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Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart. 
Nr. 9 
Rechts am Westgiebel ist das Strebesystem durch einen 
Querbau abgeschlossen, dessen Untergeschoss die Taufkapelle 
enthält, während der obere Stock zur Aufbewahrung von 
Requisiten und Musikalien des Kirchenchores benützt werden 
kann. 
Ohne die Raumwirkung im Innern zu stören, vielmehr zur 
Belebung der ungegliederten Querschiffgiebelwände dienend, sind 
in beiden Querschiffen ebenfalls, ähnlich wie in der Stuttgarter 
Marienkirche, schmale Emporen eingebaut, deren Zugang durch 
am Aeussern malerisch zur Geltung kommende Treppentürmchen 
vermittelt wird. Diese Anordnung hat sich von selbst ergeben, 
dieselbe ist aber auch an der Kirche zu Sinzig a. Rh. zu treffen. 
An das Chorquadrat lehnt sich links der Turm, rechts 
die zweistöckige Sakristei; diese sowohl als auch der kleine 
Anbau (mit Requisitenraum) an ersterem bilden lediglich eine 
Fortsetzung der Seitenschiffe, wodurch das Ganze an Klarheit 
und Einheitlichkeit nur gewinnen kann. 
Die neue St. Elisabethen-Kirche in Stuttgart. Perspektiv-Ansicht. 
Die Stirngiebel dieser beiden Bauteile dienen zugleich als 
Strebemauern gegen den doppelten Schub des Gewölbes im 
Chorquadrat und des Chorapsisbogens. 
Bei dem von einem Punkt aus nach drei Seiten abfallenden 
Terrain musste der Bau auf eine ca. 3 m hohe Terrasse ge 
stellt werden. 
Im folgenden geben wir auch die hauptsächlichsten An 
gaben über die Raumverhältnisse und Kosten der Kirche. 
1. Dimensionen : 
Gesamtlänge 55,1(Z5 m 
Gesamtbreite im Querschiff 26,38 „ 
Gesamtbreite im Langhaus - . . 19,38 „ 
Mittelschiffweite 9,50 „ 
Mittelschiffhöhe - ... 16,10 „ 
Höhe von Chor und Vierung 16,60 „ 
Höhe des Turmmassivs vom Schiffboden an . 35,30 „ 
Höhe des Turmhelmes 17,00 „ 
Nutzbare Bodenfläche der Orgelempore .... 90 Qm 
Nutzbare Bodenfläche der Querschiffemporen . 54 „ 
Nutzbare Bodenfläche der Requisitenräume . 70 „ 
Nutzbare Bodenfläche der beiden Sakristeien . . 94 „ 
Die neue St. Elisabethen-Kii che in Stuttgart. 
Querschnitt gegen die Empore. 
2. Knie- und Sitzplätze: 
Im Schiff 
Im Chor 
Auf der Orgelempore 
Auf den Querschiffemporen 
Zusammen . 
Hiezu Stehplätze 
Somit Platz für .... » 
700 Personen 
20 
50 
80 
850 Personen 
1450 
2300 Personen
        

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