ır, Waschräume für die Reisenden mit einigen Badezellen und mit einem
besonderen Raume zum Frisieren und Rasieren.
12. Abtritte für Männer und für Frauen in genügender Zahl mit Waschvorrichtungen
versehen.
Hierüber:
Kleinere Räume für den Pförtner, den Geldwechsler, die Polizei, die
Brief-, die Depeschenannahme, die Steueraufsicht, sowie ein Krankenzimmer
und einige verfügbare Räume.
Jeder dieser Räume soll mindestens 18 qm Grundfläche haben. Sollte es
erwünscht sein, die Vorlage des Empfangsgebäudes nach der Wienerstrasse zu,
oder, dafern eine solche auch an der Strehlenerstrasse geplant werden sollte,
auch diese mit einem zweiten Obergeschosse zu versehen, so sind in diesen Öbergeschossen
Dienstwohnungen für Oberbeamte vorzusehen.
An das Empfangsgebäude hat sich in einer Länge von höchstens 180 m
die Bahnsteighalle anzuschliessen, welche sämtliche Personen- und Gepäcksteige
zu überdecken hat. Die auf der Südseite des Bahnhofes laufenden Gütergleise
sind unbedeckt zu lassen. Auf Blatt ı ist‘ die hiernach zu überdeckende
Fläche in ihren voraussichtlichen Begrenzungen durch eine strichpunktierte Linie
bezeichnet, Die Halle ist in Eisengerippe herzustellen; auf gute Beleuchtung und
Lüftung derselben ist Rücksicht zu nehmen,
Auf die Bahnsteige der Kopfstation und. den Querbahnsteig dürfen Säulen
nicht gestellt werden. An den Enden der Halle sind Abschlüsse gegen Zugwind
vorzusehen. .
Auf die ganze Länge der Bahnsteighalle sind die unter den hochliegenden
Gleisen und Bahnsteigen befindlichen Räume für die Betriebsverwaltung nutzbar
zu machen, Zu diesem Zwecke, sowie zur Ersparung von Höhe und zur Erzielung
möglichster Haltbarkeit sind die Hochbahnsteige auf Platten oder Gewölben
von Stampfbeton anzulegen. Die Bahnsteige befinden sich, soweit nicht
eine Ausnahme besonders vorgeschrieben wird, 35 cm über Schienenoberkante.
Es wird bemerkt, dass die Gewölbe- oder Eisenkonstruktionen zum Tragen der
Eisenbahngleise zur Erzielung einer hinreichenden Festigkeit der Tragwerke wenigstens
bis 80 cm unter Schienenoberkante herabreichen müssen,
In der Nähe des westlichen Endes der Bahnsteighalle sind in einem besonderen,
an dem Vorplatze neben der Wienerstrasse gelegenen Pavillon die
Räume für Höchste Heırschaften, bestehend in einem Salon, einem Vorzimmer
und zwei Nebenzimmern mit Toiletten, vorzusehen und so anzuordnen,
dass der erste Bahnsteig der Kopfstation, ‚sowie die nächstgelegenen Bahnsteige
der Durchgangslinie unmittelbar zugängig werden.
Zwischen den Vorhallen vor dem Ein- und Ausgange und dem genannten
Pavillon sind weitere Vorbauten nicht zu errichten, vielmehr sind die unter den
Hochgleisen und Bahnsteigen befindlichen Räume zur Aufnahme von Verwaltungsbüreaus
nutzbar zu machen,
Die hier in Frage kommenden Räume, welche Licht von der Strehlenerstrasse,
der Bahnsteighalle und der Wienerstrasse her erhalten, sollen Verwendung
finden für:
I. die Betriebs-Ober-Inspektion,
2, das Abteilungs-Ingenieur-Büreau und
3. die Stationsverwaltung.
Die Räume für die Stationsverwaltung werden zweckmässig nach der Bahnsteighalle
zu legen sein. Der Raumbedarf für die genannten 3 Büreaus wird aus
dem Anhange ersichtlich,
Endlich ist auf eine Wohnung von etwa 200 qm Grundfläche für den
Bahnhofsinspektor im Obergeschosse des. Pavillons für Höchste Herrschaften
Rücksicht zu nehmen, Dieser Wohnung ist ein besonderer, von den Räumen für
Höchste Herrschaften vollständig abgeschlossener Eingang zu geben.
Ausserhalb der Bahnsteighalle ist, etwa in der Flucht der Carolastrasse, ein
mindestens 5 m weiter Fussgängertunnel quer durch den ganzen Bahnhof zu
führen, dessen Längenschnitt auf Blatt 2 ersichtlich ist, An den Aus- und Eingängen
ist der Tunnel durch Thore zu verschliessen. , In seiner Nähe befindet
sich, wie Blatt ı erkennen lässt, ein Flutkanal der städtischen Entwässerungsanlagen,
welcher bestimmt ist, auch die Tagewässer des Bahnhofes aufzunehmen.
Auf der Ostseite der Pragerstrasse sind, wie ebenfalls der Gleisplan Blatt ı
erkennen lässt, noch einzelne Bahnsteige für Sonderzüge der Bodenbächer Linie
vorgesehen, deren Ueberdachung zunächst nicht beabsichtigt wird. Nur auf der
dem Bismarckplatze zu gelegenen Seite des Bahnhofes wird es sich nötig machen,
den dort befindlichen Personen-Bahnsteig für Vorortzüge von und nach Naundorf—
Coswig auf die mit AB bezeichnete Länge zu überdecken. Die Bahnsteighöhe
ist bei diesem Vorortperron zu 75cm über Schienenoberkante anzunehmen.
Um die zwischen den Hochgleisen befindliche Strecke der Pragerstrasse
nicht durch die Stützmauer auf der Ostseite allzusehr beengt erscheinen zu lassen,
kann diese Mauer, unter. Verkürzung der daneben befindlichen Stumpfgleise und
unter Verschiebung der Lokomotivdrehscheibe, bis höchstens 10 m nach Osten
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