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Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart.
No. 2
Fig. 3.
Dehnungskurve für Betonkörper 8 °/ 0 Wasserzusatz.
Proben sine 1 an der hiesigen Materialprüfungsanstalt durchgeführt
worden zu dem Zweck, beide Zweige der Dehnungskurven zu
erhalten.
Die Ergebnisse der Druckversuche, die im Jahre 1897 von
Herrn Baudirektor von Bach durchgeführt wurden, sind in Form
einer Gleichung
f ß um
ausgedrückt worden, welche als das Potenzgesetz bekannt ist.
bedeutet die Dehnung, <i die Spannung des Betons und
u. in Koeffizienten, die je nach dem Mischungsverhältnis verschieden
sind.
<7 b 1,16
Für das Potenzgesetz f b = —" ^-7 ergeben sich die in dieser
Tabelle enthaltenen zusammengehörigen Spannungen von Eisen
und Beton.
145
300 000
Druckspannung im Beton
P ” fb -
+f e -
2
kg/cm 2
fb.
2 + f. .
14
10
"
fb.
10 + fe .
, 94
20
fb .
20 + f e .
. 200
30
fb ■
. 30 + f e .
333
35
fb -
35 + fe.
400
40
fb -
40 + f e .
470
45
r,
fb .
45 + f e .
530
50
V
fb .
50 + fe .
600
55
5 >
fb -
> 55+fe .
670
60
fb -
60 + f e .
740
Die Zahl der Versuche mit Betoneisensäulen ist sehr gering.
Blöcke mit l°/o Eisenarmierung wurden vom 2. Gewölbeausschuss
des österr. Ingenieur- und Architektenvereins untersucht.
Die Probekörper hatten einen Querschnitt von 50/50 cm, eine
Höhe von 1 m, waren in der Mischung 1 : 3 V2 hergestellt und
armiert mit 20 Stück 12 mm Rundeisen, die in Entfernungen
von je IC cm horizontal mit Drähten verbunden waren.
Die Druckfestigkeit ergab sich zu 277 kg / qcm Betonquerschnitt.
An der Technischen Hochschule in Charlottenburg wurde für
Hennebique eine über 3 m lange Säule von 25/25 cm Querschnitt
mit 4 Vs o/a Eisenverstärkung erprobt und nur eine Druckfestigkeit
von 255 kg / qcm gefunden. Bei dieser Säule waren
die 4 vertikalen Rundeisen von 30 mm in Entfernung von 50 cm
durch Flacheisen horizontal verbunden. Dieser Abstand gleich
2 Säulendurchmessern war offenbar zu gross, denn die Rundeisen
knickten gleichzeitig innerhalb zweier Querverbindungen
aus. Es ist dies ein Beweis, dass die Vertikalarmierung der
Säulen nur durch einen entsprechenden Horizontalverband wirksam
gemacht wird.
Ich erwähne noch die von Hennebique und seinen Konzessionären
geübte Säulenberechnung, bei der mit feststehender Beanspruchung
des Betons von 25 kg / qcm und des Eisens von
Fig. 4.
Dehnungskurve für Betonkörper mit 14 °/ 0 Wasserzusatz.
1000 kg/'qcm gerechnet wird, die in diesem Verhältnis nicht
gleichzeitig auftreten können, weder unter der einfachen Nutzlast,
noch unter der gedachten Bruchlast. Der Zweck dieser
Berechnung ist natürlich, geringe Betonspannungen herauszurechnen
(die Säulen der von Hennebique erbauten Silos in
Strassburg haben eine Eisenarmierung von 5°/o, die Beanspruchung,
auf den Beton allein gerechnet, beträgt 100 kg / qcm).
Eine neue Art der Säulenarmierung wird sich ohne Zweifel
auf Grund der neuesten Untersuchungen Consideres einführen,
wenigstens für schwer belastete Säulen, für welche aus irgend
welchen Gründen ein möglichst geringer Querschnitt zu
wählen ist.
Seine Veröffentlichungen über den beton frette, was im
Deutschen wohl am besten mit umschnürtem oder umwickeltem
Beton zu übersetzen ist, sind erst kürzlich in Genie civil erschienen.
Es sind die Ergebnisse von Versuchen an Betoncylindern mit
spiralförmiger Armierung.
Diese Armierung ergibt eine 2,4 mal bessere Materialausnützung
als die übliche senkrechte Eisenarmierung und die Festigkeit
des Betons kann bis zu 800 kg / qcm dadurch erhöht, also
mindestens vervierfacht werden.
In der Bauausführung ist diese Spiralarmierung für Säulen
noch nicht angewendet worden.
Knickung.
Versuche über die Knickung von Betoneisensäulen, ähnlich
wie sie für Eisenstäbe angestellt werden, existieren nicht; man
ist daher darauf angewiesen, die für homogene Körper aufgestellten
Beziehungen in entsprechender Weise auf die Betoneisenstützen
anzuwenden.
Unter Zugrundelegung der Eulerschen Knickformel
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P — —. E . J und der Deformationskurve des Betons
ff = k (1 — e - 1000 E )
Knickformel.
° ■*
7
Fig. 5.
P=7^E J
g = k(l-■
1000
•*)
H <7 . —1000 f
E = =k,1000*
d *
= 1000 (k—ff)'
S'- 1 + 0,001 . a