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Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)

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Nutzungslizenz

Public Domain Mark 1.0. Weitere Informationen finden Sie hier.

Bibliografische Daten

fullscreen: Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)

Zeitschrift

Persistenter Identifier:
1554189511460
Titel:
Deutsche Konkurrenzen
Erscheinungsort:
Leipzig
Erscheinungsverlauf:
18XX
Signatur:
verschiedene Signaturen
Strukturtyp:
Zeitschrift
Sammlung:
Zeitschriften
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de

Band

Persistenter Identifier:
XIX493_1554189511460_1898_99
Titel:
Deutsche Konkurrenzen
Herausgeber:
Neumeister, Albert
Häberle, Ernst
Jahrgang/Band:
1898/1899, Bd. 9, H. 97/108
Erscheinungsort:
Leipzig
Erscheinungsjahr:
1898
Sprache:
deutsch
Strukturtyp:
Band
Standort:
Universitätsbibliothek Stuttgart
Signatur:
XIX/493.4-9,1898
Lizenz:
https://creativecommons.org/publicdomain/mark/1.0/deed.de
Sammlung:
Zeitschriften

Ausgabe

Titel:
Heft 5
Strukturtyp:
Ausgabe

Artikel

Titel:
Baumwollbörse für Bremen (Teil 1)
Strukturtyp:
Artikel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsche Konkurrenzen
  • Deutsche Konkurrenzen (1898/1899, Bd. 9, H. 97/108)
  • Einband
  • Heft 1
  • Heft 2
  • Heft 3
  • Heft 4
  • Heft 5
  • Baumwollbörse für Bremen (Teil 1)
  • Tafeln
  • Baumwollbörse für Bremen (Teil 2)
  • Heft 6
  • Heft 7
  • Heft 8
  • Heft 9
  • Heft 10 u. 11
  • Heft 12
  • Farbinformation
  • Einband

Volltext

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KEN 
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
  
Aus dem Programm. 
Hauptzweck des zu errichtenden Gebäudes ist die Schaffung geeigneter Ge- 
schäftsräume für die Bremer Baumwollbörse. Dieses Institut, welches mit einer 
„Börse“ nur den Namen gemein hat, dient nicht dem sonst in Börsenräumen üblichen 
Abschluss von Geschäften, sondern hat die Aufgabe, eine offizielle Wertabschätzung 
(Klassierung) der dem Institut zu diesem Zwecke überantworteten Muster oder Proben 
von Baumwolle zu veranlassen. Da die Farbe der Ware ein Hauptmoment für die 
Bestimmung ihres Wertes ist, so bedingt die richtige Abschätzung eine starke, gleich- 
mäfsige, von jedem Reflexlicht freie Tagesbeleuchtung. Die zur Abschätzung‘ be- 
stimmten grossen Klassierungsräume des Instituts müssen daher thunlichst gegen 
Nord, Nordost oder Nordwest und in dem obersten Geschoss. des Gebäudes belegen 
sein und mit den auf gleicher Höhe anzuordnenden sonstigen Arbeits- und Ver- 
waltungsräumen des Instituts in bequemer Verbindung stehen, 
Neben der Erfüllung dieses Hauptzwecks ist es die Aufgabe, aus den in den 
unteren Geschossen belegenen und von dem Institut nicht in Anspruch genommenen 
Räumen des aufzuführenden Gebäudes einen möglichst hohen Mietertrag zu erzielen. 
Dieser Ertrag soll im Erdgeschoss an den Strassenfronten in der Anlage von Ver- 
kaufsläden, in den darüber liegenden Stockwerken in der Anordnung einzelner Comptoir- 
lokalitäten erreicht werden. Da letztere mutmafslich von kaufmännischen Firmen der 
Baumwollbranche besonders gesucht sein werden, sind auch für die Probenzimmer 
dieser Comptoire die oben für die Klassierungsräume des Instituts als Forderung auf- 
gestellten Bedingungen soweit als möglich zu erfüllen. 
Kommt es demnach bei dem Entwurf auf eine thunlichste Ausnutzung des 
Grundstücks an, so findet doch‘ diese ihre natürliche Grenze in der Freilassung einer 
geräumigen Hofanlage, wie solche durch die Lichterfordernisse der Geschäftsräume, 
durch die ungewöhnliche Höhe des Gebäudes und die bequeme Ein- und Ausfuhr 
grosser Frachtfuhrwerke bedingt sind. 
Ausser den von der Baumwollbörse benutzten, bezw. von ihr vermieteten 
Räumen sollen im Kellergeschoss eine Restauration für das im Hause verkehrende 
Publikum, im Erdgeschoss eine Portier-, Maschinisten- und Wirtswohnung, und im 
Dachgeschoss zwei Dienstwohnungen eingerichtet werden. 
Endlich soll die Möglichkeit späterer Anlage eines Börsensaales mit Neben- 
räumen im Erdgeschoss offengehalten werden. 
Auf Grund vorstehend erläuterter allgemeiner Bedingungen ist ein Gebäude in 
Aussicht zu nehmen, welches aus Keller-, Erd-, vier Obergeschossen und einem 
Dachgeschoss besteht, und welches im vierten Obergeschoss und im Dachgeschoss 
die Räume des Instituts der Baumwollbörse, in den darunter belegenen drei Ober- 
geschossen die zu vermietenden Comptoire, im Erdgeschoss Verkaufsläden enthält, 
Zweck und Höhe des Gebäudes bedingen die Anlage zahlreicher Treppen, Personen- 
und Waren- Aufzüge, 
Zwischen Balgebrück- und Marktstrasse ist eine die Hofanlage passierende 
Durchfahrt anzulegen, 
Die Lage des Haupteingangs, der Neben- und Hofanlage, sowie die Wahl 
des Baustils bleiben den Konkurrenten überlassen, 
Das Gebäude soll im Aeusseren einen monumentalen, der architektonischen 
Bedeutung des Bremer Marktplatzes sich würdig anschliessenden Charakter erhalten 
und nur aus echtem Material, also unter Ausschluss des Putzbaues, hergestellt werden. 
Alle Konstruktionsteile im Aeussern und Innern des Gebäudes sind aus feuer- 
Sicherem Material auszuführen, mit Ausnahme des Dachstuhls, welcher aus Holz 
konstruiert werden darf. 
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