Title:
Das K. Württembergische Landes-Gewerbemuseum in Stuttgart
Creator:
Württemberg. Landesgewerbeamt Gaupp, Robert Gärttner, Oskar von Dolmetsch, Heinrich Knoblauch, August Petzendorfer, Ludwig
Shelfmark:
1Aa 147
PURL:
https://digibus.ub.uni-stuttgart.de/viewer/object/1484296054802/137/
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dem Glassturz in der Mitte des Saals. Auch an Bronze- und Kupferarbeiten 
sind unter den Geschenken drei hervorragende Stücke: auf einem feinen 
Tischchen eine Blumenvase aus Kupfer mit 21 verschiedenen Teckniken von 
Maki Mitsuhire, Asakusa-Ku, Tokio, ein grosser Bronze-Censor mit Bronze 
gestell von Yokoyama Bisui und ein weiterer Bronze-Censor mit Eingravie 
rungen, auf hölzernem Gestell, von Maki Mitsuhiro. Ihnen reihen sich 
endlich noch an zwei grosse Kraniche mit herrlicher Patina. 
Der dritte Teil der japanischen Sammlungen, in der Lindenstrasse ge 
legen, zeigt die japanische Kunst in der ebenfalls schon oben S. 38 
erwähnten hervorragenden Sammlung des Geheimen Hofrats Professor 
Dr. Bälz mit einigen tausend Bildern zum Teil von hochberühmten japanischen 
Malern, auf Papier und Seide gemalt, nach Zeiten und Schulen geordnet. 
Die Einrichtung des für die grosse Sammlung sehr beschränkten Raumes 
bereitete sowohl in Absicht auf das zu wählende System als auf die Kon 
struktion der Ständer viel Kopfzerbrechens und die Aufbewahrung der vielen 
gerollten Bilder machte den Bau ganz besonders eingerichteter Schränke 
notwendig, deren grosse Dimensionen in der Tiefe durch das Einsetzen der 
selben in die Abteilungswände verdeckt sind. Die bedeutende Zahl der 
Gemälde und Zeichnungen gestattet das Jahr über häufigen Wechsel. 
Die angrenzende chinesische Abteilung ist kleineren Umfangs, 
enthält aber kunstgewerbliche Erzeugnisse aus verschiedenem Material und 
aus verschiedenen Zeiten und giebt Gelegenheit, die Eigentümlichkeit des 
kunstgewerblichen Arbeitens in diesem alten Kulturlande mit demjenigen 
seines auch im Museum benachbarten Rivalen Japan zu vergleichen. 
Der anstossende Saal für Keramik und Glas ist einer der grössten 
des Hauses. In 34 Schränken und Ständern sind die hierher gehörigen 
Gegenstände untergebracht, soweit solche nicht aus besonderen Rücksichten 
in anderen Abteilungen eingereiht wurden oder den gröberen Thonwaren 
angehören, welche besser der betreffenden technologischen Abteilung im 
Erdgeschoss zugewiesen und dort nach Schluss der Eröffnungs-Ausstellung 
werden aufgestellt werden. In dem keramischen Teil sind die Gegenstände 
im allgemeinen nach den Ländern, in der Glasabteilung gleichfalls nach der 
Provenienz und nach räumlichen Rücksichten ausgestellt. Eine streng syste 
matische Auseinanderhaltung der verschiedenartigen Gegenstände nach Mate 
rial, Herkunft und Zeit lässt sich bei einer grösseren Sammlung mit der nun 
eben einmal nicht zu vermeidenden Verteilung des Vorrats auf die dem Raum 
angepassten Schränke nicht durchweg vereinigen. 
Die nächste kleinere Abteilung enthält kunstgewerbliche Gegenstände 
aus Guss- und Schmiedeisen und die darauffolgende grössere: Kunst 
güsse aus Bronze, Zink etc., getriebene Kupferwaren, galvano 
plastische Erzeugnisse, feine Beschläge, orientalische Bronzen, 
Waffen etc., Edelmetalle, emaillierte Gegenstände, überhaupt alle 
Arbeiten aus dem Gebiet der Metalle, soweit solche nicht der technologischen 
Sammlung im Erdgeschoss zuzuweisen waren. Die Art der Einrichtung zeigt
        

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