Aus der Stunde
Ich sinke in die Nacht des weiten Daseins
ich bin der Schritt aut einer Wolkenebene.
Zwei Sterne gehen über meinen Fuß
und sind ein schmerzenreiches Abendlied
in das ich blühe.
Ich glühe Gang
ich bin der Beuger unter Gottes Mund.
Ein Abendwind zerstreut mein Haupt,
und meine Gedanken singen
hinauf.
In den Tagen hellen die Gassen,
unter den Laternen
vergehn die bunten Leiber der Mädchen.
Auf meinem Antlitz sammeln die Gedanken,
in den Händen brennen Sterne
mir zur Feier.
Ich ringe Sonnen hinauf.
Ich bin der große Atem in der Stille.
Auf meinen Schultern blüht die rote Welt.
Ich bin die Stunde, die sich einsam hebt.
Ein müdes Lied nimmt meine Gedanken,
ich steige in das junge Laub
gen Mai
hinab.
Ich glänze Blüten von der letzten Stunde
und bin ein Händedruck
an den Wegen des Lebens.
Ich bin ein Mohn im Felde,
und blühe Sehnsucht
nach der Frucht.