Volltext: Die Härte der Weltenliebe

Der Aufenthalt ist hier äußerst angenehm. Man hört die gute 
Musik, man atmet die gute Luft, das junge Volk bildet sich 
und lernt den Tierbestand kennen und Juden sind überall. 
Sie sind doch auch recht häufig hier, Herr Assessor. 
Was soll man machen, der Garten liegt so bequem. 
Ich und mein Mann, wir sind gar nicht antisemitisch. Wir haben 
schon sehr achtbare Juden kennen gelernt. 
Das bestreite ich nicht, Frau Justizrat. Nur der Geruch ist mir 
unangenehm. 
Gehen wir zu Siechen. 
Wo ist denn Irma. 
Gehen wir zum Löwenkäfig, ihnen entgegen. 
Kommen Sie schnell fort, Marie, der fürchterliche Doktor kommt 
wieder. Ich kann den Kerl nicht ausstehen. 
Sie werden ihn ausstehen müssen. 
Das erreicht Mutter nicht. Kommen Sie hinaus. 
Wo wollen Sie hin. 
Hinaus. 
Gehen wir zu den Hunden. 
Da findet uns der Doktor. 
Hunde kennt er. Zu Hunden geht man nicht. 
Ich will den Kerl nicht heiraten. 
Den oder einen andern. Sie müssen es doch tun. 
Ich werde nie heiraten. 
Ihre Eltern werden Sie dazu zwingen. 
in fünf Jahren bin ich mündig, und dann gehe ich in die Welt. 
Die Welt ist hart. Bleiben Sie zu Haus. 
Sie sind auch nicht zu Hause geblieben, Marie. 
Ich habe kein Haus. 
Sie haben doch Eltern. 
Ich habe keine Eltern. 
Sie haben doch Geschwister. 
Ich habe keine Geschwister. 
Ich werde Gesellschafterin. Es ist schön, fremd zu sein. 
Was haben Sie gegen den Doktor. 
Er will mich immer anfassen. 
Das ist die Liebe, Irma, von der die jungen Mädchen träumen. 
Ich träume nicht von Liebe. Der Doktor hat gemeine Gedanken 
Das ist natürlich. 
Ich gehe in die Welt. 
Ich komme aus der Welt.
	        

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