Full text: Monatsschrift des Württembg. Vereins für Baukunde in Stuttgart (1898-1904)

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Monatsschrift des Württembg. Vereins für Badkdnde in Stuttgart. 
No. 8 
und der frühere Vorgähg sich wiederholt. Bei jeder weiteren 
Wiederholung dieses Spieles schwingt die Glocke etwas höher 
und es würde ohne Siche^heitsvorrichtung die Glocke zu lebhaft 
schwingen und sich überschlagen. 
Dies verhindert der untere Auslösestift 7 an Schiene 5, 
indem er beim höchsten, gewünschten Stand der Glocke, wie 
Figur 7 zeigt, die Sperrklinke 12 in die Höhe drückt, wodurch 
die Klinke den Sperrstift 11 erfassen und die Kohle 14 ver 
hindern kann, in Kontaktstellung niederzugehen, auch wenn 
beim Wenden und Vorwärtsschwingen der Glocke der Schlepp 
schieber 8 die Rolle 10 freigibt, so dass also die Glocke in 
diesem Falle vorwärts schwingt, ohne einen neuen Impuls zu 
erhalten, ln ihre alte, untätige Lage wird die Sperrklinke beim 
Vorwärtsschwingen wieder niedergedrückt durch den Stift 6, 
so dass die korrekte Arbeit wie bisher eingeleitet ist, sobald die 
überschüssige Schwungkraft erschöpft ist. 
Ein grosser Vorzug dieser neuen Läutemaschine ist der 
Umstand, dass es tatsächlich nicht notwendig ist, zu der Läute 
maschine in den Turm zu steigen, weil das Schaltbrett überall 
angebracht werden kann. 
Die Inbetriebsetzung der Maschine erfolgt durch Umlegen 
des Schalthebels für Einrückung des Elektromotors; sobald 
derselbe im Gang ist, werden die Schalthebel der einzelnen 
Glocken in beliebiger Reihenfolge umgelegt. 
Die Maschine ist mit allen Errungenschaften der Neuzeit, 
Ringschmierlager, hohlen, mit Oel gefüllten Seilrollen etc. aus 
gerüstet, so dass ihre Wartung und Kontrolle nur in grossen 
Zwischenräumen nötig ist. 
Personal -Nachrichten. 
Seine Königliche Majestät haben am 24. Juli d. J. 
Allergnädigst geruht, zu übertragen: 
dem tit. Baurat Ganz bei der Zentralstelle die bei der 
Zentralstelle für die Landwirtschaft, Abteilung für Feldbe 
reinigung, neu errichtete Stelle eines kulturtechnischen 
Kollegialrates und gleichzeitigen Vorstandes der 
Kulturinspektion für den Neckarkreis mit dem 
Sitz in Stuttgart; ferner: 
dem Regierungsbaumeister Maier bei der Zentralstelle für 
die Landwirtschaft die Vorstandsstelle der neu er 
richteten Kulturinspektion für den Donaukreis in Ulm, 
dem Regierungsbaumeister Riekert bei derselben Zentral 
stelle die Vorstandsstelle der neu errichteten Kultur 
inspektion für den Schwarzwaldkreis in Reut 
lingen, 
je unter Verleihung des Titels eines Bauinspektors. 
Desgl. am 30. Juli d. J.: 
dem ausserordentlichen Professor Dr. Lueger an der tech 
nischen Hochschule in Stuttgart die daselbst 
neu errichtete ordentliche Professur für Wasserbau; 
Desgl. am 3. Aug. d. J. zu befördern: 
den Telegrapheningenieur, tit. Telegrapheninspektor Weeg 
mann bei der Telegrapheninspektion Stuttgart 
zum Telegrapheninspektor in Stuttgart mit der 
Dienststellung eines Bezirksbeamten. 
Desgl. am 8. Aug. d. J.: 
den Kollegialhilfsarbeiter, Eisenbahnbauinspektor Kräutle 
auf die Stelle eines Baurats bei der Generaldirektion 
der Staatseisenbahnen; 
den tit. Bauinspektor Hoffacker beim bautechnischen 
Bureau der Generaldirektion der Staatseisenbahnen auf die 
Stelle eines Eisenb ahnbau Inspektors bei dieser 
Generaldirektion; 
zu verleihen: 
dem Vorstand der Bahnbausektion Reutlingen, Eisenbahnbau 
inspektor Habsacker den Titel und Rang eines 
Baurates. 
Gestorben: 
am 16. August: Baurat Hartmann in Heilbronn, 
am 29. August: Bauinspektor Beisbarth in Stuttgart. 
Seine Königliche Majestät haben am 24. August d. J. 
Allergnädigst geruht: 
die an der technischen Hochschule erledigte ordentliche 
Professur für Eisenbahn- und Strassenbau, im Bedarfsfall 
auch Tunnelbau, dem Baurat Kubier bei der Ministerial- 
abteilung für das Hochbauwesen unter Belassung des Titels 
eines Baurats zu übertragen; 
Desgl. am 26. Aug.: 
die mit den Dienstrechten eines Baurats verbundene Eisen 
bahnbauinspektorstelle in Esslingen dem Eisenbahnbau 
inspektor tit. Baurat Veigele, Vorstand der Eisenbahn 
bausektion Feuerbach; 
Desgl. zur Ruhe gesetzt auf Ansuchen am 22. Aug. unter 
Anerkennung seiner Verdienste den Eisenbahnbauinspektor 
tit. Baurat Lambert in Ravensburg. 
Schlussnummer des Jahrgangs 1903. 
Hsrausgeg. v. Württb. Verein f. Baukunde. —Verantw. Redakteur: Baurat Gebhardt, Stuttgart. — Verlag: Südd. Verl.-Anst., G. m. b. H., München. 
Druck: G. Franz’sche Hofbuchdruckerei (G. Emil Mayer), München.
	        

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