Full text: Bauzeitung für Württemberg, Baden, Hessen, Elsaß-Lothringen (1906)

206 
BAUZEITUNG 
Nr. 26 
und rechts, dem Bahnkörper zu gelegen, die Gepäck 
abfertigung. Yen der zentralen Mittelhalle geht, durch 
die Sperre getrennt, der Perrontunnel aus, dessen rück 
wärtige Verlängerung in Richtung auf die Kriegsberg- 
stralie als Hauptausgang angesehen werden kann. Rechts 
und links an diesem Ausgang liegen die Klosetts und 
Toiletten, während in der Richtung des Haupteinganges 
die Wartesäle sich befinden. Der Bahnhof erhält in der 
ahgebildeten Anordnung 2 Gleisehallen von je rund 45 m. 
Eine eventuelle Erweiterung nach Osten kann in Form 
aneinander gereihter Querhallen erfolgen. Es sind hierfür 
vorläufig 18 m Breite angenommen. 
Eine veränderte Gleiseverteilung ist in IV beschrieben. 
Am südlichen Kopfende der Gleisehalle befindet sich 
Gefälle, so daß sich gegen die Bahnhofstraße eine hohe 
Futtermauer ergibt, die den Hof zugleich abschließt. Zwei 
Tunnels verbinden diese Gebäude mit den Bahnsteigen. 
Eine bequeme Verbindung der Bahnpost mit dem alten 
und neuen Hauptpostamt geschieht am einfachsten wie 
in Frankfurt durch besondere elektrisch betriebene Post 
trams, welche die Straßenhahngleise benutzen. 
Die Gestaltung des Bahnhofplatzes ergibt sich aus 
den Zeichnungen. Die Straßenbahnlinien stellen darauf 
nur allgemeine Vorschläge dar. Die Taxameter stehen 
dicht beim Hauptausgang. Die Perroninsel vor dem 
Haupteingang sorgt für geregelte Anfahrt. 
Am oberen Ende des Platzes ist eine Terrasse zum 
Gefällausgleich vorgeschlagen. (Fortsetzung folgt) 
(IhfHJPT&PtHh HOr -r] 
KGLRnLf\cert. 
CjOltROBHflHOE 
H flRupreincana 
1. MnuprnubQBfiG 
5. rf=\MRK/=lRTCn 
■^.Gem'CK u.TDfici. 
5, nirTtLMRLLe . 
/A c PtR*ior<tri 
<üo SPtRR£ TonntL 
To HflnDGfcPÖrK 
ß msoR.Te or»o 
W/=\S>fH RÄUMt 
WiKTSfunrT? 
ßURORÄU/^£ 
^ ■. POST or«e> eXPRessi 
Gut.® d^rödcr 
'ÄSjl DlfcnbTRÄuMt 
ctuflooe rut» 
y-To OtN KGL.wop- 
Drosihkcit 
ntufcDnusTeittri. 
ein weiterer Personentunnel, der namentlich zur schnellen 
Entleerung des Lokalbahnsteigs und als Verbindung mit 
einer dort eventuell später zu errichtenden üntergrund- 
hahnhaltestelle dient. 
Am nördlichen Kopfende ist durch die Höhenlage der 
Bahnhofstraße ein Personenzugang über den Gleisen 
gegeben, der die Unterkante der so wie so notwendigen 
Hallenschürze bildet und somit nicht weiter die Gesamt 
übersicht stören kann. Dagegen ermöglicht die verglaste 
Brücke selbst eine großartige Aussicht und eignet sich 
hervorragend als Zugang für den Kgl. Hof, für den zu 
gleich an der Bahnhofstraße in Richtung der Jägerstraße 
ein besonderes, völlig vom übrigen Bahnhof getrenntes 
Empfangsgebäude errichtet werden kann. 
Zwischen dem letzteren und demHaupteingangsgehäude 
fügen sich Post- und Expreßgutgebäude ein. Der Zugang 
erfolgt vom Bahnhofplatz in einen Vorhof mit etwas 
Zum Entwurf des neuen bayrischen 
Wassergesetzes 
Von Keg.-Baumeister Stetter beim Hydrograph. Bureau in Stuttgart 
Jede wirtschaftliche Tätigkeit ist in hohem Grade 
von den in einem Staate bestehenden Rechts- und Sicher 
heitsverhältnissen abhängig, und zwar um so mehr, je 
komplizierter die betreffende Tätigkeit wird. Es ist des 
halb auch eine geregelte Wasserwirtschaft in erster 
Linie auf gute rechtliche Einrichtungen angewiesen. In 
dieser Beziehung bestehen bei uns zum Teil noch große 
Mängel. 
Die Verfassung des Deutschen Reichs vom 16. April 
1871 unterwarf der Gesetzgebung des Reichs nur „den 
Flößerei- und Schitfahrtsbetrieb auf den mehreren Staaten 
gemeinsamen Wasserstraßen und den Zustand der letzteren
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.