Full text: Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart (1898-1904)

Nr. 8 
Monatsschrift des Württemb«. Vereins für Baukunde in Stuttgart. 
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Tit. VIII muss entsprechende Höhe behalten, solange all 
jährlich 1000 M. an den Verein zu Hannover zu zahlen sind. 
B. Einnahmen. 
1. Kassenbestand. Mit Rücksicht auf die Kosten, 
welche der Zeitschriftenstreit mit dem Vereine zu Hannover 
und die Zahlung der I. Abfindungsrate in diesem Jahre verur 
sacht, werden sich, trotzdem schon in diesem Jahre bei Tit. I 
Ersparnisse eintreten werden, die Gesamtausgaben für 1901 
voraussichtlich auf rd. 13 000 M. stellen, also die Einnahmen 
um 1 300 M. überschreiten. Dem steht aber ein Vermögens 
bestand von rd. 5100 M. aus den Rückzahlungen vom Bauern 
haus-Conto gegenüber, sodass sich am Jahresschlüsse voraus 
sichtlich ein Ueberschuss von rd. 3800 M. ergeben wird. Es 
empfiehlt sich jedoch nicht, diesen Ueberschuss als Kassen 
bestand auf das Jahr 1902 zu übertragen, vielmehr erscheint 
es dringend wünschenswert, wieder einen Fond in Höhe von 
mindestens 5000 M. zu bilden, auf den der Verband gegebenen 
Falls zurückgreifen kann. 
2. Mitgliederbeiträge: Aus diesem Grunde schlagen 
wir auch vor, den Mitgliederbeitrag für den Kopf wiederum 
auf 1,50 M. für das Jahr 1902 festzusetzen. 
Es ergibt sich dann für 1902 ein Ueberschuss von rund 
1000 M. der Einnahmen über die Ausgaben, die wir ebenfalls 
dem zu bildenden Fond zuzuschlagen bitten. 
Die Einnahmen und Ausgaben für das deutsche Bauern 
haus sind in dem Anschlage ausser Ansatz geblieben, da hier 
über seit dem 1. 1. 1901 ein besonderes Konto geführt wird. 
Bemerkt sei nur, dass die vom Reiche für 1900 gewährte 
1. Rate in Höhe von 15000 M., die Ende des Jahres zur Aus 
zahlung kam, voraussichtlich erst mit dem Ende des Etats 
jahres 1901/1902 verbraucht sein wird, sodass dann die 
2. Rate erst 1902 zur Auszahlung kommen kann. 
Bericht über dieDenkschrift betreffend dieStellung 
der höheren städtischen Baubeamten. 
Seit der Abgeordneten-Versammlung in Bremen hat sich 
die Zusammensetzung des Ausschusses dahin geändert, dass 
Herr Stadtbaurat Kölle, Stuttgart, der als Stadtrat nach Frank 
furt a. M. berufen wurde, sein Amt niedergelegt hat. An 
seine Stelle ist für den Württembergischen Verein sein Nach 
folger, Herr Stadtbaurat Mayer, Stuttgart, eingetreten und 
hat den Vorsitz übernommen. An Stelle des früheren Geschäfts 
führers ist der jetzige eingetreten. 
Gemäss den Bremer Beschlüssen sind die nochmals abge 
änderten Fragebogen zur letzten Durchsicht an die Fachgenossen 
der betreffenden Städte, welche sich bereits früher dieser Arbeit 
unterzogen hatten, zugeschickt worden, und ausserdem sind 
noch weitere Städte hinzugezogen worden. Es ist so das 
Material von 94 Städten zusammengekommen, welches sodann 
tabellarisch geordnet gedruckt worden ist. Von diesen Druck 
bogen, die sich zur Aufnahme in die Denkschrift selbst nicht 
eignen, stehen ca. 200 Stück für diejenigen Fachgenossen zur 
Verfügung, welche sich gegebenen Falls genauer orientieren 
wollen. Im übrigen ist das statistische Material in seinen wich 
tigsten Punkten in der Denkschrift selbst aufgenommen. 
Am 1. und 2. Juli hat eine letzte Ausschusssitzung in Berlin 
stattgefunden, an welcher alle Mitglieder (die Herren Mayer, 
Haack, Jansen, Wannovius, Eiselen) teilnahmen. In dieser 
Sitzung sind die Gesichtspunkte für die endgiltige Aufstellung 
der Denkschrift festgestellt worden. Das druckfertige Manu 
skript liegt vor. 
Der Ausschuss beantragt, die Denkschrift nunmehr, nach 
Prüfung durch den Verbandsvorstand, in Druck zu geben. —- 
Bericht über die Arbeiten für das deutsche 
Bauernhau s. 
a) Uebersicht über den finanziellen Stand. 
ln dem vorjährigen Geschäftsberichte konnte mitgeteilt 
werden, dass seitens des Reichstages 30000 M. für das Werk 
in 2 Raten von je 15000 M. für das Jahr 1900 und 1901 be 
willigt worden seien. 
Die Auszahlung des Geldes stiess jedoch noch auf einige 
Schwierigkeit, sodass erst Ende des Jahres 1900 die erste 
Rate zur Anweisung kommen konnte. Hiervon sind bisher 
10019,57 M. ausgegeben worden, darunter 5 161,96 M. für die 
vorschussweisen Aufwendungen, welche bis Ende 1900 aus 
dem Verbandsvermögen bestritten worden waren, und die dem 
Verleger Kühtmann zukommenden Beträge für die ersten beiden 
Lieferungen. Ausserdem sind dem Verein für Elsass-Lothringen, 
dessen Mittel gänzlich erschöpft sind, 1200 M. zur Vervoll 
ständigung für Aufnahmen überwiesen worden. 
Die Mittel der ersten Rate reichen vermutlich noch bis 
Ende d. Js. Erst nach Aufbrauchung derselben und Vorlage 
einer Nachweisung über den erfolgten Verbrauch im Reichs 
amt des Innern kommt die 2. Rate zur Auszahlung. 
b) Fortgang der Arbeiten. 
Es ist Aussicht vorhanden, dass das für die Fertigstellung 
des Ganzen entworfene Programm der Zeit nach inne gehalten 
wird. 
Der Ausschuss hat in diesem Jahre am 5. September in 
Stuttgart getagt. Dabei sind die Wettbewerbs-Entwürfe für ein 
künstlerisch durchgebildetes Titelblatt, welche bis zum 1. Sept. 
des Jahres einzureichen waren, beurteilt worden. Der Wett 
bewerb ist aber resultatlos verlaufen. 
Es sind immer noch weitere Beiträge zu dem Werke 
durch Aufnahmen, Skizzen und Notizen erwünscht, insbesondere 
gute photographische Aufnahmen von typischen Beispielen zur 
Wiedergabe in Lichtdruck. 
Ueber die Herstellung der wissenschaftlichen Einleitung 
zu dem Werke ist mit Herrn Professor Dietrich Schäfer 
in Heidelberg unter dem 20./22. 8. 1900 beziehungsweise dem 
11. 9. 1900 durch den Verbandsvorstand Vertrag abgeschlossen, 
wonach Herr Professor Schäfer die druckfertige Herstellung 
dieser auf 25—33 Folioseiten zu 72 Zeilen bemessenen Ein 
leitung gegen ein Honorar von 900 M. übernimmt. 
c) Die Teilnahme der Einzelvereine an dem 
Bezüge des Werkes ist leider bisher trotz mehrfacher 
Rundschreiben des Vorstandes noch immer hinter den berech 
tigten Erwartungen zurückgeblieben. Es wird daher wieder- 
holentlich darum gebeten, die Vereinsmitglieder immer wieder 
auf den Bezug des Werkes hinzuweisen. 
Bericht über die Verhandlungen der XXX. Abgeordnetenversammlung des 
Verbandes Deutscher Architekten- und Ingenieur-Vereine. 
A. Geschäftlicher Teil. 
j durch den Tod verloren hat, soweit die Namen derselben 
dem Verbandsvorstande bekannt geworden sind. 
Nunmehr wird in den geschäftlichen Teil der Tages- 
| Ordnung eingetreten. Der Vereinfachung wegen werden die 
einzelnen, in dem gedruckt vorliegenden Geschäftsbericht be 
sonders behandelten Punkte durch den Geschäftsführer auf 
gerufen und, falls sich niemand zum Worte meldet, als ange 
nommen betrachtet. 
lach kurzen einleitenden Worten des Vorsitzenden, 
denen einige begrüssende Worte des Herrn Ober- 
Bürgermeisters Hoffmann folgten, wird zunächst 
die Liste der Anwesenden festgestellt, welche eine 
Vertretung des Verbandes durch 87 Stimmen ergibt. Der 
Vorsitzende gedenkt sodann der Mitglieder, welche der Ver 
band seit der letzten Abgeordneten-Versammlung in Bremen
	        

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