorf in Ostpreußen geboren, 
verlor Schwatlo im zartesten Kindesalter seinen Vater', einen 
evangelischen Geistlichen, und wurde von der Mutter in Königsberg 
erzogen. Nachdem er das GEymnasium besucht hatte, entschloß er 
sich zum Studium des Baufachs, bestand in seiner Heimath die 
Feldmesserprüfung und studirte alsdann in Berlin. Als Bauführer 
wirkte er namentlich unter der Leitung des verewigten Hitzig, und 
im Jahre 1857 absolvirte er das Baumeisterexamen. Seinem inner— 
sten Wesen gemäß nach Selbstständigkeit strebend, schloß er sich in 
hingebender Begeisterung der strengeren Schinkel'schen Richtung an, 
die er seit seiner Studienzeit mit Energie als Lehrer wie als 
Künstler vertreten hat. Im Geiste des von ihm hochverehrten 
Bötticher suchte er die Aufgabe der Baukunst nicht in der willkür— 
lichen Anwendung schöner Formen, sondern in der dem baulichen 
Zweck entsprechenden Konstruktion, die im Aeußeren zur Erscheinung 
kommen soll. Früh begann er seine lehrende Thätigkeit an der 
Bau- und Gewerbeagkademie, zuerst als Assistent, dann als Lehrer, 
zületzt als Professor der technischen Hochschule. Unter seinen 
Schriften haben die in mehreren Auflagen erschienenen Werke über 
Bauanschläge und den inneren Ausbau weiteste Verbreitung ge— 
funden. Mehrere Jahre war er als Baubeamter des General— 
postamts thätig; aus dieser Zeit rühren u. a. das Gebäude in 
der Leipziger Straße und das Posthaus in Bremen her. Von 
sonstigen Monumentalbauten verdient das Ständehaus in Königs— 
berg erwähnt zu werden. Zahlreicher sind die größeren Geschästs— 
häuser in Berlin, die ihm ihre Entstehung verdanken, wie das 
Simon'sche in der Klosterstraße, das von Heese und Cohn in der 
Leipziger Straße, der Florabazar in der Jerusalemer Straße 
. v. a. In der Fülle der Kraft wurde Schwatlo vor einigen 
Jahren von einem Herzleiden befallen, das jeine vielseitige, auch 
uͤber die Grenzen des Berufes hinausgehende Thätigkeit hemmte 
und die Ursache seines Todes werden sollte. Mannhaft wehrte er 
sich gegen die Krankheit; aber seinen zahlreichen Freunden war es 
kein Geheimniß, daß ihm ein längeres Leben nicht mehr beschieden 
war. Unter der sorgsamen Pflege seiner Gattin, mit der er vor 
wenigen Jahren die Silberhochzeit gefeiert hatte, hauchte er am 
Weihnachtsabend seine Seele aus. Vier Söhne trauern um den 
Verlust des treuesten Vaters. Am 27. Dezember 3 Uhr fand 
im Gebäude der technischen Hochschule zu Charlottenburg die Leichen— 
feier statt und wurde dann der Entschlafene auf dem Charlotten— 
zurger Friedhof zur letzten Ruhe gebettet. 
Friede seiner Asche! 
nein wichtige Frage ihrer Lösung entgegenführen, daß dann die 
Sympathien des Handwerkerstandes für diese Vereine mehr und 
mehr wachsen werden. 
In vielen Gewerbevereinen ist das Lehrlingswesen bereits 
eingehend zur Sprache gebracht worden und die Nothwendigkeit 
einer Reform desselben auch vielfach nachgewiesen worden. Alle 
diese Bestrebungen haben aber bis jetzt keinen bedeutenden prak— 
ischen Werth gehabt und keinen nennenswerthen Einfluß auf das 
hraktische Geschäftsleben ausgeübt; wenigstens sind die Erfolge nur 
ails ganz bescheidene zu bezeichnen. Eine Errungenschaft ist aber 
doch schon gemacht worden. Dieselbe besteht in der großen Po— 
pularität, welche sich die Ausstellungen von Lehrlingsarbeiten seit 
er kurzen Zeit ihres Bestehens bereits zu erfreuen haben. In 
»ereinzelten Fällen sind auch Lehrlingsprüfungen vorgenommen 
vorden, jedoch nicht in dem Maße und Umfange, wie es im 
Interesse der Sache wünschenswerth wäre. In den Le hrlings— 
zrüfungen ist aber hauptsächlich ein Punkt zu finden, welcher zur 
debung des Lehrlingswesens in den Gewerbevereinen und damit 
zjur Hebung dieser selbst wesentlich beitragen kann. 
Jeder Mensch, aber besonders der in jugendlichem Alter 
tehende, fühlt sich gehoben, wenn ihm für seine Anstrengungen 
und für sein Bemuühen, etwas Tüchtiges zu lernen, die Aner— 
ennung nicht fehlt. Es sollte daher dem Lehrling der Sporn der 
jffentlich ausgesprochenen Befriedigung zu Theil werden, wie es 
a auch die Prämiirung bei den Ausstellungen der Lehrlings— 
irbeiten bezweckt, nur daß hier noch das Moment der besseren 
und schlechteren Leistungen hinzukommt. 
Wir meinen, daß der Lehrling also nach beendeter Lehrzeit in 
einer Prüfung über die von ihm erworbenen Kenntnisse und Fertig— 
eiten und in einer praktischen Arbeit über seine Geschicklichkeit sich 
usweisen und auf Grund dieser Prüfung eine Urkunde ausgestellt 
erhalten soll, welche ihn im Namen des Gewerbevereins für ge— 
eignet erklärt, in den Stand der Gesellen oder Gehülfen aufge— 
iommen zu werden. Dieses Rechenschaftgeben in Gegenwart der 
Ptitglieder des Gewerbevereins ist gewiß geeignet, sowohl Lehr— 
jerren als Lehrlinge zur Aufbietung ihrer ganzen Kraft anzu— 
pornen. 
Es ist freilich unmöglich, alle Handwerker zum Beitritt in 
die Gewerbevereine zu zwingen, jedoch glauben wir annnehmen zu 
dürfen, daß, wenn ein Gewerbeverein erst gezeigt hat, wie seine 
Bestrebungen für die Hebung des Lehrlingswesens von Erfolg ge— 
rönt sind, auch sehr bald die wirklich tüchtigen Gewerbetreibenden 
— DD 
Eltern und Vormünder leichter entschließen, ihre Kinder und 
Mündel solchen Handwerkern anzuvertrauen, welche öffentlich ge— 
eigt haben, daß sie das Bestreben besitzen, ihre Lehrlinge zu wirk— 
ich brauchbaren Gehülfen auszubilden. Diese Prüfungen werden 
auch nur dann einen praktischen Werth erhalten, wenn sie nicht in 
einzelnen Gewerbevereinen eingeführt werden, sondern mindestens 
einheitlich innerhalb eines Staates oder einer Provinz, wobei 
elbstredend der Eintritt in die Gewerbevereine von dem vollständig 
reien Willen der Gewerbetreibenden abhängen muß. 
Eine derartige Einrichtung würde zweifellos den Gewerbe— 
hereinen ein dankbares Arbeitsgebiet eröffnen und dadurch das 
Interesse ihrer Mitglieder für die Gewerbevereine heben und in 
wenigen Jahren würden die Früchte ihrer Thätigkeit zu Tage 
reten. Die Gewerbevereine würden dann durch gut geleitete 
Bildungsanstalten und die Aussicht, einen Knaben durch die Mit— 
zlieder desselben vollkommen tüchtig und harmonisch ausgebildet zu 
erhalten, das Interesse am Handwerkerstande wieder beleben und 
demselben in Zukunft bessere Elemente zuführen, als es bisher 
sjäufig der Fall war. 
Wir haben durch unsere Ausführungen einmal dazu anregen 
wollen, der Lehrlingsfrage näher zu treten, und in zweiter Linie 
die Gewerbevereine anspornen wollen, die Frage einer eingehenden 
Prüfung zu unterziehen. Wir sind durchaus nicht der Ansicht, 
»aß wir mit unserem Vorschlage auch sofort das Richtige getroffen 
saben, aber einer Prüfung ist derselbe jedenfalls werth. —r. 
Zur Lehrlingsfrage. 
Es ist schon häufig die Frage aufgeworfen worden, woher es 
komme, daß die Gewerbevereine, mit wenigen Ausnahmen, nicht 
in dem wünschenswerthen Maaße gedeihen wollen, trotzdem die 
leitenden Persönlichkeiten häufig die größte Mühe aufwenden und 
die Staatsregierungen diese Vereine so außerordentlich unterstützen, 
wenigstens in einzelnen deutschen Staaten. Unwillkürlich fragt 
man sich, ob die Gewerbetreibenden überhaupt kein Bedürfniß für 
Standesvertretung haben, oder ob das vorhandene Bedürfniß nicht 
in der richtigen Weise durch die Gewerbevereine befriedigt wird? 
Es dürfte schwer sein, über die letztere Frage eine absolute 
Antwort zu geben, dagegen ist es Thatsache, daß eine Reihe theils 
direkter, theils indirekter Hindernisse vorhanden sind, welche der 
Entwickelung des Gewerbevereinswesens hemmend im Wege stehen, 
und daß man nach Mitteln und Wegen suchen muß, durch welche 
die Gewerbetreibenden mehr als bisher für die Sache der Ge— 
werbevereine interessirt werden können. Unzweifelhaft liegt ein 
solches Mittel in der Anregung zur Beseitigung herrschender Uebel— 
stände in unserem Gewerbeleben überhaupt und in der Behandlung 
praktischer und zeitgemäßer Fragen in den Versammlungen der 
Gewerbevereine. 
Eiine solche zeitgemäße und praktische Frage ist jedenfalls die— 
enige, welche sich mit der Ausbildung der Lehrlinge in Werkstatt 
und Schule beschäftigt, und es ist bestimmt zu erwarten, wenn 
die Gewerbevereine diese Angelegenheit energisch und iu richtiger 
Weise in die Hand nehmen und die für das Handwerk so unge— 
Gemeindehaus in Rurescevi in Rumänien. 
(Hierzu 2 Figuren.) 
Es ist allbekannt, daß auch bei uns noch sehr oft die Monumental— 
zauten kleinerer Städte durch ganz unberufene Leute zur Ausführung 
gelangen, und so manches mißglückte Rathhaus und manche verpfuschte 
Kirche geben Zeugniß von der Unfähigkeit ihrer Erbauer. — Um 
o mehr ist es als ein Verdienst zu betrachten, wenn die Väter 
einer kleinen Stadt in Rumänien, einem Lande, das noch in jeder 
Beziehung eine geringe Eutwicklung aufweist, genug Intelligenz 
hesitzen, zur Erlangung von Plänen für ein nothwendig gewordenes 
teues Gemeindehaus den Weg der Concurrenz zu betreten, wie
	            		
dauskanalisation. ies kürzlich in Rurescevi geschah. — Unter den 11 eingelaufenen rbeiten wurde von den Preisrichtern einstimmig der Entwurf nit dem Motto: „Aus Deutschland“ als der beste bezeichnet und ur Ausführung bestimmt. Derselbe zeigt auf 6 Bogen gewöhnlichem Schreibvabier 'in meisterhaften, mit Tinte gezeichneten und mit Fig. —A — — Dr ινα uααν d τινανα Tinte getuschten Skizzen einen Bau in den Formen deutscher Renaissance, der würdig wäre, das Rathhaus einer deutschen Stadt zu sein. — Als Verfasser ergab sich der Architekt Franz Moser n Wien, ein noch jugendlicher Baukünstler, der erst kürzlich die münchener Hochschule verlassen und sich nach Wien gewandt hatte. — Wir bringen in Fig. 1. die Hauptfacade des Baues, welcher nuf ein freies, nach vorne etwas abfallendes Terrain zu stehen sommt, was den monumentalen Charakier desselben noch besonders ur Geltung bringen wird. Die Ausführung soll in grünlichen Dolomitsteinen von schiefriger Struktur unter Verwendung von nelbem Sandstein für die Architekturtheile geschehen. Die Thürme ollen ganz in Blei hergestellt werden. Fig. 2. zeigt den Grundriß »es Hauptgeschosses, dessen einfache und doch höchst zweckmäßige Bestaltung nur vollen Beifall finden kann. Im Untergeschoß sind die Räume für die Polizei, die Feuer— löschrequisiten zc. untergebracht. — Zeigt der Entwurf im Detail J3 auch verschiedene Reminiscenzen, so ist er doch eine höchst verdienst— volle Arbeit des jungen Baukünstlers, dem wir nur wünschen, daß er noch weitere Erfolge erringen möge zu seinem Nutzen und zur Ehre deutscher Baukunst in fremdem Lande. — Wünschen würden wir jedoch auch, daß diese Zeilen Veranlassung geben möchten, daß uch bei uns in solchen Fällen der Concurrenzweg beschritten verde, oder die bezüglichen Arbeiten doch wenigstens künstlerisch geschulten Kräften anvertraut werden. — M. — Haus Kanalisation. Nach einem Vortrage von Ingenieur W. P. Gerhard, gehalten vor dem „Technischen Verein von New-NYork“ (Hierzu 6 Fig.) Selbst in Fachkreisen wird die Frage der Haus-Kanalisation wegen ihrer scheinbaren Einfachheit noch nicht genügend gewürdigt. ẽEs kommen dabei die meisten wesentlichen Nutz-Anlagen und Leitungen in Betracht, welche in den Häusern und Straßen ge— nacht werden, um das Leben angenehmer, bequemer und gesünder zu gestalten. Bei der Erreichung dieses Zieles werden aber oft kinrichtungen gemacht, welche ihrem Zweck in der einen oder inderen Hinsicht wenig oder gar nicht entsprechen und die eher Verschlechterungen als Verbesserüngen der älteren Zustände genannt verden müssen. Eine der schlimmsten Folgen einer schlechten Haus— danalisation besteht in der Verpestung der Luft durch die in den sohrleitungen sich entwickelnden Fäulnißgase, Kanalgase genannt, velche nicht allein an und für sich ekelhaft sind, sondern auch die Brutstätte von unzähligen niederen Organismen bilden, die zum Theil als direkte oder indirekte Krankheitserzeuger gefürchtet wer— zen. Reine Luft aber ist neben reinem Wasser eine Grundbe—

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