Volltext : (1534) 1536 - 1540. Enthaltend die Ämter Stuttgart, Nürtingen, Tübingen, Herrenberg, Wildberg, Urach, Blaubeuren, Göppingen, Schorndorf, Kirchheim, Heidenheim (Band I)

Visitation Blaubeuren.

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diese hohe Obrigkeit, Frevel und Strafgeld, soll hinfür uns
(Ulrich) bleiben.
Der Spital hat auch einen Teil der Obrigkeit zu Markbronnen *)
mit etlichen Edelleuten und denen von Ulm; diese jetztigenannte
Flecken gehen jährl. für ihre Dienst 19 © 15 sh. Dieses Geld,
samt der Obrigkeit zu Markbronnen, soll denen von Blaubeuren
aus bewegenden Ursachen bleiben. Der Spital hat auch aus gemeltem
 Flecken Frevel, Hauptrecht, breütläuf®). Ferner hat der
Spital an
jährl. Roggen 4 Imi 4 Viertel,
jährl. Vesen 353 Imi 5 Viertel,
jährl. Haber 311 Imi 3 Viertel,
Von eigenen Leuten leibhennen, so sich mindern und mehren.
Eigene Äcker zu Blaubeuren in den 3 Zelgen 22'Ia Juchart.
Eigene Wiesen in Blaubeurer zwingen und bännen gelegen
10 Tagwerk.
‘I Tagwerk Baumgarten.
10 Hofstatten; Krautgärten.
An eigenen Hölzern und Wäldern:
zu Pappelau 290 Juchart,
zu Eingingen 300 Juchart,
zu Marchbronnen 210 Juchart,
zu Sonderbuch 137 Juchart,
zu Seissen 120 Juchart,
alles ungefähr.
Diese Wälder mögen zu gemeinen Jahren an Nutzung 150 ©
ertragen, sie sollen bemeltem Spital auch bleiben, doch soll nach
unserer Forstordnung von ihnen gehandelt werden.
Der Spital hat ein Lehen vom Haus Österreich, muß allwegen
einen lehenmann als ein träger haben, solch lehen hat auch ein
burg, genant Gleissenburg ®), besitzt jetzt ein Maier, der die Wälder,
Zu solchem Lehen gehörig, pauet, ihr Ertrag ist in obige Summe
der Hellerzinsen gerechnet. } ”
Eigene Wälder samt andern Gütern, als Äcker und Holz-Mäder
 bei 1000 Juchart. in solch Lehen gehörig.

1) Vgl. OA.Beschr. Blaubeuren S. 178 ff.
2) Abgabe der Leibeiyenen bei ihrer Verheiratung (Schwäb. Wörterb. I, 1374, Z.3 ).
, 3) Der Spital hatte 1506 das Lehen von Hans Speth Schülzburg gekauft
“Kor. Wüärtt, IV, 77).
            
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