Full text: Das K. Württembergische Landes-Gewerbemuseum in Stuttgart

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Händlern. Auf diesen beiden Wegen ist insbesondere unsere Textilsammlung 
zu einer grossen Ausdehnung gebracht worden. Diesen Bereicherungen 
eine wirksame Aufstellung zu teil werden zu lassen, ist im alten Haus nicht 
mehr möglich gewesen; — sind doch seit Jahren umfangreichere Erwerbungen 
nicht mehr aus den Kisten ausgepackt und eingereiht worden. 
Der Bestand der Sammlungen umfasste am i. Januar 1896: 
an Rohmaterialien, Erzeugnissen der Industrie und des 
Kunstgewerbes, ausschliesslich der Textilindustrie, an 
Instrumenten und Werkzeugen, Maschinen, Motoren, 
Modellen, Schutzvorrichtungen und Waffen ... 24 500 Nrn. 
an Web- und Wirkwaren, Stoffen, Stickereien, Spitzen 
und Teppichen 6100 » 
an französischen und englischen Gewebemustern . . 282000 » 
an französischen, englischen und deutschen Tapeten 
mustern 10 000 » 
hiezu die japanische und chinesische Abteilung, deren 
Grundstock die Bälzschen Sammlungen bilden, 
nämlich kunstgewerbliche Erzeugnisse . 3 000 Nrn. 
Stoffe, Stickereien und Kleider . 500 » 
japanische Gewebemuster vom 
Jahr 1350—1850 I 600 » 
japanische Bilder von älteren und 
modernen Künstlern in Tusch 
und Farben 3 800 » 
zusammen 8 900 » 
Hieran reihen sich noch weiter an: 
die Sammlung von Patentbeschreibungen, 
» » » Warenzeichen, 
» » » Adressbüchern etc. 
Den Anfang der Sammlung von Patentbeschreibungen bildete 
ein im Jahr 1856 der K. Zentralstelle zugekommenes Geschenk der K. Gross 
britannischen Regierung, bestehend in den gedruckten Beschreibungen und 
Zeichnungen der in Grossbritannien seit dem Jahr 1617 bis auf die 
neueste Zeit patentierten Erfindungen. Der über 1000 Bände beziehungs 
weise Pakete enthaltende reiche Stoff ist durch gute Register zugänglich 
gemacht. Alljährlich zwei- bis dreimal trifft eine Sendung neuer Patent 
beschreibungen im Museum ein, seit 1886 auch — diesen vorausgehend — 
allmonatlich »the Illustrated Journal of the Patent Office«. Hieran reihen 
sich seit I. Juli 1877 die Patentschriften des Deutschen Reichs, sowie 
das »Patentblatt«; ferner die Mitteilungen aus dem Kaiserlichen Patentamt, 
Anmeldestelle für Gebrauchsmuster (seit 1895 im Patentblatt enthalten), 
endlich das »Blatt für Patent-, Muster- und Zeichenwesen«. Es folgen
	        

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