Full text: Sitzungs-Protokolle / Verein für Baukunde in Stuttgart (1872)

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„In Wohngebäuden müssen die unverbrennlichen Treppen 
wie die betreffenden Zugänge ausreichend hell, gut zu be 
gehen und die lichte Laufbreite mindestens 1,00" breit sein." 
und mit folgendem besondereni Nachsatze auf Antrag des Herrn 
Oberbaurath v. Egle versehen: 
„Nachsatz. Bei Treppen ist die lichte Weite von Hand 
griff zu Wand oder von Handgriff zu Handgriff verstanden." 
Der Abs. 2 wird dem Cvinmissionsantrage gemäß gestrichen, 
und dem Abs. 3 nach Herrn Oberbaurath v. Egle's Vorschlag 
folgende Fassung gegeben: 
„Verschlage und ähnliche Unterbauten von Holz mit Aus 
nahme von Treppenabschlüssen sind unter hölzernen Treppen 
überhaupt nicht zulässig." 
Der Commissionsantrag für §. 62 lautet dahin, denselben 
unverändert zu lassen bis auf die Umwandlung der Worte „für 
die Folge" in „ins Besondere". 
Auf Antrag des Herrn Oberbaurath v. Schlierholz wird 
in Veranlassung der Bemerkung des Herrn Oberbaurath v. Egle 
der Einleitungssatz dahin festgestellt: 
„Mit Ausnahme kleiner Verbindungstreppen sind für die 
Folge sämmtliche Treppen aus unverbrennlicheu Materialien 
herzustellen, wobei ein Holzbelag auf den Stufen nicht aus 
geschlossen ist." 
Ziff. 1, 2 und 3 werden unverändert angenommen und soll 
Ziff. 4 nur als Nachsatz behandelt werden. 
Derselbe erhält bei einstimmiger Annahme in seinem 1. Absätze 
die demselben von Herrn Oberbaurath v. Egle gegebene Form: 
„Bei größeren Gasthäusern kann die Baupolizeibehörde die 
Anlage von mehreren feuersicheren Treppen vorschreiben." 
Der 2. Absatz wird nüt einigen Zusätzen und einem Nach 
trage bezüglich der Feuersicherheit der Dübelgebälke versehen und 
lautet hiernach: 
„Soweit unverbrennliche Treppen erforderlich sind, müssen 
die Hauptzugänge zu denselben von der Straße aus, sowie 
sämmtliche Ruhbänke und Austritte in den Umfassungsmauern 
und Decken massiv ausgeführt werden und ist das Treppen 
haus vom Dachraume feuersicher abzuschließen und ebenso 
zu bedecken. 
„Hierbei können beiderseits mit unverbreunlichen Ver 
kleidungen versehene Dübelgebälke als feuersicher angenom 
men werden." 
Auf Commissionsantrag sollen in §. 63 nur die Worte: „der 
genannten Art" gestrichen werden; auf Herrn Sekretär Hützels 
Antrag fällt derselbe jedoch in Rücksicht auf Art. 17 des Gesetzes 
ganz fort. 
Den ß. 64 beantragt die Commission anzunehmen und nur in 
Punkt 6. bezüglich der äußeren Fensteibrüstungshöhe statt „0,20" 
über dem Niveau", zu setzen: „0,05" über dem Niveau". 
Im Einleitungssatze wird beschlossen, hinter den Worten: „für 
gewerbliche Zwecke" den Satz: 
„insofern sich Menschen längere Zeit darin aufzuhalten haben," 
einzuschalten. 
Auf Antrag des Herrn Fabrikant Stotz wird in Rücksicht auf 
in Keller- und Souterrainräumcn befindlichen gewerblichen Ein 
richtungen einstimmig beschlossen, bei Punkt a. statt „1,00" unter 
der Höhe" zu setzen: 
,,a) Der Fußboden verglichen nicht tiefer als 1,50" unter 
der Höhe des das Gebäude umgebenden Terrains liegt." 
Ferner auf Antrag des Herrn Professor Walter bei Punkt b. 
statt: „und die Fensterbrüstungen mindestens 0,20" über dem 
Niveau re." zu setzen: 
„und die obere Seite der Fensterbänke mindestens 0,10" 
über dem Niveau des anstoßenden Grundes angebracht 
werden." 
Punkt c. wird unverändert belassen. 
Ebenso wird der §. 65 auf Antrag der Commission unver 
ändert angenommen. 
Bei §. 66 wird früherem Beschlusse gemäß die Zulässigkeit 
von Dachwohnungen noch bei Gebäuden von „weniger als 22,00" 
Fronthöhe" gestattet, anstatt: „weniger als 20,00" Fronthöhe". 
Der Antrag des Herrn Oberbaurath v. Schlierholz „die 
Dachwohnungen schon auf vierstöckige Häuser zu beschränken", wird 
in Rücksicht auf die durch das Verbot der Kellerwohnungen ent 
stehende Wohnungsnoth für ärmere Familien abgelehnt. 
Auf Antrag der Commission bleiben die Ziffern 1 und 2 
dieses §. unverändert. 
Zu Ziffer 3 deffelben §. wird für den Schluß desselben fol 
gender Zusatz beschlossen: 
„auch müssen sämmtliche Nebenräume gegypst sein." 
Ziffer 4 wird in Bezug auf den Beschluß für §. 61 gestrichen 
und ebenso Ziffer 5 wegen der schon bestehenden Vorschriften als 
unnöthig erkannt. 
§. 67 bleibt nach dem Antrage der Commission unverändert; 
ebenso werden die §§. 68 und 69 mit der einzigen Veränderung 
angenommen, daß in §. 68 statt der 15 Tage Fristzeit für Unter 
sagung von in der Bauordnung näher bezeichneten Bauten 
„8 Tage Fristzeit" 
gesetzt wird. 
, In Folge des Antrags des Herrn Oberbaurath Landauer 
„die Protokolle der Verhandlungen über das neue Ortsbaustatut 
zum Drucke zusammenzustellen", welcher angenommen wird, über 
nimmt Herr Professor Walter diese Angelegenheit. Ferner be 
schließt der Verein in der nächsten Sitzung auf die Spccialbestim- 
mungen für den Massivbau einzugehen, in Folge dessen Herr Ober 
baurath Landauer noch den Verein darauf aufmersam macht, 
daß cs wohl wünschenswerth erscheinen möchte, die etwaigen Be 
stimmungen über den absoluten Beginn des Massivbaues erst nach 
einer Reihe von Jahren, statt sofort nach Publizirung des neuen 
Ortsbaustatutes in Kraft treten zu lassen, wegen der in Folge der 
Annahme von Massivbau sicherlich neu entstehenden Ziegeleien und 
der hierdurch voraussichtlich erfolgenden Preisermäßigung der 
Ziegelsteine. 
Nach Erledigung der Berathungen über das neue Ortsbau 
statut fordert der Vorstand des Vereins, Herr Oberbaurath v. Egle, 
die anwesenden Mitglieder auf, den so opferwilligen Commissions 
mitgliedern und Herrn Sekretär Hutzel den aufrichtigsten Dank 
für die biird) ihre vielen Mühewaltungen entstandenen Erleichte 
rungen und Belehrungen n'ährend der Berathungen des Statutes 
durch Erheben von den Sitzen auszudrücken, welchen Dank Herr 
Sekretär Hutzel freundlichst erwiedert. 
Die nächste Sitzung wird auf Samstag, den 21. Dezember 
festgesetzt. 
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