Full text: Die Härte der Weltenliebe

Und zu Hause ist er langweilig, Herr Assessor. Da könnte man 
nun die interessantesten Dinge erfahren — aber man hört 
nichts. Ich glaube manchmal, es wird überhaupt nicht 
regiert. 
Gewiß wird regiert, gnädige Frau. Wir regieren, daß es das 
Volk bald merken wird. Es geschehen große Dinge. Guten 
Abend, gnädiges Fräulein. 
Herr Assessor. 
Wie entzückend Sie wieder aussehen. Darf ich Sie bitten, 
gnädige Frau, mich der Dame vorzustellen. 
Das ist nur unsere Gesellschafterin. 
Ich hatte noch nicht das Vergnügen. 
Sie wird sonst nicht eingeladen, aber ein Gast hat abgesagt 
und sonst wären wir dreizehn bei Tisch. 
Es freut mich, Fräulein Müller, wieder einmal mit Ihnen 
plaudern zu können. 
Sie sind nicht traurig, Herr Doktor. 
Sie wundern sich, daß ich gekommen bin. Ich schätze Herrn 
und Frau Justizrat so außerordentlich, daß ich mir den Um 
gang nicht versagen kann. 
Sie nehmen es leicht. 
Ja, wenn es sich um einen Menschen wie Sie gehandelt hätte, 
dann wäre es etwas anderes gewesen. Aber ein Kind. 
Ich bin kein Kind, Herr Doktor. 
Sie sind eine entzückende Frau, die nur einen Fehler hat. 
Daß sie nicht genug Geld für einen Doktor besitzt. 
Fräulein Müller, Sie unterschätzen mich. 
Sie mich auch. 
Wir müssen uns näher kennen lernen. 
Sie sind sehr frisch. 
Ich bin ein ganz normaler Mensch. 
Herr Doktor, meine Irma ist krank, Sie müssen mit Fräulein 
Müller heute vorlieb nehmen. 
Mit großem Vergnügen, gnädige Frau. 
Darf ich zum Essen bitten. 
Ja, Fräulein, es hat doch wohl keinen Zweck, daß Sie länger 
warten. Herr Doktor scheint nicht nach Hause zu kommen 
und er hat auch nicht angerufen. 
Ich muß ihn sprechen, bitte lassen Sie mich warten. 
Es ist gleich zehn Uhr. Sie warten schon drei Stunden. Sind 
Sie nicht hungrig.
	        

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